Samstag, 25. August 2007

Die Gemüseapotheke

Hier stelle ich Euch eine Gemüseapotheke, mit viel Geschmack, wertvolle Inhaltsstoffe vor:

Rotkohl - mehr als eine BeilageEr ist wie alle Kohlsorten reich an Vitamin C und dem für Menschen wichtigen Vitamin-B-Komplex und enthält viele wichtige Mineralstoffe. Rotkohl wirkt blutbildend, cholesterinsenkend, entwässernd und hat eine stressabbauende Wirkung. Allerdings ist er auch für seine blähenden Nebenwirkungen bekannt.Zubereitung: Rotkohl wird zu Gemüse, Rouladen, Salat, Rohkost sowie Saft verarbeitet.Tipp: Seine Farbe bleibt schön appetitlich, wenn man dem Kochwasser etwas Essig hinzufügt. Sein Vitamin-C-Gehalt wird erst beim Kochen freigesetzt.

Grünkohl - die Vitamin-BombeEr hat von allen Kohlsorten den höchsten Gehalt an Eiweiß und Kohlenhydraten. Außerdem ist Grünkohl eine wahre Vitaminbombe (vor allem A, B und C) und enthält viel Kalium. Er wirkt blutbildend und wasserausschwemmend.Zubereitung: Traditionell wird er zu Kassler, Mettwurst und anderem Pökelfleisch gegessen. In Norddeutschland liebt man ihn zur Pinkelwurst (Grützwurst) und trinkt dazu gern einen verdauungsfördernden Schnaps.Tipp: Eine Prise Zimt oder Sellerieblättchen im Kochwasser beseitigen den strengen Kohlgeschmack.

Weißkohl - Vitamin C purEr hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Kohlsorten, wirkt entwässernd, blutbildend und cholesterinsenkend. Weißkohl hat aber auch eine stark blähende Wirkung, weshalb Magen-Darm-Kranke ihn links liegen lassen sollten.Zubereitung: Weißkohl wird gekocht oder gedünstet zu Eintopf, Gemüse, Rouladen, Sauerkraut und Suppe verarbeitet, aber auch gern in WOK-Gerichten verwendet oder roh als Krautsalat bzw. im klassischen Döner gegessen.Tipp: Das Zufügen einer Brotrinde beim Kochen macht den Weißkohl besser verträglich und mindert den Kohlgeruch. Das wertvolle Vitamin C wird erst durchs Kochen freigesetzt.

Rosenkohl - gut für die NervenGegenüber anderen Kohlsorten hat der Rosenkohl einen höheren Fett-, Protein- und Zuckergehalt und enthält doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange. Sein hoher Vitamin-B-Gehalt macht ihn außerdem zum idealen Essen für Nervenbündel.Zubereitung: Rosenkohl wird gern als Gemüse, in Suppen und Aufläufen verwendet. Blanchiert kann er auch als Salat gegessen werden.
Mit den grünen Röschen kommen Sie gut durch die kalten Tage.

Unter den Namen Rosenkohl, Sprosskohl oder auch Brüsseler Kohl sind die kleinen grünen Röschen, die sich als Triebknospen in den Blattachsen der Rosenkohlstrünke bilden, bekannt. Erst im 19. Jahrhundert begann man die walnussgroßen Kügelchen in der Nähe von Brüssel anzubauen.
Aromatischer und feiner als die großen Kopfkohlarten und ein wenig herb kann der Geschmack des noch recht jungen Wintergemüses beschrieben werden. Gedünstet, nur in Butter geschwenkt, als Gemüsebeilage oder auch als dekorative Zutat in Aufläufen sind die Minis beliebt.
Rosenkohl ist besonders reich an Vitamin A und C sowie an Mineralstoffen. Früher wurden die Kügelchen, wie Grünkohl, erst nach dem ersten Frost geerntet, denn aufgrund der eisigen Temperaturen bildet sich Zucker in den Röschen und ihr Aroma wird milder. Heute gibt es frühe Sorten, die schon ab September genießbar sind.
Neben heimischer Ware aus dem Freiland ist das winterharte Gemüse auch aus den Niederlanden, Italien, Frankreich und Belgien erhältlich. Frischer Rosenkohl kann im Gemüsefach des Kühlschranks, in einem Kunststoffbeutel verpackt, einige Tage aufbewahrt werden. Er darf jedoch nicht in der Nähe von Obst- oder Gemüsearten wie Äpfel oder Tomaten lagern, denn sonst vergilbt er schnell.
Tipp: Da ihn Frost aromatischer und leichter verdaulich macht, sollte man ihn (falls er vor dem ersten Frost geerntet wurde) kurz tiefkühlen.

Blumenkohl - der BekömmlicheEr ist das am besten verdauliche Gemüse und deshalb zu Unrecht als Krankenhauskost verschrien. Blumenkohl ist von typisch mildem Geschmack und reich an Vitamin C und Mineralstoffen. Diese werden beim Kochen aber allmählich ausgewaschen.Zubereitung: Blumenkohl eignet sich zum Kochen, Dünsten, Backen, als Gemüseeinlage in Eintöpfen aber auch roh als Salat.Tipp: Durch Zugabe von etwas Milch oder Zitronensaft beim Kochen bleibt er weiß. Den typischen Kohlgeruch mildern Wallnüsse, die ins Kochwasser gegeben werden.

Wirsing - der Magnesiumspender des WintersEr enthält doppelt so viel Eiweiß, Fette, Eisen und Phosphor wie Weiß- und Rotkohl. Wirsing beinhaltet außerdem große Mengen an Kalium und Vitamin C (roh decken schon 100 g den Tagesbedarf) und er gilt als bester Magnesiumspender des Winters. Wirsing wirkt entwässernd und stärkt das Immunsystem.Zubereitung: Wirsing ist vielseitig verwendbar, da seine Blätter zarter sind als die der meisten Kohlsorten. Er wird blanchiert, gedünstet, geschmort zu Gemüse, Suppen oder Rouladen verarbeitet.Tipp: Wirsing sollte mit dem Ohr gekauft werden: Beim Schütteln sollte er "rasseln".

Möhren - die HautverschönererEin Wurzelgemüse, das noch im Mittelalter purpurrot war - die orangefarbenen Sorten kamen im 19. Jh. aus Holland. Möhren enthalten große Mengen an Karotin und Vitamin A, B3, C und E; in rohem Zustand außerdem viel Kalium, Kalzium, Eisen und Zink (verflüchtigt sich beim Kochen). Sie wirken wassertreibend, verdauungsfördernd, stärken das Immunsystem und sind ein Hautverschönerer.Zubereitung: Möhren eignen sich zur Herstellung von Gemüse, Saft, Rohkost, Kuchen und Eintöpfen.Tipp: Zur besseren Verwertung des wertvollen Karotins benötigt der Körper unbedingt eine Fettzugabe.

Rote Bete - Naturheiler bei ErkältungenRote Bete ist ein exzellenter Kalium- und Eisenlieferant. Sie enthält außerdem reichlich Provitamin A. Ihre nach Spinat schmeckenden Blätter (nur die jungen Blättchen verwenden) enthalten viel Vitamin A, Eisen und Kalzium. Rote Bete enthält außerdem Bioflavone, die die Durchblutung stärken und das Blut reinigen. Sie gilt als "Naturheiler" bei Erkältung und Grippe.Zubereitung: Rote Bete kann man sauer einlegen, im Ofen backen oder als Gemüse dünsten bzw. im Salat verwenden oder als Saft genießen.Tipp: Rote Bete bei Rohverzehr großzügig schälen, da die Schale Oxalsäure enthält.

Lauch - vielseitig und aromatischLauch enthält Vitamin C, Vitamin K und Folsäure sowie die Spurenelemente Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Mangan. Er wirkt schleimlösend, appetitanregend, harntreibend und magenstärkend. Außerdem regt er die Verdauung an und beugt Blaseninfektionen vor.Zubereitung: Lauch wird gedünstet, gedämpft oder gratiniert zu Suppen, in Eintöpfen, zu Gemüse, Salat, zu Quiches und Tartes verarbeitet.Tipp: Lauch schmeckt aromatischer, wenn man eine kleingeschnittene Möhre mitgart.

Schwarzwurzel - der SchlankmacherSchwarzwurzel schmeckt wie Spargel, den man mit Nüssen vermischt hat - und hat daher auch ihren etwas abschätzigen Namen "Arbeiterspargel". Ihr hoher Gesamtnährwert (bei niedrigem Kaloriengehalt!) wird nur noch von Bohnen und Erbsen überboten. Außerdem stärkt sie das Immunsystem und entwässert.Zubereitung: Schwarzwurzeln werden gekocht als Gemüse gegessen, aber auch roh im Salat.Tipp: Dem Kochwasser fügt man etwas Zitronensaft und Milch zu, damit die weiße Farbe erhalten bleibt. Der weiße Saft färbt rostrot (Handschuhe tragen!), nicht aufwärmen.

Chicorée - ersetzt den MagenbitterEr gilt unter den Wintergemüsen als größter Vitamin-A-Spender. Er ist zudem reich an Kalium, Phosphor und Kalzium. Der in Chicorée enthaltene Bitterstoff Taraxin wirkt sich positiv auf Appetit und Verdauung aus und reinigt das Blut; die Sprossen entwässern und entschlacken.Zubereitung: Chicorée kann roh gegessen werden, aber auch gedünstet und gebraten. Als Rohkost mischt man ihn mit Orangen oder Nüssen, um seine Bitterkeit auszugleichen.Tipp: Chicorée wirkt stark säurebindend, weshalb er nach einem deftigen Essen durchaus einen Magenbitter ersetzen kann.

Topinambur - entschlackt und hilft beim FastenIm 17. Jh. in Europa noch "Modemahlzeit", wurde das Gemüse im 18. Jh. von der Kartoffel verdrängt. Topinambur enthält viele Kohlenhydrate, Fruchtzucker, Mineralsalze, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor. Wegen seines hohen Gehaltes an dem für Diabetiker verträglichen Kohlenhydrat Inulin wird es auch "Diabetikerkartoffel" genannt.Zubereitung: Man kann Topinambur roh aus der Hand oder als Salat, außerdem gebraten, gebacken, gedünstet oder frittiert als Gemüsebeilage essen.Tipp: Der Saft der Knolle ist ein hochwirksamer und schmackhafter Entschlackungs- und Fastentrunk.

Steckrüben - delikates KnollengemüseSteckrüben enthalten Traubenzucker, Eiweiß, Fett, schwefelhaltige ätherische Öle, Mineralstoffe, Carotin, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, C sowie Nicotinsäureamid. Durch seinen hohen Wassergehalt ist das Gemüse mit dem herbsüßen Geschmack sehr kalorienarm. Die Steckrübe wird auch Dreimonatspflanze genannt, weil sie schon drei Monate nach der Aussaat reif ist.Zubereitung: Steckrüben werden gekocht, gedünstet oder gebraten zu Eintopf, Gemüse, Suppe oder Püree verarbeitet. Heutige Zuchtformen haben aus der Steckrübe ein delikates Knollengemüse gemacht.Tipp: Steckrüben sind schwer verdaulich und eignen sich auch nicht zum Rohverzehr.

Knollensellerie - sein Ruf eilt ihm vorausObwohl nicht wissenschaftlich belegt, ist sein Ruf als Aphrodisiakum für den Mann legendär. Sellerie enthält u.a. Vitamin A und K, Natrium und Kalium. Er wirkt noch stärker als Spargel entwässernd, blutdrucksenkend, blutreinigend und entschlackend und hat eine hustenmildernde Wirkung.Zubereitung: Sellerie wird roh als Salat, gekocht oder gebacken als Gemüse oder Salat gegessen.Tipp: Eine Prise Zucker im Kochwasser erhöht das Aroma, ein Schuss Milch macht das Fruchtfleisch besonders zart.

PastinakenPastinaken sind ein Wurzelgemüse, das schon zur Sammelnahrung unserer steinzeitlichen Vorfahren gehörte. Sie haben einen vergleichsweise süßen Geschmack mit stark erdbetonter Note und sind reich an Kalzium und Karotin; letzteres kann vom Körper sogar besser verwertet werden als das der Möhre. Pastinaken helfen gegen Magen- und Verdauungsprobleme, bei Appetitlosigkeit und sollen sogar die "Begierde" anfachen.Zubereitung: Pastinaken werden zu Gemüse, Püree und Suppen verarbeitet, können paniert und gebacken werden.Tipp: Pastinaken halten, an einem kühlen, dunklen Ort eingelagert, bis ins Frühjahr.
Wenn Ihr diese Gemüsearten abwechselnd über die Tage esst, dann kommt Ihr so gut wie gesund z. B. über einen kalten Winter.

Im Jahr 2007 werden noch mehr Spam - Mails gemeldet!

Für das laufende Jahr erwarten Experten für weltweit verschickter Spam -E-Mails einen rasanten Anstieg.
Schädlinge wie der jüngst in Umlauf gebrachte Wurm Warezov sammeln auf Rechnern gespeicherte E-Mail-Adressen und verwandeln den PC selbst zu einer Spam - Schleuder. Eine riesige Menge an Nachrichtenmüll versenden Spammer auf diese Weise, ohne dass ihnen Kosten entstehen für die ergaunerte Übertragungsbandbreite, so berichten die Internet Zeitschriften. Noch nicht einmal kommerzielle Spamfilterdienste kommen offenbar kaum hinterher.
Allein im November 2006 blockierte der Sicherheitsspezialist Postini 22 Milliarden unerwünschte Werbenachrichten, so viele wie nie zuvor. Mittlerweile macht dabei 93 Prozent vom Spam – Anteil vom gesamten E-Mail-Aufkommen aus. Binnen Jahresfrist ist die Zahl der Junk -Mails um 147 Prozent gestiegen.
Insbesondere Bilder - Spam und mit Office-Dokumenten versehene Werbenachrichten haben sich explosionsartig verbreitet. Während sie 2005 noch weniger als fünf Prozent des E-Mail-Mülls ausmachten, waren es im vierten Quartal 2006 bereits 45 Prozent. Außerdem ist die Zahl der Schädlinge beim Instant Messaging rasant angestiegen - in jedem Monat des vergangenen Jahres auf etwa 160 Prozent des Vormonats.

Wie und kann die Politik uns helfen?
Die Bundesregierung wurde unterdessen von den Verbraucherzentralen des Bundesverbandes aufgerufen, mit immensen Strafen gegen Spams vorzugehen.
Unter anderem forderte der Verband die Heraufsetzung des Bußgelds auf 500.000 Euro.
Zum Abschluss eines groß angelegten Anti – Spam – Projekts in Berlin, meinte die Verbandschefin Edda Müller: „Die Bundesregierung muss jetzt politisch handeln, die Zeit kleiner Projekte ist vorbei.“
Innerhalb von 16 Monaten verzeichnete die eingerichtete Beschwerdestelle den Angaben zufolge insgesamt 2,4 Millionen Meldungen, wobei bei einer Vielzahl an Beschwerden derselbe Sachverhalt zu Grunde lag. Die Verbraucher schickten im Schnitt bis zu 5000 E-Mails am Tag.
Doch unter dem Strich fiel das Fazit ernüchternd aus: Denn in den wenigsten Fällen gelang es, gegen den Verursacher vorzugehen. Der Verband habe 59 Verfahren geführt, bei denen 27 Verursacher zur Unterlassung gezwungen worden seien. 25 weitere Verfahren seien noch nicht abgeschlossen. Als Hauptproblem erwies sich laut den Verbraucherzentralen des Bundesverbandes die Rückverfolgung, denn die meisten Spam - Mails kommen aus dem Ausland.
Also wird es sehr schwierig die Spam – Mails aus den Postfächern zu verbannen.

Grundlagen einer gesunden Ernährung

Vitalstoffe
Nach den Energielieferanten bilden Vitalstoffe die zweite große Gruppe der Nährstoffe. Zu den Vitalstoffen gehören Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und Mikronährstoffe. Die wichtigsten Quellen für Vitalstoffe sind frisches Obst und knackiges Gemüse.

Vitamine
Sie wissen sicher schon einiges über Vitamine, vor allem, dass sie lebenswichtig sind. Nicht umsonst steckt das lateinische Wort „vita“ = Leben im Wort Vitamin. Lernen Sie nun den Zusammenhang zwischen Vitaminzufuhr durch die Nahrung und der Wirkung auf Ihre Gesundheit genauer kennen. Der Körper benötigt zwar nur relativ kleine Mengen an Vitaminen. Da er sie aber nicht selbst herstellen
kann, ist er auf Zufuhr mit der Nahrung angewiesen.
Nur mit Hilfe von Vitaminen können die Stoffwechselprozesse im Körper richtig ablaufen. Auch für Hormone, Enzyme und Blutzellen ist eine ausreichende
Vitaminversorgung unverzichtbar. Hauptlieferanten der Vitamine sind Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte, Getreideprodukte aus Vollkorn, Fisch und Fleisch.
In der Ernährungslehre unterscheidet man fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Fettlösliche Vitamine gelangen mit fettreichen Nahrungsmitteln wie Butter, Sahne, Pflanzenölen, Eigelb und Fleisch in den Körper. Da diese Vitamine in der Leber gespeichert werden, ist ihre gelegentliche Zufuhr in der richtigen Menge besonders wichtig für Ihre Gesundheit. Wasserlösliche Vitamine sind in pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Hauptlieferanten dieser Vitamine sind Obst und Gemüse. Da wasserlösliche Vitamine nicht im Körper gespeichert werden, ist ihre regelmäßige, am besten tägliche Aufnahme besonders wichtig. Wasserlösliche Vitamine sind außerdem empfindlich gegen Luft, Licht und Hitze. Bei der Lagerung vitaminhaltiger Lebensmittel, bei ihrer Zubereitung und Erwärmung können Vitaminverluste auftreten.
Wenn Sie nicht genügend Vitamine aufnehmen, können verschiedene Gesundheitsstörungen und Mangelerscheinungen die Folge sein.

Krank durch Mangel an Vitamin C
Die bekannteste Mangelerscheinung ist die früher bei Seefahrern oft aufgetretene Krankheit Skorbut. Sie entsteht durch den Mangel an Vitamin C. Auf den Schiffen war es früher verständlicherweise relativ schwierig, über Monate für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C zu sorgen. Augenfälligstes Symptom dieser Krankheit ist der Verlust der Zähne. Daneben hat der dauerhafte Mangel an

Vitamin C zu Anfälligkeit gegen Infektionskrankheiten, Erschöpfung und Müdigkeit, zur schlechten Heilung von Wunden, Gelenkentzündungen und Muskelschwund geführt. Schließlich war Skorbut im Mittelalter bei Seeleuten die Todesursache Nummer eins.
Insgesamt gibt es 13 Vitamine, von denen jedes einzelne bestimmte Aufgaben erfüllt. Die folgende Tabelle zeigt, wozu und in welcher Menge wir die verschiedenen Vitamine benötigen und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind.

Mineralstoffe und Spurenelemente
Mineralstoffe sind weitere lebenswichtige Bausteine für Ihren Körper. Sie liefern zwar ebenfalls keine Energie, dennoch benötigt Ihr Körper größere Mengen davon. Denn ohne sie funktionieren weder Muskeln noch Nerven richtig. Kalzium und Phosphor sind unentbehrliche Bestandteile für Knochen und Zähne. Magnesium ist wichtig für die Muskelfunktion. Weitere bedeutsame Mineralstoffe sind Natrium, Chlorid und Kalium. Mineralstoffe finden wir vor allem in Mineralwasser, aber auch in anderen Lebensmitteln.

Der Morgen danach, was gegen den Kater hilft

Ein Kater am Morgen nach, zum Beispiel feuchtfröhlichen Festen, ist nicht leicht zu zähmen. Der Kopf brummt, der Magen rebelliert und der ganze Körper fühlt sich schwer wie Blei an. Schuld ist die entwässernde Wirkungalkoholischer Getränke. Wenn der Körper mehr Mineralstoffe und Flüssigkeitausscheidet als er aufnimmt, holt er sich das notwendige Wasser aus seinenOrganen und auch aus dem Gehirn. Der Körper reagiert mit Kopfschmerz.Wichtig ist jetzt ein Frühstück, das die Wasser- und Mineralstoffverlusterasch wieder ausgleicht, es sollte reichlich Mineralwasser oder Saftschorlegetrunken werden, um die fehlende Flüssigkeit zu ersetzen. Saure, scharfe odersalzige Speisen helfen gegen die Übelkeit. Die Säure fördert denAlkoholabbau, das Salz ersetzt verlorene Mineralstoffe und die scharfenGewürze regen die Verdauung an. Typische Katerspeisen wie Rollmops, heißeFleischbrühen, Salzstangen und saure Gurken sind also biologisch sinnvoll.Wer dies nicht essen kann, greift zu anderem Herzhaften wie einVollkornbrot, einer kräftigen Gemüsebrühe oder Tomatensaft mit Salz undPfeffer. Auch ein süßes Frühstück mit Honig, Obst und Joghurt ist eineAlternative zu dem schwer verdaulichen Rollmops. Honig enthältFruchtzucker, der den Abbau von Alkohol fördert. Vitamin C hilft der Leberbei der Entgiftung.Umstritten ist die Wirkung einer starken Tasse Kaffee. Bei manchenKatergeplagten verstärkt sie eher die Kopfschmerzen, anderen hilft vorallem ein Espresso mit Zitronensaft. Koffein in Verbindung mitZitronensäure blockiert ein Enzym, das an der Freisetzung vonProstaglandinen beteiligt ist. Diese hormonähnlichen Substanzen spieleneine wichtige Rolle bei der individuellen Wahrnehmung von Kopfschmerz.Allerdings geht Unwohlsein nicht immer auf das Konto eines ausgewachsenenKaters zurück. In vielen Weinen finden sich andere Übeltäter, die zuKopfschmerzen, Sodbrennen oder Erbrechen führen können. Histamin und auchFlavonoide können bei empfindlichen Menschen diese Beschwerden auslösen.Bei Bier und Obstlern kann das Schädelbrummen auf das Konto derFuselalkohole gehen.
Mein guter Tipp an Euch:
Überhaupt kein guter Rat ist, den Morgen mit dem gleichen alkoholischen Getränk zu beginnen, mit dem der Abend zuvor beendet wurde.
Damit wird der Kater nur verschoben und die Leber zusätzlich belastet.

Lichttherapie - mit Licht zu mehr Wohlbefinden

Es ist die Zeit der kurzen Tage und spärlichen Sonnenstunden. Während die einen sich auf die eisige Jahreszeit freuen, leiden andere unter saisonal abhängigen Depressionen.
Eine Linderung dieses Leidens verspricht die Photo- oder Lichttherapie.
Viele Menschen sind von der kalten Jahreszeit wenig beeindruckt, es fällt ihnen der Abschied vom Sommer nicht gerade leicht. Für manche Menschen ist diese dunkle Jahreszeit unheimlich belastend, sie leiden unter SAD, das ist die Saisonal Abhängigen Depressionen. Es stellen sich dann Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und besonders Heißhungerattacken ein. Am auffälligsten beobachtet man es bei den Menschen, die diese Merkmale der SAD haben, wenn sie wieder genug Licht bekommen. Aber auch Personen mit anderen Depressionsformen sprechen auf Licht an. Künstliche Lichtquellen sind eine gute Möglichkeit, weil im Winter die Sonnenstrahlen sehr spärlich sind, um das Wohlbefinden zu steigern. Gerade Menschen profitieren von den künstlichen Lichtbädern, die herkömmliche Antidepressiva nicht vertragen oder einnehmen dürfen.
Und das funktioniert so:
Gewissermaßen die Bausteine des Lichts, die Photonen, gelangen über den Sehnerv in unser Gehirn und reagieren mit dem Ausschütten zahlreicher Hormone, zum Beispiel: Serotonin und Noradrenalin. Das allgemeine Befinden und die Stimmungslage verbessert der neurotransmitter Serotonin, außerdem hat es eine positive Wirkung auf den Tiefschlaf.
Schlafstörungen, Gefühlshemmungen und Konzentrationsmängel werden abgebaut, schon bereits nach einer Behandlungsdauer von vier Tagen. Nicht nur Menschen mit Depressionen profitieren von der Lichttherapie. Jeder kann- ins rechte Licht gerückt- seine Konzentration verbessern und das Wohlbefinden erheblich steigern.

Die Lichttherapie kann auch Menschen mit Neurodermitis helfen, dieses wurde durch Zufall belegt werden. Licht hat bei einer bestimmten Wellenlänge die Eigenschaft, entzündete Hautzellen abzutöten und dann von körpereigenen Fresszellen aufgenommen. Diese werden zu den Lymphknoten transportiert, darüber erhält das Knochenmark das Signal, die Produktion von Neurodermitis auslösenden Zellen zu stoppen. So kann sich die Haut nach und nach erholen und schließlich ganz ausheilen.Die Lichttherapie kann in den eigenen vier Wänden oder beim Arzt in speziellen Zentren durchgeführt werden. Eine entsprechende Lampe mit mindestens 2.000 Lux kann man im Fachhandel erwerben. Das verwendete Vollspektrumlicht kommt ohne UV-Strahlen aus und ermöglicht damit eine schonende Anwendung.Die Behandlung sollte gerade in den Morgenstunden erfolgen um Geist und Körper Energie für den Tag zu spenden. Je nach Lichtstärke werden zwei Stunden bis 30 Minuten Behandlung empfohlen.

Cholesterin, aber auf Ostereier muss nicht verzichtet werden!

Meistens sind sie bunt bemalt oder kunstvoll verziert: schon seit Jahrhunderten gehören zum Osterfest die Ostereier. Manche Menschen verschenken sie, andere verstecken sie für die Kinder, viele wollen sie einfach nur essen und genießen. Auch der gesundheitsbewusste Mensch muss nicht auf sie verzichten, denn echte Ostereier sind gesünder als man denkt.
Schon um 5.000 v. Chr. verschenkten die Chinesen zum Frühlingsanfang bunte Eier. Im 4. Jahrhundert wurden den römisch-germanischen Gräbern rote Eier beigelegt, da diese als Symbol für Leben und Auferstehung galten. Im Mittelalter erhielten die Grundherren an Ostern das Ei als Teil der jährlichen Pacht.
Lange Zeit wurde das Hühnerei ernährungsmedizinisch als Cholesterinbombe verschrien, da es mit 200 bis 300 mg Cholesterin pro Ei den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen abdeckt. Studien konnten jedoch belegen, dass das Cholesterin aus dem Hühnerei nicht zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels führt, da dieser bei gesunden Menschen im Blut durch einen Regelmechanismus gesteuert wird und deshalb konstant bleibt. Durch das im Hühnerei vorhandene Lecithin wird darüber hinaus die komplette Aufnahme des Cholesterins aus dem Ei verhindert.Da das Hühnerei wichtige Nähstoffe für den menschlichen Körper liefert, kann es sogar als Bestandteil einer gesunden Ernährung betrachtet werden. Es enthält besonders hochwertiges Eiweiß, das zum Aufbau von körpereigenen Proteinen genutzt werden kann. Zudem sind wichtige Vitamine und Mineralstoffen enthalten.
Wie viele Eier dürfen nun gegessen werden, so das es auch nicht schädlich für unseren Körper wird?
Aufgrund des hohen Fettgehalts sollten laut aid-Infodienst dennoch nicht mehr als zwei bis drei Eier in der Woche gegessen werden. Über die Ostertage sind jedoch vorübergehend auch schon mal ein bis zwei Eier täglich erlaubt. Für Kinder bis zum neunten Lebensjahr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund ein bis zwei Eier pro Woche. Nicht vergessen werden sollte, dass bei diesen Werten auch Backwaren und andere Ei - haltige Speisen mitzählen.Menschen, die unter Diabetes oder einer Störung im Fettstoffwechsel leiden, sollten mit ihrem Eierkonsum jedoch zurückhaltend sein und höchstens ein Ei in der Woche verzehren, da bei ihnen die Regelung des Cholesterinspiegels im Blut nicht richtig funktioniert. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann wiederum, neben anderen Faktoren wie Übergewicht und Nikotinkonsum, eine Arterienverkalkung verursachen, die im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führt.

Schlussfolgernd von der Cholesterinfalle Ei?
Wie so oft lautet auch hier die Antwort "Jein"! Denn neben falscher Ernährung mit zu vielen Eiern, zu viel Fett und anderen Sünden gibt es noch zahlreiche Ursachen für hohe Cholesterinwerte im Blut. Auch die Gene spielen eine Rolle. Aber durch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten können hohe Cholesterinwerte fast immer gesenkt werden.
Hart gekocht, gebraten, gerührt, pochiert oder eingelegt: Für viele gehören Eier auf Grund ihres hohen Eiweißgehaltes zu den biologisch wertvollsten Lebensmitteln. Sie enthalten Mineralstoffe und fast alle Vitamine.
Aber in Eiern ist auch viel Cholesterin und vor hohen Cholesterinwerten im Blut warnen Ärzte und Ernährungswissenschaftler!

Zimt - Geschichtliches und Wissenswertes

Das Gewürz gehört nicht nur zur Weihnachtsbäckerei, sondern passt auch zu herzhaften Speisen und ist äußerst gesund.
Wer Zimt nur zum Backen verwendet, hat mindestens drei Fassetten des Gewürzes verkannt. Mit Zimt kann man neben süßen auch exotische herzhafte Gerichte zubereiten, oder ihn in Form von ätherischem Öl als Raumduft und zur Massage verwenden.
Die Weihnachtszeit ohne Zimtsterne und Zimtwaffeln, das wäre wie eine Suppe ohne Salz. Früher war das beliebte Glühwein- und Lebkuchengewürz eines der teuersten. Auch Handel wird damit schon lange getrieben. Arabische und phönizische Kaufleute boten zur Zeit der Pharaonen die aromatische Rinde in Ägypten zum Verkauf. Ursprünglich stammt Zimt aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, und von der Ostküste Indiens. Von dort aus wurde er nach Venedig verschifft und auf Lasttieren oder von Menschen über die alten Gewürzstraßen in unsere Regionen gebracht. In Deutschland galt vor allem Nürnberg als Umschlagplatz des Gewürzhandels. Zimt wächst an Bäumen, nicht als Frucht, sondern als dünne Innenschicht der Rinde von immergrünen Zimtbäumen. Die 275 Arten umfassende Gattung gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Zur Gewinnung von Zimt werden aber nur wenige Arten herangezogen, von denen der maximal zwölf Meter hohe Echte Zimtbaum (Cinnamomum zeylanicum) aus Sri Lanka das feinste Aroma liefert. Eine schärfere und billigere Zimtvariante stammt aus Südchina (Kassia-Zimt oder Cinnamomum aromaticum), wird heute aber auch auf Sumatra angebaut. Die dünne Rindenschicht rollt sich röhrenartig zusammen und ergibt, zu mehreren solcher Röhrchen zusammengefügt, den so genannten Stangenzimt (Canehl). Üblicherweise werden zehn getrocknete Zimt-Röllchen von je 0,3 bis 1 Millimeter Stärke ineinandergelegt und zu zehn Zentimeter langen Stangen geschnitten. Je dünner die papierartige Rinde ist, umso feiner ihr Geschmack. Üblich ist jedoch auch der pulverförmiger Zimt, der vorwiegend aus der chinesischen Baum - Variante gemahlen wird oder aus Zimtbruch.
Wichtige Zimtlieferanten sind auch jene Länder, wo der Pfeffer wächst, denn er stellt 35 Prozent der importierten Gewürze, gefolgt von Paprika, Koriander und Kümmel. Statt Zimt und andere Gewürze bereits veredelt, also z. B. gemahlen, zu importieren, wird lieber Rohware eingeführt. Sie lässt sich kühl, trocken und lichtgeschützt lange lagern. Gemahlen oxidieren die Gewürze rasch und verlieren ihre fürs Aroma so wichtigen ätherischen Öle, die etwa vier Prozent der Zimtrinde ausmachen. Deshalb sollten Endverbraucher gemahlenen Zimt in kleinen Mengen kaufen und möglichst schnell verwenden. Länger hat man an Zimtstangen Freude. Sie bleiben jahrelang aromatisch und werden am besten in einem dicht verschließbaren Glas trocken und dunkel aufbewahrt.
Seit rund 5000 Jahren, zunächst offenbar in China, verfeinert Zimt Speisen und hilft bei Magenschmerzen, Mundgeruch oder Blähungen. Die Römer der Antike nutzten Zimt als Gewürz und Arznei, als Parfüm, Räucherwerk oder als Opfergabe. Dass Zimt dem Magen gut tut und die Verdauung anregt, ist seit Jahrtausenden bekannt. Inzwischen weiß man auch, dass Zimt hilfreich für Diabetiker des Typs 2 sein kann, da Zimt sich positiv auf die Insulin- und Cholesterinwerte auswirkt. Zimt ist in unseren Regionen seit dem Mittelalter bekannt für seine Heilkraft. Allergiker müssen jedoch vorsichtig sein. Bei einer Überempfindlichkeit kann es beispielsweise zu Hautrötungen kommen. Der chinesische Zimt, Kassia / Cassia genannt, verfüge über eine schwächere heilende Wirkung, man kann ihn leicht an seinem weniger intensiven Geschmack erkennen.
Während die Verwendung von Zimt in den meisten europäischen Ländern auf Kuchen und Süßspeisen beschränkt ist, werden im Vorderen Orient Fleischeintöpfe damit gewürzt, insbesondere die mit Lammfleisch wie z. B. Orientalische Lammstelzen mit Kartoffeln und Curry - Kokos - Lamm
Auch Füllungen aus Trockenfrüchten für Geflügel oder Schweinebraten enthalten Zimt, und nicht zuletzt schmeckt das edle Gewürz vorzüglich zu gebuttertem Kürbis oder zu Süßkartoffeln.
Zimt schmeckt würzig-süß, aber nicht zu süß. Eigentlich ist das Aroma unvergleichlich, kein anderes Gewürz hat diese milde Komponente. Zimt passt etwa zum Frühstücksmüsli gibt Kaffee oder Tee eine besondere Note, er harmoniert aber auch hervorragend mit scharfen Gewürzen.
Was viele nicht wissen ist, dass Curry kein eigenständiges Gewürz ist, sondern aus einer Gewürzmischung besteht, die immer Zimt enthält. In Indien hat jeder Koch und jede Hausfrau eine eigene Rezeptur für Currypaste und -pulver, die wie ein Geheimnis gehütet wird.
Vielleicht haben sie Lust bekommen, selbst mal mit Zimt zu experimentieren und Ihre Curry – Mischung selber herzustellen. Was Sie dazu brauchen, ist eine Gewürzmühle. Bereiten Sie immer nur kleine Mengen zu, da sonst das Aroma ausraucht und auch die heilende Wirkung beeinträchtigt wird.
Eine weitere Zimtvariante ist die Zimtblüte (sieht ähnlich aus, wie eine Nelke und hat auch in etwa die gleiche Größe). Die Zimtblüte ist die getrocknete Cassiaknospe, sie schmeckt intensiv süß - zimtig, ist aber wegen der Größe gut zu dosieren.
Eine Zimtblüte zusammen mit etwas Sternanis und Wacholder z. B. eignet sich gute zur Aromatisierung von Wildsaucen. Es lohnt sich auf alle Fälle mal nach Zimtblüten Ausschau zu halten.

Neuste Nachrichten von der Verbraucherzentrale: Getrübter Genuss durch Cumarin:

Zuviel leberschädigendes Cumarin in zimthaltigem Gebäck hat die amtliche Lebensmittelüberwachung entdeckt. Die gesetzlich erlaubte Höchstmenge für den Naturstoff (2 Milligramm je Kilogramm zimthaltige Lebensmittel) wird bis heute in vielen Proben deutlich überschritten. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale dürften diese Produkte gar nicht in den Handel gelangen. Derzeit werden jedoch mit amtlicher Duldung lediglich Lebensmittel aus den Regalen genommen, von denen bei üblichem Verzehr eine gesundheitliche Gefährdung ausgeht: also Produkte mit deutlich höheren Cumarin - Gehalten, manchmal bis zu 60 Milligramm pro Kilogramm. Diese fehlende Beachtung von geltenden Grenzwerten, also geltendem Recht, ist ein Skandal. Der Versuch der Verharmlosung des lebertoxischen Stoffes in Lebensmitteln durch verschiedene Hersteller, Verbände und Gesellschaften dient in erster Linie wirtschaftlichen Interessen. Gesetzesverstöße sind kein Kavaliersdelikt. Verbraucher haben einen Anspruch auf gesetzeskonforme Lebensmittel.
Zimt wird ganzjährig in der Lebensmittelproduktion eingesetzt, zum Beispiel in Frühstücks Cerealien, Apfel-Zimt-Müsli, Bratapfeljoghurt, Milchreis mit Zimt und Zucker, Eis, Glühwein, aromatisierten Teemischungen oder Weihnachtsgebäck, Schokolade und Marzipan.

Ein paar Regeln für den Einkauf:
Zimtprodukten lässt sich nicht ansehen, ob sie Cumarin enthalten und wie hoch die Belastung ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, dass Kinder unter fünf Jahren zimthaltige Lebensmittel, gleich ob zu Hause oder industriell hergestellt, nur einmal pro Woche essen sollten. Auch Erwachsene sollten mit diesen Lebensmitteln zurückhaltend umgehen.
Finden Sie Ihre Produkte nicht in der Liste, fragen Sie beim Hersteller nach und erhöhen damit den Druck zur Veröffentlichung der Cumarin - Gehalte!
Kaufen Sie nicht einfach „Zimt“, sondern Ceylon-Zimt (Kaneel), der im Gegensatz zu Cassia - Zimt kaum mit Cumarin belastet ist. Gemahlenen Ceylon-Zimt gibt es im Gewürzhandel, Reformhäusern und Apotheken. Er ist etwas teurer als der andere Zimt, aber es geht um die Gesundheit.
Wenn Sie zimthaltiges Gebäck, insbesondere Zimtsterne, beim Bäcker kaufen, fragen Sie eindringlich nach, welcher Zimt verwendet wurde. Bäcker vor Ort können auf die aktuelle Diskussion noch reagieren.
Wer bisher viel Zimt konsumiert hat, braucht nicht zu befürchten, dass er bleibende Leberschäden davonträgt. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) können eventuelle Schäden vollständig ausheilen.
Das BfR äußert schwerwiegende pharmakologisch-toxikologische Bedenken gegen Zimtpräparate für Diabetiker und weist darauf hin, dass geprüfte und zugelassene Medikamente zur Behandlung von Diabetes mellitus zur Verfügung stehen. Sowohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als auch das BfR halten die regelmäßige Einnahme großer Zimt-Mengen im Gramm-Bereich, wie sie offenbar auch von Ärzten empfohlen wird, für gesundheitlich bedenklich. Mögliche wirkungsrelevante Bestandteile sind nicht standardisiert, es gibt keine Langzeituntersuchungen auf unerwünschte Wirkungen. Nach neuesten Wissen auch die Verbraucherzentrale schließt sich dem an und rät von der Einnahme von Zimtkapseln zur Regulierung des Blutzuckerspiegels ab.
Die Forderungen der Verbraucherzentrale richten sich an Hersteller, Handel, Behörden und Gesetzgeber.
Unverzügliche Information der Öffentlichkeit über die Untersuchungsergebnisse unter Nennung von Produktnamen und Höhe der Belastungen durch Behörden und Hersteller sowie Sammlung und Veröffentlichung aller bundesweit erhobenen Ergebnisse an einer zentralen, Verbrauchern zugänglichen Stelle
Entfernung von Produkten aus dem Handel, die den in der Aromenverordnung festgelegten Grenzwert überschreiten.
Beibehaltung und Durchsetzung der europäischen Grenzwerte für den Cumarin-Gehalt in Lebensmitteln.
Qualitätsstandards für Zimt inklusive eines Grenzwertes für Cumarin in Zimtpulver.
Hersteller müssen sicher stellen, dass Grenzwerte eingehalten werden.
Einstufung von Zimtpräparaten für Diabetiker als zulassungspflichtige Arzneimittel.

Diese Infos habe ich aus den Nachrichten und Infos der Verbraucherzentralen.

Gläser oder Marmeladengläser aus Bleikristall, giftig oder nicht

Ich habe eine Bekannte, die hat zum Geburtstag schöne Marmeladengläser mit Deckel geschenkt bekommen. Nun hat sie entdeckt, dass sie aus Bleikristall sind. Sie kam zu mir und wollte von mir wissen:
Kann ich die benutzen? Vielleicht findest du Infos darüber.
Sie hatte sich schon im Internet und überall informiert, aber nichts darüber gefunden, ob Lebensmittel, die länger in Bleikristallgefäßen lagern, mit Blei angereichert sind und deshalb ungesund werden. Sie meinte nun weiter sehr erstaunt: Soweit sie wüsste, wird Bleikristall nicht mehr für die Herstellung von Nahrungsmittel - Behältnissen verwendet. Daher war sie sehr verwundert, dass V&B so etwas als Marmeladenglas anbietet. Ihre Frage war nun, ob sie ein hohes Risiko eingehe, oder ob die Bleimengen so gering seien, dass sie nicht schädlich sind.
Meiner Ansicht nach und logischen Denkens, braucht Ihr keine Sorgen haben, das kann nicht passieren. Die Bleimenge ist a) zu gering b) chemisch so eingebunden in dem Glas, dass kein Austreten möglich ist. Wenn die Gläser nicht lebensmittelgerecht wären, müsste es zudem dabeistehen, dürften somit auch nicht als Marmeladengläser angeboten werden.
Um Euch einmal um Bleigläser zu informieren, habe ich mich einmal selbst schlau gelesen und möchte es Euch in diesem Zusammenhang mitteilen.
Bleikristall ist eine Bezeichnung für glattes oder geschliffenes Bleiglas.
Chemische Zusammensetzung:
Bei der Bleiglas genannten Sorte Glas ersetzt man die üblichen Erdalkalien wie Calciumoxid durch Bleioxid. Der Anteil für echtes Bleiglas muss dabei mindestens 18 % betragen. Geschliffenes Bleiglas wird oft auch als Bleikristall bezeichnet. Bleiglas ist auch in dickwandigen Gefäßen klar und lässt sich gut schleifen. Bleiglas zeichnet sich durch eine hohe Brechzahl, Farblosigkeit, Glanz und einen schönen Klang aus. Kennzeichnend ist auch das hohe spezifische Gewicht von 3,5-4,8.
Die Definition Bleiglas ergibt sich aus der Zschimmerschen Regel %K2O = (76% - %PbO) x 0,27 ! Wobei hier der überwiegende Alkalienanteil durch K2O eingebracht wird.
Die Bezeichnung „Bleikristall“ ist irreführend, da es sich nicht um einen Kristall, sondern um ein Glas, also einen amorphen Feststoff handelt.
Es ist ein aus Quarzsand, Pottasche und Bleimennige (Pb3O4) hergestelltes Schmuckglas und wird häufig als Edelsteinimitation für Strasssteine verwendet.
Bleikristall ist auch ein Synonym für hochwertige Gebrauchsgegenstände aus Bleiglas, vor allem Trinkgläser für Wein und Sekt, Karaffen, Kerzenleuchter, Schalen, Dosen, Kuchenplatten und oder wie bei unserm Beispiel als Marmeladengläser. Weiterhin werden Sammlermodelle (z.B. Autos) aus Bleikristall produziert.
Zur Herstellung farbigen Bleikristalls gibt es zwei Methoden. Die günstigere Methode ist das Bemalen der Gläser mit speziellen Farben, die durch einen anschließenden Brennvorgang dauerhaft mit dem Glas verbunden bleiben.
Hochwertige farbige Bleikristallgläser werden in der sogenannten Überfangtechnik hergestellt. Dabei wird das flüssige Glas in eine Schale aus farbigem Überfangglas gegossen und anschließend in Form gebracht. Durch das Wegschleifen der farbigen Oberfläche nach dem Erkalten entstehen bunte Glasstrukturen. Derartige Gläser sind oft Handarbeit und deshalb entsprechend teuer.
In Deutschland wird Bleikristall inzwischen auch industriell gefertigt, indem das Glas maschinell gepresst oder in Formen geblasen wird. Dabei entsteht bereits die typische Form des Glases und der Schleifvorgang entfällt. Die Oberfläche wird danach in Fluorwasserstoffsäure geätzt, man spricht dabei von der Säurepolitur. Für glatte Gläser ohne Schliff kommt auch die günstigere und umweltfreundlichere Feuerpolitur zum Einsatz, wobei die Gläser durch gleichmäßiges Erhitzen der Oberfläche geglättet werden.
Weiterhin interessantes:
Ein Bleiglas mit sehr hohem Bleioxidgehalt (> 40 %) ist das in der Optik verwendete Flintglas.
Der als Edelsteinersatz verwendete Strass ist ebenfalls ein besonderes Bleiglas.
Aufgrund der hohen Dichte werden Fenster mit Bleiglas zur Abschirmung von Strahlungsquellen in der Radiologie, Nuklearmedizin und in der Technik verwendet, wo eine freie Sicht in den Strahlungsbereich notwendig ist.
Bleiglas wird in der Kern- und Teilchenphysik als Nachweismedium und zur Energiebestimmung von schnellen, geladenen Elementarteilchen verwendet. Dabei werden Bleigläser in Form von typischerweise 20 bis 30 Zentimeter langen Blöcken zu Wänden geschichtet, an deren Rückseite die im Bleiglas entstehende Tscherenkow-Strahlung mit Fotovervielfachern (Photomultiplier) in elektrische Spannungssignale umgewandelt wird. Solche Bleiglaswände können aus einigen Tausend Blöcken bestehen und so Flächen von mehreren Quadratmetern überdecken. Aufgrund ihrer Verwendung zur Energiemessung von Elektronen, Positronen und Photonen werden Bleiglaswände auch den elektromagnetischen Kalorimetern zugerechnet.

Die Bleikristallgläser oder auch Marmeladengläser könnt Ihr beruhigt benutzen, sie sind nicht giftig!
Ich habe die Informationen von meiner Tochter, die in Physik/Chemie über Bleikristall im Unterricht einiges gelernt hat. Des weiteren hat sich das Ereignis mit den Marmeladengläser so abgespielt, wie hier berichtet.
Klarstellung: Also nicht bei Wiki abgeschrieben!! Dieses hatte ein anonymer Leser behauptet.

Dienstag, 21. August 2007

Info an alle Verbraucher, das hat sich in diesem Jahr 2007 geändert

Sparerfreibetrag
Das Finanzamt hält schon bei kleinen Sparsummen die Hand auf. Sparer erleben ab dem 1. Januar harte Zeiten. Verantwortlich hierfür ist die Minderung des Sparerfreibetrags von derzeit 1.370 Euro/2.740 Euro auf nur noch 750 Euro/1.500 Euro (ledig/verheiratet).
Deshalb wichtig: Sparer, die bei mehreren Banken Freistellungsaufträge gestellt haben, müssen ihre Aufträge den neuen Werten anpassen!

Elterngeld
Wenn Ihr Kind erst zu Beginn des neuen Jahres das Licht der Welt erblickt, darf sich freuen, denn dann gibt es das neue Elterngeld.
Rund 67 Prozent vom letzten Nettoeinkommen, maximal 1.800 Euro, bekommen dann monatlich Mütter und Väter, die ihre Berufstätigkeit bis zu zwölf Monate für das Kind unterbrechen. Zusätzlich kann der andere Partner auch noch mal 2 Monate aussetzen. Außer der Obergrenze der Leistung von 1.800 Euro gibt es keine Verdienstobergrenze. Beim vorherigen Erziehungsgeld gab es eine Obergrenze von 30.000 Euro für das gesamte Familieneinkommen.

Kindergeld
Kindergeld gibt es nur noch bis zum 25. nicht mehr bis 27. Lebensjahr, so steht auch hier die Änderung an. Für alle aber, die dieses Jahr bereits 25 geworden sind oder noch werden, wird alles beim Alten bleiben. Wer dieses Jahr 24 wird (oder schon wurde), der bekommt immerhin noch bis zum 26. Geburtstag Kindergeld. Alle anderen trifft die Kürzung des Kindergeldes auf 25 voll.

Arbeitslosenversicherung
Ab dem 1.1.2007 zahlt die Bundesnetzagentur für ALG II-Empfänger weniger Rentenbeitrag. Statt 78 Euro gibt es nur noch 40 Euro im Monat für die Altersvorsorge.

GEZ -Gebühren fürs Internet
Für alle, die sich bisher vor GEZ - Gebühren drücken konnten, wird es im neuen Jahr richtig schwer. Dann werden für Computer mit Internetanschluss Gebühren erhoben. Wer bereits zu Hause für TV und Radio zahlt, braucht diesen Betrag allerdings nicht zusätzlich zahlen.

Mehrwertsteuer
Mit dem Jahreswechsel wird der allgemeine Mehrwertsteuersatz von 16 auf 19 Prozent angehoben. Für ein Kleidungsstück mit einem Wert von 20 Euro werden also nicht mehr 3,20 Euro, sondern 3,80 Euro Mehrwertsteuer fällig. Lebensmittel sind nicht von der Erhöhung betroffen. Hier werden weiterhin nur sieben Prozent Mehrwertsteuer berechnet.

Versicherungssteuer
Genau wie die Mehrwertsteuer wird die Versicherungssteuer ab Januar 2007 von 16 auf 19 Prozent angehoben. Dabei erhöht sich auch der besondere Steuersatz für bestimmte Versicherungen. So werden für Feuer- und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung 14% (bisher 11%), für Gebäudeversicherung mit Feuerversicherung 17,75% (bisher 14,75%) und für die Hausratversicherung mit Feuerversicherung 18% (bisher 15%) Versicherungssteuer fällig.

Rentenversicherung
Der Beitragssatz für die Rentenversicherung soll zur Stabilisierung der Rentenfinanzen 2007 von 19,5 auf 19,9 Prozent angehoben werden und bis 2009 stabil bleiben. Zusätzlich wird die Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Steuerliche Absetzbarkeit für die Altersvorsorge
Vorsorgekosten (gesetzliche Rente plus Rürup) sind grundsätzlich steuerlich absetzbar. Der Gesetzgeber hat jedoch bei der Höhe der absetzbaren Kosten enge Grenzen gezogen. Das sind im Jahr 2006 62 Prozent der Beiträge, höchstens also 12.400 Euro. Im Jahr 2007 sind es 64 Prozent, höchstens 12.800 Euro.

Pendlerpauschale
Ab dem 1.1.2007 sind Berufspendler schlechter gestellt. Vor allem diejenigen, die eine Strecke unter 21 Kilometern zurücklegen, sind im Nachteil. Denn erst ab dem 21. Kilometer dürfen 30 Cent pro gefahrenen Kilometer für die einfache Strecke als Werbungskosten abgezogen werden. Auch Bus- u. Bahnfahrer dürften sich ärgern: Die tatsächlichen Kosten für ein Ticket können überhaupt nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden. Auch hierbei gilt dann nur die Pauschale ab dem 21. Kilometer.
Kleiner Lichtblick: Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) werden die Deutschen 2007 etwas mehr Konsumpotenzial haben als 2006. Laut GfK stehen den Verbrauchern Nettoeinkommen von insgesamt 1.488 Milliarden Euro zur Verfügung. Pro Kopf entspricht dies einer Kaufkraft bzw. einem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 18.055 Euro im Jahr, das jeder Bundesbürger für Lebensunterhalt und Konsum ausgeben kann.

Kleine „Sünden“ bestraft der gute Schlaf

Ein deftiges Abendessen mit einem großen, saftigen Stück Steak, dazu ein paar Gläschen Wein und vielleicht noch ein kleiner Espresso, um das Festmahl abzurunden: Träumen Sie auch gerade davon? Und das zu später Stunde? Dann sollten Sie es bei dieser Träumerei belassen, denn übermäßiges Schlemmen vor dem Schlafengehen kann sich sehr negativ auf Ihren erholsamen Schlaf auswirken.
Vor allem jene Menschen, die sowieso schon häufig unter Einschlaf- oder Durchschlafproblemen leiden, sollten ihren Körper vor dem Schlafengehen nicht noch zusätzlich mit fettem Essen oder übermäßig viel Alkohol belasten.
Große und schwere Mahlzeiten passen nicht zum guten, erholsamen Schlaf. Denn je fetter das Essen ist, desto länger liegt es im Magen. Zu empfehlen sind vielmehr leichte Mahlzeiten, wie etwa Reis, Weißbrot oder gekochter Fisch. Fettes Fleisch hingegen sollte vom Tellerrand verbannt werden, denn man benötigt dafür acht Stunden und mehr, um dieses zu verdauen. Auch Ölsardinen oder Pilze, Chips oder Schokolade eignen sich abends weniger. Wer überhaupt regelmäßig unter Schlaflosigkeit leidet, dem ist zu raten, zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen gar nichts mehr essen. Dass koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee oder schwarzer Tee, nicht schlaffördernd sind, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Viele meinen jedoch, Alkohol könne nicht schaden. Das ist allerdings ein Irrglaube, vor allem wenn es sich um große Mengen handelt. Auch wenn Sie vielleicht leichter einschlafen können, wachen Sie in der Regel auch schneller wieder auf und können dann nur schwer wieder einschlafen. Greifen Sie lieber zu einem Glas warmer Milch oder einem entspannenden Kräutertee, Ihr erholsamer Schlaf wird es Ihnen danken. Der Traum von Steak, Wein und Espresso sollte also vielmehr ein Tagtraum bleiben, dann ist es auch nicht schlimm, wenn Sie diesen Traum wahr werden lassen.

Ist Kaffee gesund oder nicht?

Kaffee reizt den Magen. Kaffee kann Herzinfarkte auslösen. Kaffee macht süchtig. Das hat zumindest meine Großmutter immer so erzählt und uns, die wir bereits erwachsene „Kinder“ waren, stattdessen lieber Malzkaffee oder Kakao angeboten. Dabei ist längst klar: Weder gibt es eine Kaffee-Sucht noch macht Kaffee krank.
Tatsache ist doch, dass ohne einen Becher Kaffee viele Menschen morgens mit dem falschen Fuß aufstehen würden. Und das ist auch kein Problem, denn Koffein, der wichtigste Wirkstoff im Kaffee, ist in normalen Mengen unschädlich.
Im Gegenteil: Rund eine halbe Stunde nach dem ersten Schluck steigert Koffein die Gehirndurchblutung. Müdigkeit und schlechte Laune verfliegen schlagartig, die Aufmerksamkeit und Konzentration steigen, der Kreislauf kommt auf Touren. Bei Verstopfung erleichtert Kaffee den Gang aufs WC und selbst Heuschnupfen wird nach einem Kaffee oft erträglicher. Und oft lassen sich sogar Kopfschmerzen mit ein oder zwei Tassen Kaffee noch im Anflug zurückdrängen. Viele Schmerzmedikamente enthalten aus diesem Grund Koffein.
Der Gesundheit schaden, das tut nur zuviel Kaffee: Der Magen schüttet dann mehr Säure aus als sonst und der Darm rebelliert gegen die Reizstoffe, die beim Rösten der Kaffeebohnen entstanden sind. Wer am Tag mehr als vier Tassen trinkt, muss deshalb mit Sodbrennen, Händezittern und Durchfall rechnen. Dass Magengeschwüre nur durch Kaffee entstehen könnten, das ist jedoch höchst unwahrscheinlich. Meine Großmutter hat jedenfalls sehr viel „Bohnenkaffee“ getrunken und stets einen gesunden Magen gehabt.

Homöopathie auf Krankenschein

Seit dem 1. Juli 2006 können sich einige gesetzlich Versicherte neben der Akupunktur für eine weitere natürliche Heilmethode entscheiden: Auch homöopathische Behandlungen zählen nun zum Leistungskatalog mancher Krankenkassen. Ein integrierter Versorgungsvertrag mit dem Deutschen Zentralverein Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), dem Deutschen Apothekerverband und einzelnen Kassen macht die Kostenübernahme möglich.
Die Homöopathie gehört zu den bekanntesten alternativen Heilmethoden Deutschlands. Sie wurde im 18. Jahrhundert von Dr. Samuel Hahnemann begründet und basiert auf der Wesensähnlichkeit von Heilmittel und Krankheit. Durch eine ausführliche Fallaufnahme erstellt der homöopathische Arzt ein umfassendes Bild des Kranken mit allen körperlichen und seelischen Facetten. "Die Entscheidung für den Versorgungsvertrag beruht unter anderem auf den positiven Ergebnissen im Rahmen des Modellprojekts Naturheilverfahren", begründe Frank Neumann, Vorstand von BIG - Die Direktkrankenkasse (Info aus einem Gesundheitsmagazin), seine Entscheidung, dem Rahmenvertrag, der eine qualitativ hochwertige und patientenorientierte Versorgung sichern soll, beizutreten. Die BIG hatte schon 1999 ein Modellprojekt mit Homöopathie und Akupunktur ins Leben gerufen.
Wer sich als BIG-Versicherter zukünftig für eine homöopathische Behandlung entscheidet, erhält auf Vorlage der Versichertenkarte die Erst- und Folgeanamnese, die homöopathische Analyse und die homöopathische Beratung auf Krankenschein. Damit die Kasse die Kosten für die Behandlung übernehmen kann, müssen sich die Versicherten allerdings an einen Vertragsarzt wenden, der eine spezielle Zusatzqualifikation "Homöopathie" erworben hat. Die Praxisgebühr fällt übrigens nicht an, wenn bei der Behandlung ausschließlich eine ärztliche Leistung im Rahmen des IV-Vertrags Homöopathie in Anspruch genommen wird.
In den Integrationsvertrag eingebunden sind zudem Apotheker, die eine besondere homöopathische Eignung nachweisen können. Die verordneten homöopathischen Arzneimittel müssen die Patienten jedoch weiterhin aus eigener Tasche zahlen, sofern nicht die Ausnahmeliste des Bundesausschusses gilt. Abrechnungsfähig sind die Arzneien auch für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr.

Gesundheitsrisiko Fuchsbandwurm

Die von befallenen Füchsen zu Tausenden ausgeschiedenen Eier des Fuchsbandwurms sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Im menschlichen Organismus schlüpfen die Larven des Parasiten und wandern bevorzugt in die Organe, vor allem in der Leber richten sie schwere Schäden an. Folge kann eine lebensgefährliche Leberzirrhose sein. Der Fuchsbandwurm kommt in Deutschland in unterschiedlicher Häufigkeit vor. Insbesondere in Süddeutschland wurden in den letzten Jahren infizierte Füchse nachgewiesen. So sind auf der Schwäbischen Alb cirka 64 % der Füchse mit Parasiten befallen; in Nordrhein-Westfalen sind es bis zum 30 %. In Ostdeutschland scheint die Verbreitung wesentlich geringer zu sein (bis unter 1 % in Sachsen). Grundsätzlich empfiehlt sich, bodennahe Waldfrüchte (z.B. Heidelbeeren oder Preiselbeeren), Pilze und Kräuter vor dem Verzehr zumindest gründlich zu waschen. Einen sicheren Schutz bietet das Erhitzen. Da Fuchs- bandwurmeier sehr hitzeempfindlich sind, werden sie bei 50°C schon innerhalb weniger Minuten, bei 70°C sofort abgetötet. Sämtliche gekochten, gebratenen, gebackenen oder anderweitig erhitzen Lebensmittel können daher bedenkenlos verzehrt werden. Tiefgefrieren genügt dagegen nicht. Gemüse, Beeren und Fallobst aus waldnahen Gärten und von Feldern sollten genauso behandelt werden. Bei hochhängenden Früchten, z.B. Himbeeren und Brombeeren, ist das Infektionsrisiko gering. Da Füchse ihre Scheu vor Menschen überwunden haben, kommen sie immer dichter an bewohnte Gebiete heran. Niedrig wachsende Obst- und Gemüseplantagen in der Nähe von Gehölzen können von Fuchsbandwurmeiern befallen sein. Gründliches und häufiges Händewaschen bei der Gartenarbeit ist daher unbedingt erforderlich. Nager (z.B. Mäuse und Bisamratten) sind ein Zwischenwirt des Fuchsbandwurms, daher können auch Katzen und Hunde zum Überträger werden. Hygiene und damit das Händewaschen nach dem Schmusen ist hier der beste Schutz für den Menschen. Die Tiere sollten außerdem regelmäßig entwurmt werden.

Die Hauterkrankung, genannt Gürtelrose

Gürtelrose ist eine relativ häufige Hauterkrankung, von der vor allem Menschen im mittleren und höheren Alter betroffen sind. Die typischen Anzeichen sind Rötungen und schmerzhafte Bläschen auf der Haut. Der Hautausschlag selbst tritt meist nur auf einer Körperseite auf und zwar im Bereich von Brustkorb, Bauch oder Gesicht.
Ihren Namen verdankt die Gürtelrose der Verteilung des Ausschlags auf der Haut. Entlang der Nervenbahnen treten die Bläschen halbkreisförmig, häufig im Rumpfbereich, auf. Zunächst machen sich jedoch Juckreiz, Brennen und ein stechender Schmerz auf der Haut bemerkbar. In den folgenden Tagen zeigen sich dann die schmerzhaften Bläschen, die Betroffenen bekommen zudem oft Kopfschmerzen und sind sehr müde. Manchmal, aber nicht immer, kommt Fieber hinzu.
Vor dem Auftreten des Ausschlags ist eine Gürtelrose nur schwer zu diagnostizieren. Die starken Schmerzen im Rippenbereich können auch fälschlicherweise als Symptom für andere Erkrankungen gedeutet werden.
Die auftretenden Hautbläschen werden mit Tinkturen behandelt und verkrusten meistens nach wenigen Tagen; nach etwa zwei Wochen sind die Symptome auf der Haut meistens vollständig verschwunden. Die Schmerzen dauern allerdings oft wesentlich länger, vor allem bei älteren Menschen. Um die Schmerzen zu bekämpfen und die Ausdehnung des Virus im Nervenbereich zu verhindern, müssen die Patienten mit Medikamenten behandelt werden.
Der Erreger der Gürtelrose ist das so genannte Varicella-Zoster-Virus. Er verursacht meist im Kindesalter zunächst Windpocken, bleibt jedoch auch nach dem Abheilen der Windpockenbläschen oft in ruhender Form in den Nervenzellen erhalten. Wird das Virus erneut aktiviert, entsteht eine Gürtelrose. Wer als Kind Windpocken bekommt, erwirbt auf diese Art normalerweise eine natürlich Immunabwehr gegen die Erreger. Mit den Jahren lässt diese Abwehrkraft des Körpers allerdings nach und so kann es zu einer zweiten Krankheit, der Gürtelrose, kommen.
Warum das Virus erneut aktiviert wird, ist oft nicht bekannt. Gürtelrose tritt jedoch häufig in Stresssituationen und bei Menschen mit einer Vorerkrankung auf. Vor allem Frauen und Männer im Alter zwischen 50 und 70 Jahren bekommen Gürtelrose. Anfällig sind auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel Aids-Patienten oder Krebspatienten während einer Chemotherapie. Für diese und für weitere Risikogruppen gibt es deshalb eine Impfung.

Das ändert sich für Sie mit der Gesundheitsreform

Mit dem 1. April sind Teile der neuen Gesundheitsreform in Kraft getreten und es sind einige Neuerungen eingetreten. Zum ersten Mal haben beispielsweise auch ältere und alte Menschen einen Rechtsanspruch auf Reha - Maßnahmen, außerdem sind nun endlich wirklich alle empfohlenen Schutzimpfungen Pflichtleistungen der Krankenkassen. Diese und viele Dinge mehr regelt die Gesundheitsreform neu. Weil viele der Änderungen Einfluss auf Ihr Leben haben können, habe ich die wichtigsten für Sie in Kürze zusammengestellt:

Alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO, Robert-Koch-Institut in Berlin) empfohlenen Schutzimpfungen wie zum Beispiel gegen Diphtherie oder Hepatitis B werden nun von der Krankenkasse bezahlt. Das gleiche gilt für Vater- beziehungsweise Mutter-Kind-Kuren, wenn diese medizinisch gerechtfertigt sind.
Apotheken können Tabletten jetzt auch einzeln verkaufen. So sollen der „Medikamenten-Abfall“ und ein überflüssiger Tablettenkonsum eingeschränkt werden. Statt gleich eine ganze Packung mit 20 Kopfschmerztabletten zu kaufen, können Sie nun auch 4 oder sechs Tabletten in der Apotheke bekommen.
Versicherte von Krankenkassen müssen sich an eventuellen Folgekosten von selbst bezahlten Schönheitsoperationen beteiligen. Ist etwa bei einer Fettabsaugung etwas schief gegangen, muss die medizinische Nachbehandlung zum Teil ebenfalls aus der eigenen Tasche bezahlt werden.
Bislang waren Reha - Maßnahmen so genannte Ermessensleistungen: Die Krankenkasse konnte die Kosten dafür übernehmen, musste es aber nicht unbedingt. Seit dem 1. April haben nun Versicherte gesetzlicher Krankenkassen einen Anspruch auf alle medizinisch notwendigen Reha - Maßnahmen. Das gilt insbesondere auch für ältere und alte Patienten.
Viele Schwangere wollen statt in der Klinik lieber in einem Geburtshaus ihr Kind zur Welt bringen, mussten dafür bisher jedoch in die eigene Tasche greifen. Mit der neuen Gesundheitsreform sind die Krankenkassen verpflichtet, bei ambulanten Geburten im Geburtshaus einen Kostenzuschuss zu leisten. Menschen, die krank sind oder waren, sind oft die besten Ratgeber und schließen sich deshalb mitunter in Selbsthilfegruppen zusammen. Die Krankenkassen sind nun verpflichtet, die Arbeit von Selbsthilfegruppen im Bereich der gesundheitlichen Vorsorge oder der Rehabilitation finanziell zu unterstützen.
Mit der neuen Gesundheitsreform haben Schwerstkranke einen Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Versorgung. Ambulante Pflegeteams, so genannte Palliative-Care-Teams aus ärztlichem und pflegerischem Personal, können diesen Menschen nun ein würdevolles Sterben Zuhause statt in einer Klinik ermöglichen.
Für die Behandlung bestimmter Krankheiten wie Krebs sind spezialisierte Krankenhäuser oft besser gerüstet als eine Arztpraxis. Deshalb wird nun Patienten mit bestimmten schweren oder seltenen Erkrankungen der Zugang zur ambulanten Behandlung im Krankenhaus leichter gemacht.
Klinikärzte können seit dem 1. April Patienten, die aus der Klinik entlassen werden, für bis zu drei Tage häusliche Krankenpflege verordnen und Arzneimittel mitgeben. Bislang mussten sich aus der Klinik entlassene Patienten ihre Verordnungen von einem niedergelassenen Arzt ausstellen lassen, obwohl der Klinikarzt meist besser über den Gesundheitszustand des Patienten informiert ist.
Bislang hatten gesetzlich Versicherte nur im eigenen Haushalt Anspruch auf häusliche Krankenpflege. Das bisherige Gesetz übersah, dass immer mehr Menschen zum Beispiel in Wohngemeinschaften oder in betreuten Wohneinrichtungen leben. Mit dem 1. April besteht nun Anspruch auf häusliche Krankenpflege auch in anderen Wohnformen sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch Orten wie Schulen oder Behindertenwerkstätten.
Das alles hat sich nun geändert, wie es scheint auch einiges zum besseren.

Allgemeines zur Krankenzusatzversicherung

Grundsätzlich können alle Mitglieder einer Gesetzlichen Krankenversicherung eine Krankenzusatzversicherung beantragen, unabhängig davon, ob Sie freiwilliges oder Pflichtmitglied sind.
Allerdings verlangen alle Privaten Krankenversicherer, auch für die Beantragung einer Krankenzusatzversicherung, einen Überblick über Ihren Gesundheitszustand. Bei der Antragsstellung werden Ihnen Fragen, z. B. nach Erkrankung in den letzten Jahren, Unfällen, Zahnbehandlungen und Kuren gestellt. Der Versicherer kann einen Beitragszuschlag für schwerwiegende sowie noch nicht ausgeheilte Erkrankungen verlangen, einzelne Erkrankungen ganz vom Versicherungsschutz ausschließen oder Ihren gestellten Antrag komplett ablehnen. Nicht jede Versicherungsgesellschaft beurteilt die Risiken gleich. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall!
Im Krankenhaus haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf Behandlungen durch den jeweils Dienst habenden Arzt. Mit einer Zusatzversicherung können sie sich Extras, wie z. B. die Chefarztbehandlung und das Einbettzimmer sichern, die sonst fast immer Privatpatienten vorbehalten sind.
Hier mal die einzelnen Punkte bei einer gesetzlichen Krankenversicherung aufgestellt, bzw. die Ergänzungsmöglichkeiten, die Sie zusätzlich abschließen können.
Was ist bei der Gesetzliche Krankenversicherung alles dabei:
Auswahl des Krankenhauses
Behandlung im nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus. Privatkliniken nur im Notfall. Geht der Versicherte in ein teureres Krankenhaus als das nächstgelegene geeignete, muss er die Mehrkosten (höhere Pflegesätze und zusätzliche Transportkosten) selbst zahlen.
Unterbringung im Krankenhaus
Allgemeine Pflegekasse, d. h. in der Regel Mehrbettzimmer
Behandelnder Arzt
Die jeweils Dienst habenden Krankenhausärzte (z. B. Stationsarzt oder Assistenzarzt)
Arzthonorare für Krankenhausbehandlung
Arzthonorare sind in der Vergütung enthalten, die die Kasse dem Krankenhaus für jeden Behandlungstag oder pauschal für die gesamte Behandlung zahlt.
Zuzahlungen im Krankenhaus
10 € / Tag für maximal 28 Krankenhaustage im Jahr

Ergänzungsmöglichkeiten durch private Zusatzversicherung, oder wo ist der Unterschied:
Auswahl des Krankenhauses
Die meisten Tarife übernehmen die Mehrkosten, wenn der Versicherte ein anderes als das nächstgelegene geeignete Krankenhaus aufsucht. Einige übernehmen auch die zusätzlichen Transportkosten.
Einige Tarife übernehmen auch für Privatkliniken die zusätzlichen Kosten für Chefarztbehandlung und Ein- und Zweibettzimmer. Die Kosten für allgemeine Krankenhausleistungen zahlt der Versicherte dann aber selbst.
Unterbringung im Krankenhaus
Je nach Tarif Ein- oder Zweibettzimmer – nimmt der Patient dies nicht in Anspruch, bekommt er häufig ein Ersatzkrankenhaustagegeld. In manchen Tarifen werden zusätzlich die von vielen Krankenhäusern gesondert berechneten Kosten für Telefon-, Rundfunk- und Fernsehanschluss übernommen.
Behandelnder Arzt
Leitende Krankenhausärzte (Chefarzt). Manche Tarife zahlen auch für vor- und nachstationäre Behandlung und für ambulante Operationen durch leitende Ärzte.
Arzthonorare für Krankenhausbehandlung
Kostenübernahme für die Behandlung durch Chefärzte je nach Tarif bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte (3,5fach), in manchen Tarifen auch für Honorarvereinbarungen darüber hinaus. Berechnet der Arzt mehr, als die Versicherung übernimmt, muss der Patient die Mehrkosten selbst zahlen.
Zuzahlungen im Krankenhaus
Manche Zusatzversicherungen übernehmen die gesetzliche Zuzahlung.

Montag, 20. August 2007

Kinderlebensmittel, häufig zu süß und zu fett

Die Palette der Lebensmittel mit Spaßfaktor wird immer bunter. Bärchenwurst, Knusperflocken und Joghurt mit bunten Perlen sollen vor allem die Jüngsten zum Konsum animieren. Ernährungsexperten und Verbraucherschützern vergeht bei der angeblich gesunden Kost oft der Appetit. Mit Comics, Stickern, Sammelfiguren und auffälliger Verpackung locken die Hersteller ihre jungen Kunden. Kinderjoghurt, -quark, Brotaufstriche, fruchtsafthaltige Getränke und Frühstückscerealien bestimmen den Markt. Inzwischen gehören auch Tütensuppen, Nudelgerichte und Fischkonserven zum Sortiment der Kinderfänger. Den Eltern versprechen sie, dass Kinderlebensmittel gesund seien und weisen unter anderem auf die „Extraportion Calcium“ oder das „Plus für eine ausgewogene Ernährung“ hin. Den tatsächlichen Wert für die Ernährung der Kinder erfahren die Eltern aber meist nicht. Was in den Kinderlebensmitteln wirklich steckt, hat mit der Werbung nicht mehr viel gemeinsam. Ob Joghurts, Getränke, Wurst, Käse, Schokolade oder Hörnchen: Empfehlen kann die Verbraucherzentrale keines der Spezialprodukte. Besonders negativ fällt der hohe Zuckeranteil vieler Produkte auf. 100 Gramm Joghurt mit einrührbaren Schoko-Minis enthalten mehr als 18 Gramm Zucker, so viel wie sieben Stück Würfelzucker. Auch in vielen Kindermilchprodukten steckt reichlich Zucker. Frühstückscerealien können sogar bis zu 50 Prozent Zucker enthalten.
Viele Kinderlebensmittel sind zudem sehr fetthaltig. 13 Gramm Fett etwa im Fertigdessert tragen nicht zu einer ausgesprochen kindgerechten Ernährung bei. Da schneidet der mit Vollmilch selbst gemachte Pudding ernährungsphysiologisch viel besser ab. Auch Süßigkeiten wie zum Beispiel Schokolade können dazu beitragen, die Fettzufuhr zusätzlich zu erhöhen.
Mit Farb- und Aromastoffen (Zusatzstoffe) geizen die Hersteller ebenfalls selten. Die Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen erfolgt ohne erkennbares Prinzip. Oftmals übersteigen sie das Vielfache der empfohlenen Tageszufuhr für Kinder.
Die Kinderlebensmittel sind oftmals teurer als ihre normalen Varianten. Aufwändige Verpackung z. B. Minipacks, beworben als „kindgerechte Einzelportionen“, sind unnötig und verführen Kinder zu einem Weg-Werf-Verhalten. Tipps
Kinder brauchen keine speziellen Lebensmittel. Den größten Nutzen davon haben die Hersteller, wenn die Kasse klingelt.
Fehlt der exakte Zuckergehalt auf dem Etikett, hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Denn die beginnt immer mit dem Hauptbestandteil des Produkts. Wenn die Schokocreme „36 Prozent Haselnüsse“ enthält, die Zutatenliste aber mit „Zucker“ beginnt, liegt dessen Anteil darüber.
Stehen Sie den Versprechungen der Werbebranche kritisch gegenüber, etwa der Mär mit der „gesunden Extraportion Calcium“. Den Calciumbedarf kann man zwar mit Kinderschokolade genauso wie mit einem Viertel Liter Frischmilch decken. Die Schokolade liefert aber mehr als dreimal soviel Fett.
Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung Ihrer Kinder.
Sehr süße oder fettreiche Speisen sind generell nicht empfehlenswert.

Die Gesundheitsreform

Unsere Regierung und die Gesundheitsreform, der lange Weg bis zur Einigung
Unumstritten ist sie nicht, doch wenigstens ist die Reform einen Schritt weiter gekommen.

Langer Weg zur Einigung -
Die Stationen der Verhandlungen mal zusammengefasst für Euch:
30. November 2005:
Merkel verspricht in ihrer Regierungserklärung einen "neuen Ansatz". In den Koalitionsverhandlungen konnten die Parteien wegen der unterschiedlichen Modelle - Kopfpauschale der Union und Bürgerversicherung der SPD - keinen Kompromiss erzielen.
29. März 2006:
Die Regierungsparteien einigen sich auf grundsätzliche Ziele der Reform. 6. April 2006:
Eine Arbeitsgruppe aus jeweils acht Vertretern von Union und SPD aus Bund und Ländern soll Eckpunkte der Reform ausarbeiten.
11. April 2006:
Unionsfraktionschef Volker Kauder schlägt vor, die Krankheitskosten kostenlos mitversicherter Kinder aus Steuermitteln zu finanzieren. Zudem will er die Errichtung eines Gesundheitsfonds, in den die Beiträge von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und eventuell Steuermittel fließen. Daraus sollten die Krankenkassen einheitliche Beträge für jeden Versicherten erhalten. Die Idee stammt ursprünglich aus dem wissenschaftlichen Beirat des Gesundheitsministeriums
12. April 2006:
Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen kritisieren den Fonds, im Juni schließen sich Arbeitgebervertreter und private Krankenversicherungen der Kritik an.
18. Juni 2006:
Erstmals setzt sich Merkel öffentlich für die Einführung eines Gesundheitsfonds ein. CSU-Chef Edmund Stoiber droht mit einer Verschiebung der Reform, sollten deshalb die Steuern erhöht werden.
25. Juni 2006:
Die große Koalition verständigt sich darauf, das Gesundheitssystem teilweise aus Steuern zu finanzieren.
3. Juli 2006:
Union und SPD einigen sich auf Eckpunkte, darunter die Einführung eines Gesundheitsfonds. Krankenkassenkosten für Kinder sollen von 2008 an stufenweise aus Steuern finanziert werden.
6. September 2006:
Die Gesundheitsreform soll nach dem Willen Merkels um drei Monate verschoben und statt Januar erst zum 1. April kommen. An der Einführung des Gesundheitsfonds 2008 will Merkel festhalten.
26. September 2006:
Begleitet von immer heftigeren Schuldzuweisungen legen Union und SPD den kleineren Teil ihres Streits bei und verständigen sich etwa beim Beitragseinzug und dem künftigen Verband der Krankenkassen.
2. Oktober 2006:
Experten von Union und SPD einigen sich auf zentrale Regelungen für die privaten Krankenkassen und den erweiterten Risikostrukturausgleich für die gesetzlichen Kassen. Weiter keine Lösung gibt es bei der SPD-Forderung nach einer Ein-Prozent-Klausel, mit der Zusatzbeiträge für die Krankenkassen begrenzt werden sollen.
4. Oktober 2006:
Politiker von CDU, CSU und SPD kommen am Abend im Kanzleramt zu einer Spitzenrunde zusammen, um die noch Streitpunkte der Reform aus dem Weg zu räumen.
5. Oktober 2006:
Nach siebenstündigen Verhandlungen legen die Spitzen der Koalition in der Nacht ihren Streit über die Reform bei. Die SPD setzt sich mit der Ein-Prozent-Klausel für mögliche Zuzahlungen durch. Die Einführung des Gesundheitsfonds wird von 2008 auf 2009 verschoben. CSU-Chef Stoiber stellt die Einigung bis zur Prüfung der endgültigen Gesetzesformulierung unter Vorbehalt.

Das steht seid neuesten drin:
Gesundheitskompromiss
Nach monatelangem Streit, heftiger Kritik und Änderungen in letzter Minute haben Union und SPD sich auf eine Gesundheitsreform geeinigt.

Die wichtigsten Punkte:
Kassenbeiträge
Zunächst kommen auf Gesetzlich Versicherte höhere Beiträge zu - was nur zum Teil mit der Gesundheitsreform zusammenhängt: So kürzt die große Koalition den Steuerzuschuss an die Kassen und der Anstieg der Mehrwertsteuer macht Medikamente teurer. Mit der Reform kommt allerdings hinzu, dass die Kassen bis zur Einführung des Gesundheitsfonds 2009 ihre Schulden abbauen müssen - und zwar aus eigener Kraft. Im kommenden Jahr wird der Beitragssatz von derzeit durchschnittlich 13,3 auf mindestens 13,8 Prozent steigen. Bis 2009 erwarten die Kassenverbände einen Anstieg auf schätzungsweise 15,9 Prozent.
Gesundheitsfonds
Der Gesundheitsfonds, das Herzstück der Reform, wird erst zum 1. Januar 2009 und damit etwa ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant eingeführt. In ihn sollen Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern fließen. Die gesetzlichen Kassen erhalten dann für jeden Versicherten den gleichen Beitrag aus dem Fonds. Zur beitragsfreien Mitversicherung der Kinder fließen ab 2008 außerdem Steuermittel an die Kassen, allerdings nur allmählich. Beides - Steuerzuschuss und Beiträge - soll zum Start des Gesundheitsfonds die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weitestgehend decken. Ab 2009 bestimmen nicht mehr die Krankenkassen über die Höhe der Versichertenbeiträge. Vielmehr werden bundesweit einheitliche Beiträge erhoben.
Zusatzbeitrag
Kommen die Krankenkassen mit dem Geld aus dem Fonds nicht aus, können sie von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag erheben. Die SPD konnte sich bei der besonders heftig umstrittenen Ein-Prozent-Klausel weitgehend durchsetzen: Die Zusatzprämie bleibt grundsätzlich auf ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens begrenzt. Allerdings dürfen die Kassen einen Zusatzbeitrag von bis zu acht Euro erheben, ohne dass das Einkommen des Versicherten überprüft werden muss. Im Einzelfall - etwa bei Arbeitslosengeld-II-Empfängern - könnte das dazu führen, dass der Zusatzbeitrag mehr als ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens ausmacht.
Basistarif
Alle Bürger sollen künftig krankenversichert werden. Derzeit nicht Versicherte müssen von ihrer früheren Krankenversicherung wieder aufgenommen werden. Das gilt sowohl für die Gesetzlichen als auch für die Privaten. Die PKV muss dazu ab 2008 einen Basistarif anbieten, der die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse abdeckt und nicht teurer sein darf, als der durchschnittliche Satz der gesetzlichen Kassen - derzeit rund 500 Euro monatlich (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil). Auch bereits privat Versicherte können in diesen Basistarif wechseln. Die sonst in der PKV übliche Gesundheitsprüfung gibt es bei diesem Tarif nicht. Wer unter dem Existenzminimum lebt, zahlt für den Basistarif nur die Hälfte. Die Differenz sollen zu einem Großteil die Sozialbehörden übernehmen.
Versicherungswechsel
Um den Wechsel innerhalb der PKV zu erleichtern, können Versicherte ihre Alterungsrückstellungen, die die privaten Kassen jeweils für die kostenintensiveren Behandlungen im Alter aufbauen, künftig mitnehmen - allerdings nicht die gesamte Rückstellung, sondern nur den Teil, der dem Basistarif entsprechen würde. Die Mitnahmeregelung wird schrittweise bis 2013 eingeführt und gilt zunächst nur für Versicherte, die älter als 40 Jahre sind. Bei einem Wechsel von der PKV in eine gesetzliche Kasse kann die Rückstellung allerdings nicht mitgenommen werden. Darauf hatte die SPD ursprünglich gedrungen.
Wechsel in die Privatversicherung
Gleichzeitig wird der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die Private erschwert. Mitglied der PKV darf nur werden, wer mindestens drei Jahre lang ein Monatseinkommen oberhalb der Pflichtversicherungsgrenze bezieht - das sind aktuell 3937,50 Euro monatlich. Bislang war der Wechsel lediglich mit dem Überschreiten der Grenze möglich.
Risikostrukturausgleich
Zeitgleich mit dem Gesundheitsfonds soll auch der neue Risikostrukturausgleich (RSA) zwischen den Kassen starten. Das erklärt auch die Verschiebung des Fonds. Koalitionspolitiker, aber auch die Kassen hatten auf die parallele Einführung beider Systeme gedrungen. Der Finanzausgleich soll künftig an 50 bis 80 Krankheiten orientiert werden. So müssen beispielsweise Kassen mit vielen älteren Versicherten deutlich mehr für Diabetes oder Herzkreislaufkrankungen ausgeben. Diese Kassen erhalten dementsprechend höhere Summen aus dem Fonds als Kassen mit jüngeren Mitgliedern. Um die Kassen in Ländern mit vielen einkommensstarken Beitragszahlern wie Bayern oder Baden-Württemberg nicht über Gebühr durch den Finanzausgleich zu belasten, gibt es eine Übergangsphase, während der die Mehrbelastungen der Kassen eines Landes zunächst auf 100 Millionen Euro jährlich begrenzt werden. Damit kam die Koalition Forderungen reicherer Länder wie Bayern entgegen.
Vorsorge
Wer Vorsorgeuntersuchungen versäumt und später schwer krank wird, muss höhere Zuzahlungen leisten. Chronisch Kranke profitieren nur noch von der Begrenzung der Zuzahlungen auf ein Prozent des Einkommens, wenn sie an regelmäßiger Vorsorge oder speziellen Programmen teilgenommen haben.
Leistungen
Die Leistungen der Krankenkassen werden nur marginal gekürzt. Bei Folgeerkrankungen nach Piercings, Tattoos und medizinisch nicht notwendigen Schönheits-OPs muss der Versicherte für die Kosten aufkommen. An anderer Stelle werden die Leistungen der Kassen dagegen ausgeweitet: bei empfohlenen Impfungen, Eltern-Kind-Kuren sowie der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender in den eigenen vier Wänden. Schwerstkranke erhalten spezielle Betreuung in ihrem häuslichen Umfeld.
Medikamente
Vor der Verordnung neuer, teurer Spezialmedikamente muss die Meinung eines zweiten Arztes eingeholt werden. Das soll Kosten sparen. Die Kassen erhalten zudem mehr Spielraum, um mit den Herstellern günstige Preise auszuhandeln. Auch Apotheker sollen Rabatte aushandeln: Bislang erfolgt die Arzneimittelabgabe nach vorgegebenen Preisen. Künftig soll die Verordnung auf Höchstpreise umgestellt werden, so dass dann Apotheken mit Herstellern niedriger Preise vereinbaren können. Werden binnen eines Jahres nicht 500 Millionen Euro eingespart, müssen die Apotheker die Differenz tragen.
Ärzte
Ebenfalls zum 1. Januar 2009 wird eine neue Gebührenordnung für Ärzte eingeführt, mit der das bisherige komplizierte Honorierungssystem nach Punkten abgeschafft wird. Die erbrachten Leistungen werden künftig in Euro und Cent abgerechnet. Die Details müssen erst noch ausgearbeitet werden.
Bürokratie
Statt bislang sieben Krankenkassen-Spitzenverbänden soll es künftig nur noch einen geben. Fusionen sollen auch zwischen verschiedenen Kassenarten möglich werden. Auch die Selbstverwaltung von Ärzten und Kassen soll straffer organisiert werden.
Sanierungsbeitrag der Kliniken
Der Plan, den Kliniken ein Prozent ihres Budgets - rund 500 Millionen Euro - als Beitrag für die Sanierung der Kassen abzuverlangen, wurde nach heftigen Klinikprotesten etwas entschärft. Kliniken mit weniger Behandlungsfällen sollen nun auch weniger bezahlen. Angerechnet werden soll nicht verbrauchtes Geld, das für bestimmte Behandlungen im Rahmen der so genannten integrierten Versorgung bestimmt ist, also für eine zwischen verschiedenen Anbietern besser abgestimmten Versorgung.

Wie pflege ich mein krankes Kind?

Für Kind und Eltern bedeutet Krankheit immer eine Ausnahmesituation. Insbesondere das kranke Kind befindet sich nicht nur in einer körperlichen Ausnahmesituation, sondern auch in einer seelischen. Ihr Kind ist jetzt besonders liebebedürftig und will Vater und Mutter in der Regel am liebsten die ganze Zeit um sich haben. Das ist verständlich. Sie sollten diesem Wunsch bis zu einem gewissen Grad auch nachkommen. Aber eine maßlose Anspruchshaltung des Kindes sollten Sie nicht unterstützen. Spätestens wenn sich das Kind auf dem Wege der Besserung befindet, sollte der gewohnte Familienalltag wieder einkehren.
Das Krankenzimmer
Kranke Kinder sollten nach Möglichkeit in einem ruhigen Raum mit einer Temperatur von ungefähr 20 Grad untergebracht werden. Lüften Sie den Raum mehrmals täglich ausgiebig und wechseln Sie die Bettwäsche, falls das Kind stark geschwitzt hat. Im Winter bringen Sie das Kind bei Bedarf in einen anderen Raum, während Sie lüften. Im Sommer kann das Fenster die ganze Zeit geöffnet bleiben.
Strikte Bettruhe?
Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange das Kind strikte Bettruhe halten muss. Das bedeutet aber nicht, dass Sie Ihr Kind nicht stundenweise auf die Couch im Wohnzimmer umquartieren dürften. Ihr Kind wird sich wohler fühlen, wenn es auf diese Weise in das Familienleben eingebunden ist. Allerdings: während der akuten, ansteckenden Phase der Krankheit sollte Ihr Kind im eigenen Bett bleiben.
Rezepte gegen Langeweile
Kranke Kinder langweilen sich schnell, weil sie in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt sind. Sie können das ausgleichen, indem Sie erlauben, was sonst verboten ist: zum Beispiel tagsüber fernsehen. Verwöhnen Sie Ihr Kind ein bisschen: mit einer Märchenkassette oder der Erfüllung eines Sonderwunsches. Aber achten Sie darauf, dass so etwas die Ausnahme bleibt. Manche Kinder genießen den Ausnahmezustand nämlich und bleiben gerne ein bisschen länger krank.
Ernährung des kranken Kindes
Bieten Sie Ihrem Kind leichtverdauliche und vitaminreiche Mahlzeiten an, wenn es überhaupt essen mag. Zwingen Sie das Kind nicht zum Essen. Kinder kommen bei Krankheiten mit wenig Nahrung aus. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind etwas schmal geworden ist. Es holt schnell wieder auf, wenn es gesund ist. Es gibt Krankheiten, bei denen eine besondere Diät einzuhalten ist. Darüber informiert Sie der Arzt. Bei ihm gibt es auch entsprechende Diätpläne.

Fieber, Bauchweh und Co.

Viele Eltern klagen darüber, dass Ihre Kinder zu häufig krank sind. Manchmal sieht es tatsächlich so aus, als mache das Kind eine Krankheit nach der anderen durch. In der Regel handelt es sich dabei um Erkrankungen der oberen Atemwege – und die sind in den ersten Lebensjahren etwas ganz Normales. Husten, Schnupfen und Erkältungen gehören zur Entwicklung des Kindes, da die eigenen Abwehrkräfte sich erst mit der Zeit zur vollen Leistungsfähigkeit entwickeln.
In der Tat ist es für die Eltern nicht immer leicht, Befindlichkeitsstörungen oder Symptome wie Bauchweh oder Kopfschmerzen von tatsächlichen Krankheiten zu unterscheiden. Zudem neigen Kinder dazu, schlechte Stimmungen auch körperlich auszudrücken.
Leichter zu erkennen sind schwerer wiegende Symptome wie Fieber oder Erbrechen. Aber auch in diesem Fall muss es sich nicht unbedingt um eine ernsthafte Erkrankung handeln. Im Zweifelsfall sollten Sie natürlich stets einen Arzt aufsuchen.

Endlich abnehmen - aber wie?

Abnehmen - aber wie? Es gibt wohl nur wenige Fragen, auf die so viele Menschen so viele unterschiedliche Antworten geben. Und jeder glaubt, seine Antwort weist den Weg zum Ziel. Mag die Diät noch so verworren erscheinen: Vielleicht haben Sie schon wochenlang nur von Ananas gelebt oder wiegen wie besessen noch den kleinsten Krümel Brot, um bloß nicht gegen die Vorgaben Ihres Ernährungsplanes zu verstoßen. Die Erfolge solch einseitiger Diäten sind meist nach wenigen Wochen wieder perdu. Der Jojo-Effekt hat sich eingestellt: Sie haben schnell ab- und ebenso schnell wieder zugenommen.
Dauerhafter Erfolg stellt sich nur, wenn?
Die meisten Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass eine einseitig ausgerichtete Diät keinen Erfolg auf Dauer bringt. Es kommt darauf an, die Ernährung so umzustellen, dass die Diät die Vorgabe für einen zufriedenen Alltag sein kann.
Low – Fat - Diäten, Trennkost und eine kalorienreduzierte Mischkost sind solche Diäten, die für jeden Tag taugen.
Das Abnehmen durch Fasten eignet sich besonders, wenn Sie insgesamt mit Ihrem Gewicht zufrieden, aber zwischendurch aufgebaute Kilos loswerden und Ihre Verdauung ankurbeln möchten. Diäten sind, insbesondere am Anfang, in der Regel kein Vergnügen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, wenn Sie sich für Ihr Abnehmen Gleichgesinnte suchen. Das können Sie im privaten Umfeld tun oder bei kommerziellen Anbietern, die in nahezu jeder Stadt Niederlassungen betreiben. Insbesondere wenn Sie alleine abnehmen: Achten Sie darauf, dass Ihre Diät nicht zur Tortur wird. Das halten Sie nicht durch. Sorgen Sie auch beim Abnehmen für "Inseln der Zufriedenheit".

Gönnen Sie sich von Zeit zu Zeit Nährstoffe die glücklich, aber nicht dick machen.

Trinken Sie ruhig einen über den Durst

Die meisten Menschen nehmen im Alltag viel zu wenig Flüssigkeit auf. Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig für Ihren Körper und hat einen großen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden. Nährstoffe gelangen damit nämlich leichter in die Zellen und Sie werden nicht so schnell müde.
Was Sie brauchen
Mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit sollten Sie jeden Tag zu sich nehmen. Trotz eines riesigen Angebotes an Getränken ist es nicht immer einfach, dieses tägliche Trink-Soll zu erfüllen. Denn oft fehlt das nötige Durstgefühl. Wenn der Durst sich meldet, ist Ihr Körper in der Regel bereits mit Flüssigkeit unterversorgt. Versuchen Sie also, sich regelmäßiges Trinken alkoholfreier Getränke anzugewöhnen – auch über den Durst. Bei der Arbeit sollten Sie immer ein Getränk in Reichweite haben.
Welche Getränke sind am besten?
Reines Mineralwasser und Leitungswasser sind die Favoriten der Ernährungswissenschaftler. Mineralwasser enthält je nach Zusammensetzung jede Menge wichtiger Mineralstoffe und Spurenelemente in gelöster Form. Ein stark kalziumhaltiges Wasser kann beispielsweise bei Knochenkrankheiten sinnvoll sein. Andere Mineralwasser sind reich an Kalium, das für den Muskelaufbau wichtig ist und den Flüssigkeitshaushalt reguliert. Ebenso liefern Mineralwasser Chlorid, das als Bestandteil der Magensäure bei der Verdauung hilft, oder Natrium, das die Gewebespannung und Muskelfunktionen unterstützt. Auch Magnesium, das für den Stoffwechsel so wichtig ist und Krämpfe verhindert, ist in bestimmten Mineralwassern reichlich enthalten.
Eine Besonderheit stellen Frucht- und Gemüsesäfte dar: Sie enthalten zwar viel Energie in Form von Kohlenhydraten, eignen sich aber weniger gut zum Durstlöschen. Dafür sind sie eine prima Quelle für Vitamine und andere Vitalstoffe. Wenn Sie ein- oder zweimal täglich ein Glas Orangen-, Apfel- oder Möhrensaft trinken, dann versorgen Sie sich vor allem mit Vitamin C, B-Vitaminen, Kalium, Eisen und den Carotinoiden. Wenn Sie Fruchtsäfte häufiger trinken möchten, ist es besser, sie mit Wasser zu verdünnen.
Apfelsaftschorlen sind besonders bei Sportlern beliebt. Sie helfen schnell, den Energiespeicher wieder aufzufüllen. Achten Sie beim Kauf fertiger Schorle darauf, dass nicht zu viel Zucker oder Apfelsaft enthalten sind – das löscht den Durst weniger gut. Oft stehen auf der Rückseite der Flasche die Nährwerte geschrieben und Sie können den Zuckergehalt ungefähr an der Menge der Kohlenhydrate ablesen. Reiner Apfelsaft hat zirka 10 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Milliliter. Bei einem Apfelschorle sollte der Wert demnach deutlich darunter liegen.
Ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sind ebenfalls zu empfehlen. Auch sie enthalten je nach Sorte zahlreiche Vitamine.
Vitalstoffe für die Schönheit
Wer wünscht sich nicht glänzende Haare, reine Haut, gesunde Zähne und feste Fingernägel? Durch eine äußere Pflege allein, sind diese Wünsche jedoch nicht zu realisieren. Was viele vergessen: Für ein gutes und gesunden Aussehen sind Vitalstoffe unverzichtbar. Der Spruch "Der Mensch ist, was er isst“ trifft in diesem Fall genau ins Schwarze.
Kleine Schönheitshelfer
Vor allem Haare, Haut , Zähne und Fingernägel profitieren von einer vitalstoffreichen Ernährung. So halten beispielsweise die Mineralstoffe Natrium, Chlorid und Kalium die Haut straff, weil sie den Wasserhaushalt des Körpers regulieren. Die Vitamine A, C und E schützen vor so genannten freien Radikalen. Das sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die Körperzellen angreifen und deshalb auch die Haut schneller altern lassen. Vitamin C ist zudem wichtig für die Kollagenherstellung und strafft deshalb das Bindegewebe. Denn das Eiweiß Kollagen ist im Bindegewebe ein wichtiger, festigender Baustoff. Festes Bindegewebe ist der beste Schutz gegen Cellulite.
Typische Vitamine für die Schönheit der Haut sind auch Vitamin B2, B6, B12, Folsäure, Pantothensäure, Niacin und Biotin. Biotin sorgt außerdem für glänzende Haare und feste Fingernägel. Pantothensäure fördert zusätzlich das Haarwachstum. An der Blutbildung und somit an einer frischen Hautfarbe beteiligt sind vor allem die Vitamine E, B6, B12, Folsäure und das Spurenelement Eisen. Wenn Eisen fehlt, kann das nicht nur zu blasser Haut, sondern auch zu Haarausfall und weichen, brüchigen Fingernägeln führen. Ebenfalls wichtig für die Haut ist Zink. Fehlt dieses Spurenelement, verändert sich die Hautstruktur und Wunden heilen schlecht. Der Mineralstoff Kalzium stärkt die Zähne und Knochen und sorgt so für ein strahlendes Lächeln und eine aufrechte Haltung. Eine ausreichende Zufuhr von Jod wirkt der Kropfbildung entgegen.
Ausgewogene Ernährung
Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte versorgen Sie bestens mit den kleinen Schönmachern. Aber auch tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier sind wichtig. Durch einen ausgewogenen Speiseplan haben Sie gute Chancen, alle wichtigen Vitalstoffe abzudecken.
Gesundes Frühstück
"Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann." Diese alte Regel haben Sie vielleicht schon gehört. Wenn Sie auch für den Mittag und den Abend nicht ganz zutrifft, für den Morgen trifft sie den Nagel auf den Kopf. Und trotzdem: Fast die Hälfte der Deutschen geht ohne Frühstück aus dem Haus.
Der Körper soll mit dem Frühstück genügend Energie bekommen, um für den Tag leistungsfähig zu sein. Am Morgen brauchen Sie reichlich Energie in Form von Kohlehydraten. Dazu Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Das macht Sie fit und gibt Ihnen Kraft. Sie sind konzentrierter, bleiben gesund und bringen bessere Leistungen. Das ist wissenschaftlich bewiesen.
Zu einem gesunden Frühstück gehören:
Vollkornbrot mit etwas Butter, Käse oder Schinken
Kräutertee, Schwarztee oder Kaffee
Joghurt oder Milch
rohes Gemüse
frisches Obst
Vitamin C in Form von Fruchtsäften (zum Beispiel Orange oder Sanddorn)
Auf Cornflakes sollten Sie nach Möglichkeit verzichten. Auf Dauer machen diese dick. Besser essen Sie ein Müsli mit frischen Früchten, wenig Milch und nach Geschmack mit Honig gesüßt. Wenn Sie Kaffee oder schwarzen Tee trinken, sollten Sie auch Wasser dazu trinken.

Fettfreie Fruchtgummis?

Der Trick mit dem Werbeaufdruck "ohne Fett"
Ob Schokolade, Kekse oder Snacks, Süßigkeiten sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt und werden reichlich genascht. Gemeinsamist in allen Produkten viel Fett und Zucker.Fruchtgummis dagegen bestehen hauptsächlich aus Zucker und enthalten sogut wie kein Fett. Dennoch werben Hersteller mit dem Slogan "ohne Fett"auf Fruchtgummitüten. "Der Werbeaufdruck ist überflüssig und irreführend.Er erweckt außerdem den Eindruck, Fruchtgummis eignen sich zum Abnehmen,dabei verschleiert er gesundheitliche Risiken, die vom hohen Zuckergehalt dieser Süßwaren ausgehen können", kritisierte Brigitte Ahrens, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale.Verantwortlich für die Entstehung von Übergewicht ist die Gesamtenergiezufuhr. Wer zuviel zucker- oder fetthaltige Nahrung isst undsich kaum bewegt, kann ein Gewichtsproblem bekommen. Da machen Aufdrucke"ohne Fett" auf Fruchtgummis keinen Unterschied. Der Zuckergehalt istentscheidend, dieser beträgt bei Fruchtgummis oft 75 Prozent und mehr.Im Gegensatz zu Verbraucherschützern sieht zum Beispiel dasOberlandesgericht Düsseldorf in dieser blick fang mäßigen Werbung "ohneFett" keine wettbewerbsrechtliche Irreführung. Künftig sollen sichVerbraucher darauf verlassen können, dass die vollmundigen Werbeaussagenfür Lebensmittel zutreffen. Denn eine europäische Richtlinie soll klären,welche Stoffe ein Lebensmittel enthalten muss oder darf, um mit bestimmtenSlogans werben zu dürfen. Aber bis dahin ist ein kritischer Blick auf dieVerpackung notwendig.Wer seine überflüssigen Kilos nach den Festtagen wieder loswerden will,sollte sich nicht von irreführenden Werbesprüchen verleiten lassen undbewusst auf Süßigkeiten verzichten.Wer gesund und dauerhaft abnehmen will, sollte folgende Punkte beachten:- Gesundes Essverhalten muss erlernt und schrittweise umgesetzt werden.- Statt ungesunden Extremdiäten ist eine abwechslungsreiche Kost mit vielObst, Gemüse, Vollkorn- und mageren Milchprodukten zu empfehlen.- Die Gewichtsabnahme geschieht nur langsam (max. 1 Pfund pro Woche).- Pingeliges Kalorienzählen bringt auf die Dauer wenig. Wichtig ist esallerdings, ganz bewusst weniger Fett zu verzehren durch magere Wurst- undKäsesorten.- Ausreichend körperliche Bewegung.

Zur Gesunden Ernährung und Entwicklung, auch bei Kindern gehört:

Quelle des Lebens: Wasser Bei Erwachsenen sollten es täglich 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit sein: bei den sommerlichen Temperaturen heißt es für alle: Trinken, trinken, trinken.
Die ideale Ernährung Wenig Fett, Fleisch und Süßes, statt dessen viel Obst und Gemüse und viel (Vollkorn-)Getreide stellen die ideale Verteilung der Nahrungsmittel dar. Wenn Sie die Ernährungspyramide auch beim Einkauf vor Augen haben, kaufen Sie garantiert das richtige.
Essen Sie fünfmal täglich Gemüse und Obst Wir essen definitiv zu wenig vom gesunden Grünzeug und seinen Partnern! Dabei sind Obst und Gemüse die wahren Multivitaminpakete. Ausreichend Spurenelemente und Mineralstoffe gibt es ebenfalls bei jeder Portion dazu.

Ich kann gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen, hat doch das Wohlergehen unserer Kinder eine hohe Priorität. Und eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung ist nun mal eine der wichtigsten Grundlagen für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Kinderärzte und -psychologen sind sich allerdings einig, dass übergroße Sorgen und Ängste der Eltern ein auffälliges Essverhalten, eher noch fördert. So lange die Kinder sich altersentsprechend entwickeln, der Verlauf der Gewichts- und Größenkurve normal ist, die Kinder aufgeweckt und interessiert an ihrer Umwelt teilnehmen gibt es keinen Grund zur Sorge, auch wenn sie manchmal nicht so essen, wie wir Erwachsenen es uns wünschen. Die gesunde Entwicklung Ihrer Tochter sollten Sie sich regelmäßig durch eingehende Untersuchung von einem Kinderarzt bestätigen lassen. Kinder nutzen die Mahlzeiten auch manchmal für kleine Machtkämpfe, lassen Sie sich nicht darauf ein.
Gern gebe ich ein Tipp, wie Sie vielleicht das Essverhalten Ihrer Kinder beeinflussen können: Sie als Eltern sind für Ihre Kinder das wichtigste Vorbild. Kinder imitieren gern Ihre Eltern. Essen Sie deshalb möglichst oft alle zusammen. Zeigen Sie Ihren Kindern, welch ein Vergnügen essen und trinken bereiten kann, wie lecker es schmecken kann, wie spannend es sein kann, neue Dinge zu probieren. Sorgen Sie während der Mahlzeiten für eine angenehme Atmosphäre. Und nicht vergessen: Besonders bei Kindern isst das Auge mit.
Üben Sie bei den Mahlzeiten keinen Druck oder Zwang aus. Lassen Sie Ihre Kinder selbst entscheiden, ob sie essen und wie viel sie essen möchte. Ablenkungsmanöver oder Überredungskünste sind nicht nötig, auch wenn sie nicht essen möchte. Schimpfen sie nicht, auch wenn sie nicht einmal probieren möchte. Lassen Sie sie nicht zu lange vor dem vollen Teller sitzen, sondern decken Sie ab, wenn sie nicht mehr essen möchte. Loben Sie sie, wenn sie gegessen oder etwas Neues ausprobiert hat, auch wenn es nur kleine Mengen waren. Akzeptieren Sie, wenn sie nichts oder nur wenig essen möchte. Vertrauen Sie ihr, dass sie selbst entscheiden kann und möchte, wann sie hungrig ist und wann sie nicht essen möchte. Das ist für die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens Ihrer Kinder ganz wichtig.
Und noch einen guten Tipp:
Kinder ab etwa dem Alter 2-3 Jahren brauchen keine Extra-Lebensmittel und auch Sonderwünsche müssen nicht häufiger als bei den anderen Familienmitgliedern erfüllt werden. Sie können an der ganz normalen Familienkost teilnehmen. Bieten Sie ihnen sowie auch dem Rest der Familie eine gesunde, abwechslungsreiche und leckere Kost an. Achten Sie drauf, dass sie nicht so viel Süßes essen und trinken, und auch fettreiche Fast Food sollte nicht so oft auf dem Speiseplan stehen. Aber beim Thema essen und trinken ist auch nichts verboten. Alles ist erlaubt, es kommt nur auf das richtige Maß an, bei Erwachsenen und bei Kindern. Durch Vorleben können Sie das auch Ihrer Tochter deutlich machen. Bei allen Maßnahmen ist es ganz wichtig, dass Sie als Eltern sich einig sind. Vielen Kindern macht es Spaß, beim Einkaufen und auch bei der Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten mitzuhelfen, am besten noch gemeinsam mit anderen Kindern. Manchmal kommt es nur auf die richtige „Verpackung“ bzw. das richtige „Versteck“ an:
Gemüse lässt sich z. B. gut in Suppen, Soßen oder auf der Pizza verstecken. Obst lieben die meisten Kinder im Milchshake, als Obstsalat mit Joghurt oder Sahne, als Obstschaschlik oder auf dem Pfannkuchen. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen.Eine gesunde Ernährung kann nicht nur Heilungsprozesse positiv beeinflussen, sondern mit ihr können Sie einer ganzen Reihe von Zivilisationskrankheiten vorbeugend entgegenwirken. Die naturheilkundlichen Ernährungsgrundsätze sind heute in allen wesentlichen Teilen auch von der modernen Ernährungswissenschaft akzeptiert. Die Ernährungsweisen spielt im Konzept der Naturheilkunde eine besonders wichtige Rolle. Schon die Ärzte des klassischen Griechenlands hatten das vor über 2000 Jahren erkannt. Darum ist die Ernährungslehre sehr wichtig, denn wer gesund lebt ist weniger Krank!!!

Grippe oder Erkältung

Durchschnittlich zwei- bis drei Mal im Jahr erkranken Erwachsene unterschiedlich stark an einer Erkältung oder Grippe, Kinder sogar bis zu zehn Mal. Die Krankheiten werden durch Viren übertragen und sind sehr ansteckend. Es reicht hier schon, sich in der Nähe eines kranken Menschen aufzuhalten. Denn die Viren werden vor allem über die Atemluft verbreitet.
Während eine Erkältung mit Fieber, Schmerzen, Schnupfen und Husten lästig, aber harmlos ist, kann eine Grippe (Influenza) sehr ernste Folgen haben. Noch heute sterben jährlich in Deutschland etwa 1.000 Menschen an den Folgen einer Influenza-Infektion, der Grippe. Besonders gefährdet sind Risikogruppen: sehr junge und alte Personen sowie Erkrankte mit einer gestörten Immunabwehr.
Aber auch Gesunde sind darauf angewiesen, schnell zwischen einer harmlosen Erkältung und der Grippe zu unterscheiden. Denn eine Grippe sollte schnell unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Ob Erkältung oder Grippe: Ihr Arzt kann meist nur die lästigen Begleiterscheinungen behandeln. Dazu wird er Ihnen oft bewährte Hausmittel empfehlen. Sie selbst können aber Vorsorge betreiben, indem Sie Ihre körpereigene Abwehr, das Immunsystem, durch eine ausgewogene Ernährung und bewusste Lebensführung stärken. Gegen die Grippe können Sie sich zudem impfen lassen.

Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, die durch das Influenza-Virus verursacht wird. Dabei handelt es sich um einen äußerst anpassungsfähigen Krankheitserreger, der sich über die Zeit immer wieder verändert. Das ist auch der Grund, warum Sie sich jedes Jahr erneut gegen Grippe impfen lassen sollten. Denn der Impfschutz des jeweils vergangenen Jahres war speziell auf den damals aktuellen Influenza-Virus abgestimmt.

Symptome
Die Grippe bricht typischerweise sehr plötzlich und heftig aus. Innerhalb weniger Stunden steigt das Fieber auf Temperaturen von 40 Grad und darüber. Dazu kommen Schüttelfrost, Glieder- und Kopfschmerzen sowie ein starkes Müdigkeitsgefühl. Viele Grippekranke klagen zudem über Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit. Sie reagieren empfindlich auf Licht und Geräusche.
Verlauf
Nach etwa sechs bis zehn Tagen ist das Fieber in der Regel verschwunden. Die übrigen Beschwerden aber können noch bis zu vierzehn weitere Tage anhalten. Nach etwa drei Wochen sollte die Grippe vollständig ausgeheilt sein.
Mögliche Komplikationen
Eine Grippe sollte wegen der schweren möglichen Komplikationen stets von einem Arzt behandelt werden. Mögliche Folgen einer schlecht behandelten Grippe sind Bronchitis, Lungenentzündung, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung, Hirnhautentzündung oder Fieberkrämpfe.

Symptome und Verlauf von Erkältungen
"Eine Erkältung kommt eine Woche, und sie geht auch eine Woche lang", sagt der Volksmund und beschreibt dabei ziemlich gut die Wirklichkeit. Im Gegensatz zur Grippe entwickelt sich eine Erkältung allmählich und klingt nach wenigen Tagen ebenso schleichend wieder ab.
Symptome
Häufig beginnen Erkältungen mit dem Gefühl, dass Sie etwas ausbrüten. Sie können nicht sagen, was genau Ihnen fehlt, aber Sie fühlen sich geschwächt und angeschlagen. In den meisten Fällen ist diese Abgeschlagenheit bereits die erste Reaktion des Körpers auf eine Virusinfektion. Ihre körpereigene Abwehr ist damit beschäftigt, den Krankheitserreger zu bekämpfen. Sie bekommen erhöhte Temperatur oder Fieber. Bei Erkältungen dürfte das Fieber nicht wesentlich über 39 Grad steigen. Höheres Fieber kann auf eine Grippe hindeuten. Auf jeden Fall sollten Sie zum Arzt gehen, wenn die Temperatur so hoch steigt.
Bei einer Erkältung werden die Schleimhäute der oberen Atemwege (Nase, Rachen und Bronchien) verstärkt durchblutet. Sie produzieren mehr Schleim, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu transportieren. So entstehen Schnupfen, Husten und Heiserkeit. Weitere Symptome einer Erkältung sind Frieren oder Frösteln sowie Kopf- und leichte Gliederschmerzen.
Bei ungünstigem Verlauf einer Erkältung kann es zu Entzündungen von Lunge, Bronchien, Blase, Nebenhöhlen, Mandeln, Kehlkopf und Mittelohr kommen. Gehen Sie deshalb bei starken Schmerzen oder erhöhtem Fieber unbedingt zum Arzt.

Vorbeugen statt schniefen
Gegen eine Grippe-Infektion können Sie sich wirkungsvoll schützen: durch eine Impfung. Die jährliche Impfung ist der einzig mögliche zuverlässige Schutz gegen eine Infektion mit Influenza-Viren.

Die Grippeschutzimpfung
Gegen Erkältungskrankheiten ist kein Kraut gewachsen und die Medizin kennt kein Medikament, dass den Krankheitserregern, den Viren, gewachsen ist. Es gibt keine Impfung, da die Zahl der ansteckenden Viren zu groß ist. Das menschliche Immunsystem allerdings wird mit den Viren und den Symptomen einer Infektion in der Regel sehr gut fertig. Deshalb ist der beste Schutz gegen Erkältungskrankheiten ein gut funktionierendes Immunsystem. Sie können Ihr Immunsystem stärken, indem Sie sich ausgewogen ernähren und ausreichend bewegen.

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