Donnerstag, 18. Oktober 2007

Adventsgestecke

Es wird bald Weihnachten, deshalb schon mal ein Bericht von mir über Adventsgestecke die so allmählich gefertigt, oder in unseren Läden angeboten werden. Mal etwas Interessantes vorweg:
Der evangelische Theologe Johann Wichern hat 1833 in Hamburg ein Waisenhaus gegründet. Von ihm soll sich der Brauch abgeleitet haben, in der Adventszeit Kränze mit Kerzen aufzustellen. Im „Rauhen Haus“, wo in der Hauptsache Jungen bis zur Berufsausbildung betreut wurden, sind im Dezember täglich Andachten gehalten worden. Dabei zündete man jeweils eine Kerze an, bis es an Weihnachten schließlich 24 waren. Im Lauf der Zeit verbreitete sich der Brauch in ganz Deutschland und irgendwann reduzierte man die Anzahl der Kerzen auf vier.
Nun werden die aktuellen Gestecke ja immer aufwendiger und vor allem immer teurer! Außerdem entledigt sich der Kranz so nach und nach seines Nadelkleides, und lässt somit den einen oder anderen Gedanken aufkommen, ob man sein Geld nicht gleich aus dem Fenster werfen sollte. Da wir aber auf unseren „Adventskranz“ nicht verzichten wollen, musste eine Lösung her! In fast jedem Haushalt (mit Kindern) sammelt sich im Laufe der Jahre so einiges an weihnachtlicher Dekoration an. Sind es nun die Reste o.g. Gestecke oder allerlei Krimskrams, für den es einerseits keine Verwendung mehr gab, aber dennoch nie weggeworfen wurde, weil man sich einfach nicht davon trennen konnte.
Warum also nicht einen Servierteller nehmen und einfach drauflos arrangieren. Das kostet nichts, macht Laune und kann sich sehen lassen. Dieses Jahr haben wir sogar auf die Tannenzweige verzichtet, sodass unser „Gesteck“ in vier Wochen garantiert noch so aussieht wie heute. Bis auf die (gebrauchten) Kerzen... aber auch von diesen fliegen ja noch genug in den Sammelkisten rum. Und nächstes Mal zu Weihnachten machen wir es eh wieder ganz anders...

Unser Telefon/Handy missbraucht für Werbe –Zwecke/Terror

Längst hat sich das Handy zum ständigen Begleiter entwickelt, doch mit dem zunehmenden Komfort steigt auch der Stress für uns. Dubiose Firmen machen Werbung, rufen regelmäßig auf unseren Handys an. Hier nun ein paar Regeln, damit Sie einen kühlen Kopf behalten. Diese Anrufe zu Werbezwecken sind kaum zu verhindern, deshalb sollten Sie Ihre Rufnummer bei der Weitergabe mehr zurückhaltender sein. Bei unerwünschten Werbeanrufen ist es die einfachste Methode, einfach auflegen, aber damit sind Sie leider nicht vor den anderen unerwünschten Werbeanrufen sicher. Das beste, gehen Sie selbst in die Offensive, und lassen Sie sich nicht von Werbeanrufern einschüchtern. Fragen Sie direkt nach den Namen Ihres Gesprächspartners und Firma, denn das ist Ihr Recht. Weiterhin weisen Sie darauf hin, dass der Anruf unerwünscht ist und das Sie gegen das Unternehmen die Einleitung eines wettbewerbsrechtlichen Verfahrens veranlassen werden.
Des weiteren sollten Sie den Anrufer auffordern, die von Ihnen gespeicherten persönlichen Daten zu löschen. Notieren Sie alle Daten mit Uhrzeit und Datum, um sich später ggf. schriftlich zu beschweren. Wenn Sie sich beschweren, dann raten Verbraucherschützer, sich mit gesammelten Namen, Daten oder sogar Gesprächsaufnahmen an eine Verbraucherzentrale zu wenden. Viele Firmen, die mittels Telefonspam Kunden an Land ziehen wollen, verstecken sich hinter der Aussage, sie wüssten nichts von den illegalen Praktiken der Callcenter. Wenn sich mehrere über die gleiche Firma beschweren, kann die Verbraucherzentrale eine Abmahnung erwirken und die Werbeflut eventuell ein wenig eindämmen. Ein Eintrag in die so genannte Deutsche Robinsonliste kann ebenfalls gegen unerwünschter Werbung auf Festnetztelefon und Mobilfunk helfen. Diese Listen werden von Verbraucherschutz und Branchenverbänden der Direktmarketing-Unternehmen geführt. Die in diesen Branchenverbänden organisierten Direktmarketing-Unternehmen verpflichten sich, dem Wunsch der registrierten Verbraucher nachzukommen, sie mit Werbebotschaften in Ruhe zu lassen. Es stört kaum eine Firma, dass unerwünschte Werbeanrufe in Deutschland verboten sind, denn meistens werden Callcenter angeheuert über das Telefon in Ihren Privatbereich einzudringen. Dadurch werden Sie überrumpelt, denn Sie wissen ja nicht, wer sich am anderen Ende der Leitung befindet. Vor diesem Angriff der Privatsphäre wollte der Gesetzgeber die Bürger mit dem Verbot schützen, doch so richtig klappt es nicht.
Es werden meist den Angerufenen echte Knebelverträge angedreht, weil die Anrufer mit miesen Tricks arbeiten und das Unwissen ausnutzen. Darum mein Tipp: Geben Sie niemals Ihr Einverständnis zu möglichen Angeboten und Vorschlägen, oder noch besser wäre Sie würden sich erst gar nicht auf irgendwelche Fragen ein. Das Paradoxe an der aktuellen Gesetzeslage ist:
Ein Vertrag, der in einer illegalen Situation zustande gekommen ist, ist trotzdem sofort rechtsgültig.
Sie können vor Gericht gegen den Telefonwerber einen eigenen Unterlassungsanspruch wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts einklagen. Dies kostet aber Zeit und Geld und zählt für zukünftige Verstöße. Untersagen Sie dem Werber die Verwendung zu Werbezwecken Ihrer persönlichen Daten, sie können von Ihrem Widerspruchsrecht nach dem Bundesdatenschutzgesetz Gebrauch machen. Neben der Telefonwerbung laufen auch noch nebenbei sogenannte Mehrwertdienste mit, dass sind überhöhte Rufnummern über die Dienstleistungen bezahlt werden. Suspekten Firmen missbrauchen diese Einrichtung, bei der Kunden zu einem Rückruf verleitet werden soll, über eine teure 0900- Nummer.
Mein guter Rat: niemals zurückrufen!