Dienstag, 31. Juli 2007

Vollwertig essen hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln formuliert, die Ihnen helfen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen.

1. Vielseitig essen
Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt. Merkmale einer ausgewogenen Ernährung sind abwechslungsreiche Auswahl, geeignete Kombination und angemessene Menge nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel.
2. Reichlich Getreideprodukte – und Kartoffeln
Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten kaum Fett, aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Verzehren Sie diese Lebensmittel mit möglichst fettarmen Zutaten.
3. Gemüse und Obst – Nimm "5" am Tag …
Genießen Sie 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart, oder auch eine Portion als Saft – idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit und auch als Zwischenmahlzeit: Damit werden Sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen (z. B. Carotinoiden, Flavonoiden) versorgt. Das Beste, was Sie für Ihre Gesundheit tun können.
4. Täglich Milch und Milchprodukte;
ein- bis zweimal in der Woche Fisch; Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe, wie z.B. Calcium in Milch, Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren in Seefisch. Fleisch ist wegen des hohen Beitrags an verfügbarem Eisen und an den Vitaminen B1, B6 und B12 vorteilhaft. Mengen von 300 – 600 g Fleisch und Wurst pro Woche reichen hierfür aus. Bevorzugen Sie fettarme Produkte, vor allem bei Fleischerzeugnissen und Milchprodukten.
5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
Fett liefert lebensnotwendige (essenzielle) Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel enthalten auch fettlösliche Vitamine. Fett ist besonders energiereich, daher kann zu viel Nahrungsfett Übergewicht fördern, möglicherweise auch Krebs. Zu viele gesättigte Fettsäuren fördern langfristig die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette (z. B. Raps- und Sojaöl und daraus hergestellte Streichfette). Achten Sie auf unsichtbares Fett, das in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Gebäck und Süßwaren sowie in Fast-Food- und Fertigprodukten meist enthalten ist. Insgesamt 60 – 80 Gramm Fett pro Tag reichen aus.
6. Zucker und Salz in Maßen
Verzehren Sie Zucker und Lebensmittel, bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten (z. B. Glucosesirup) hergestellt wurden, nur gelegentlich. Würzen Sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen und wenig Salz. Bevorzugen Sie jodiertes Speisesalz.
7. Reichlich Flüssigkeit
Wasser ist absolut lebensnotwendig. Trinken Sie rund 1,5 Liter Flüssigkeit jeden Tag. Bevorzugen Sie Wasser – ohne oder mit Kohlensäure – und andere kalorienarme Getränke. Alkoholische Getränke sollten nur gelegentlich und nur in kleinen Mengen konsumiert werden.
8. Schmackhaft und schonend zubereiten
Garen Sie die jeweiligen Speisen bei möglichst niedrigen Temperaturen, soweit es geht kurz, mit wenig Wasser und wenig Fett – das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen.
9. Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr Essen
Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Auch das Auge isst mit. Lassen Sie sich Zeit beim Essen. Das macht Spaß, regt an vielseitig zuzugreifen und fördert das Sättigungsempfinden.
10. Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung
Ausgewogene Ernährung, viel körperliche Bewegung und Sport (30 bis 60 Minuten pro Tag) gehören zusammen. Mit dem richtigen Körpergewicht fühlen Sie sich wohl und fördern Ihre Gesundheit.
Wenn Sie diese Regeln einigermaßen einhalten, dann bleiben Sie gesund und fitt.
Diese Info ist von: Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Die Geschichte des Apfels

Auf Latein heißt der Apfel: „Malus – das Böse“. Schließlich hatte die Frucht damals vermeidlich den Sündenfall heraufbeschworen und damit die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies bewirkt. Die Verführung des Apfels zeigt auch außerhalb des Paradieses noch Wirkung.
Jeder Deutsche isst statistisch fast 20 Kilo Äpfel pro Jahr.Der Apfel ist keine heimische Frucht, sondern war ursprünglich in Zentral- und Westasien beheimatet. Um 10.000 vor Christus wuchsen auf dem Gebiet des heutigen Kasachstan Äpfel, die auch der Hauptstadt ihren Namen gaben: "Almaty", heute "Alma-Ata", heißt übersetzt "Stadt des Apfels". Der asiatische Holzapfel war recht klein und holzig, hatte viele Kerne und schmeckte sehr sauer. Über die alten Handelsstraßen gelangte er schon in der Antike in den Schwarzmeerraum und wurde dort von Griechen und Römern kultiviert: Der süße Apfel, den wir heute kennen, entstand.
Die kultivierte Frucht war ausgesprochen teuer und galt als Aphrodisiakum. Wollte ein Grieche sich verloben, so warf er seiner Angebeteten angeblich einen Apfel zu. Wenn sie ihn auffing, war die Antwort positiv. Auch in der Hochzeitsnacht sollten Braut und Bräutigam sich einen Apfel teilen.

Etwa um 100 vor Christus, mit den Feldzügen der Römer, gelangte der Apfel von Italien nach Nordeuropa und erreichte schnell mystischen Status bei den Keltern und Germanen. Für die Kelten war der Apfel ein Symbol für Tod und Wiedergeburt, bei den Germanen wachte die Göttin Iduna über goldene Äpfel, die Unsterblichkeit verleihen konnten. Im gesamten Rheintal wurden bereits im ersten Jahrhundert nach Christus Äpfel kultiviert, dennoch blieb die Frucht bis in die Neuzeit hinein ein Luxusobjekt und galt als Herrschaftssymbol. Der "Reichsapfel" gehörte zu den Insignien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, er symbolisierte die Weltenkugel und wurde bei der Krönungszeremonie vom Herrscher in der linken Hand gehalten.
Auch in die Volksseele erhielt "malus domestica" Einzug: Die prominente Rolle des Apfels im Märchen "Schneewittchen" ist ein Beispiel dafür und auch der Nikolaus brachte ursprünglich keine Süßigkeiten, sondern Äpfel als gute Gaben. Über Jahrtausende galten Äpfel als Symbol für Reichtum, Liebe und Fruchtbarkeit, die durch die moderne industrielle Massenproduktion fast vollständig abhanden gekommen sind. Der Apfel ist heute die vielleicht alltäglichste Frucht in unserem Haushalt.
Äpfel stehen an vierter Stelle der weltweiten Produktionsrangliste für Obstsorten, nach Zitrusfrüchten, Bananen und Trauben.
Anbaugebiete finden sich auf der ganzen Welt, überall dort, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. China ist das wichtigste Erzeugerland, von der USA gefolgt.
Die Deutschen sind die größten Apfelesser in Europa, denn in keinem anderen EU-Land werden so viele Äpfel verzehrt. Allein in Nordrhein-Westfalen hängen in jedem Jahr 52.000 Tonnen Äpfel an den Bäumen. Dabei produziert Deutschland nur etwa die Hälfte seiner Äpfel selbst, der Rest wird importiert.

Eine berühmte Redewendung: "An apple a day keeps the doctor away…" stammt aus dem 19. Jahrhundert, denn die gesundheitsfördernde Wirkung des Apfels ist schon lange bekannt. Heute weiß man auch genauer warum Äpfel so gesund sind.
Sie enthalten mehr als 30 verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente sowie viele wichtige Vitamine. Fruchtsäuren wirken wie eine biologische Zahnbürste; die Farb- und Gerbstoffe des Apfels schützen vor Herz- und Kreislauferkrankungen und tragen zur Stärkung des Immunsystems bei.
Äpfel sind nicht nur gesund, sie machen auch schlank: Weil Apfelpektin besonders quellfähig ist, regt es die Verdauung an und sorgt für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. Zumindest Friedrich von Schiller machten Äpfel auch kreativ, der Poet verwahrte stets einige angefaulte Äpfel in seiner Schreibtischschublade und war überzeugt von der inspirierenden Wirkung ihres süßlichen Geruchs.

Was ist „Xenical“ in Verbindung mit Abnehmen

Bei der Diätkapsel Xenical handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament (Hartkapseln), das nur schwer übergewichtige Personen (BMI 30 bzw. BMI 27, wenn gleichzeitig ein weiterer Risikofaktor wie Diabetes, Hypertonie o.ä. vorliegt) anwenden sollen. Das Medikament wird bis zu zwei Jahre lang dreimal täglich eingenommen und kostet ca. 106 € pro Monat wird zurzeit nicht von den Kassen übernommen.
Es kommt nach dem Absetzen des Medikamentes erneut zu einer Gewichtszunahme, wenn sie nicht neben der medikamentösen Therapie zusätzlich eine Ernährungstherapie und möglichst auch eine Bewegungstherapie befolgen. Xenical bzw. dessen Wirkstoff Orlistat blockiert die für die Fettverdauung zuständige Lipase. Dadurch kann der Körper ca. ein Drittel des täglich zugeführten Fetts nicht nutzen und scheidet es direkt mit dem Stuhl wieder aus. Es kommt durch die große Fettbelastung des Stuhls zu unangenehmen Durchfällen, sofern die Ernährung nicht gleichzeitig auf eine fettarme Kostform umgestellt wird. Sonstige Nebenwirkungen sind Flecken in der Unterwäsche bedingt durch Fettstühle, flüssige Stühle bis hin zur Stuhlinkontinenz, Blähungen, Verdauungsstörungen sowie u.U. eine Unterversorgung mit fettlöslichen Vitaminen (z.B. Vitamin E) und essentiellen Fettsäuren. Durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln soll dem möglichen Vitaminmangel entgegen gewirkt werden. Orlistat sollte nicht verwendet werden, wenn eine Immunsuppression (Unterdrückung der Abwehrreaktion) mit dem Wirkstoff Ciclosporin (z. B. nach Organ-Transplantationen) erfolgt, da das fettlösliche Medikament mit den nicht resorbierten Fetten ausgeschieden wird und für den Körper nicht mehr verfügbar ist. Wegen der unangenehmen Durchfälle setzen einige Patienten, laut Erfahrungsberichte einzelner Ernährungsberater/innen recht schnell Xenical wieder ab. Dazu der Hersteller von Xenical Hoffmann-La Roche: "Es obliegt dem Patienten selbst, therapiebegleitende Nebeneffekte (Fettstühle) durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine fettnormalisierte Kost positiv zu beeinflussen." Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Prof. Wolfram vertritt hingegen die Auffassung: "Wer ein solches Essverhalten lernt und beibehalten kann, braucht eigentlich keinen Lipasehemmer." Das Institut für Qualitätssicherung in der Ernährungstherapie und Ernährungsberatung (QUETHEB e.V.) weist darauf hin, dass Übergewicht langfristig nur unter qualifizierter ernährungstherapeutischer Führung, verbunden mit regelmäßiger Bewegung und unter Umständen mit zusätzlicher psychologischer Betreuung abgebaut werden kann. Xenical sei dabei nur eine kurzfristige Initialmaßnahme.

Was steckt hinter dem Namen: „Herbalife“

Die Firma Herbalife verkauft seit 1991 bundesweit mittels Direktvertrieb Formula-Diäten, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetikartikel. Heute zielt Herbalife auf drei Anwendungsgebiete ab, nämlich auf Gewichtsreduktion, Nahrungsergänzung und auf Gewichtsabnahme, welches ursprünglich nur auf Diät bei Übergewichtige war. Herbalife - Produkte werden ausschließlich durch selbständige "Berater" vertrieben, die vielfach keine staatlich anerkannte Qualifikation zur Ernährungsberatung vorweisen können. Diese "Berater" laden potentielle Kunden aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis zur "Shake-Party" ein, wo die Produkte auch probiert werden können. Das Vertrauensverhältnis und die gemütliche Party-Atmosphäre hilft beim Gewinnen neuer Kunden. Es werden auch neue Kunden angesprochen mittels kleiner Zettel im Briefkasten, oder am Auto unterm Scheibenwischer auf dem Parkplatz, oder durch Kleinanzeigen in der Zeitung, weil der eigene Verwandten und Bekanntenkreis nicht allzu groß ist.
"Abnehmen beginnt im Kopf! Für Damen und Herren, die ernsthaft mit unserem von Ärzten empfohlenen Abnahmeprogramm 5 kg bis 55 kg Körpergewicht abnehmen und halten wollen." So oder ähnlich lauten die entsprechenden Werbebotschaften, die meist mit dem Namen des Beraters und einer Telefonnummer für einen persönlichen Gesprächstermin enden. Es wird zusätzlich ein Verdienst in Aussicht gestellt, dadurch dass die Kunden selber zu Beraten werden. Der erste Berater verdient dann an den Verkäufen des neuen mit (Multi Level Marketing) und hat seine eigenen Produkte zum Einkaufspreis.Das Gewichtsreduktionsprogramm gibt es in zwei Haupt-Varianten, der "Normalversion" (für die nicht so starke Gewichtsabnahme und den Diät-Einstieg) und dem "Goldprogramm". Zum Diätprogramm gehören jeweils vier Produkte, nämlich Getränkepulver in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen
("Formula 1"), Ballaststoff und Kräuter-Presslinge
("Formula 2"), Vitamintabletten mit Calcium
("Formula 3") und Presslinge mit Vitamin C und ausgesuchten Pflanzenteilen
("Formula 4"). Die Grundausstattung Formula 1-4 kostet ca. 106 Euro bzw. ca. 150 Euro (Quickstart-Power") mit zusätzlichen "Thermojetics Grüne und Braune Kräuterpresslinge mit Koffein". Die Getränkepulverdose reicht für 20 Mahlzeiten (lt. Empfehlung damit für 10 Tage), jede weitere Dose kostet 46,00 Euro. Zusätzliche Kombinationen an Nahrungsergänzungsmittel enthalten außerdem verschiedene Abnehmpakete die angeboten werden. Außerdem sind ACE - Presslinge, Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q 10, Eiweißriegel, Kaugummis, Tee- und Aloe Vera-Getränkekonzentrate sowie Kosmetik im Angebot, gehören aber nicht direkt zum Abnehmprogramm.
Im allgemeinen wird eine 30 Tage Geld zurück Garantie, sogar auf geöffnete Verpackungen auf alle Produkte gegeben.
Meist wird die "Formel 3-2-1", sprich dreimal täglich Presslinge, zweimal täglich Formula-1-Shake und "einmal am Tag das essen, was Ihnen schmeckt" empfohlen. Hierbei ist eine Gewichtsabnahme nicht mehr gewährleistet und darf auch nicht beworben werden. Beim Goldstandard werden sämtliche Mahlzeiten durch Shakes ersetzt. Ganz wichtig: Mit fettarmer Milch sollte unbedingt die Zubereitung und genauestens nach Verpackungsanweisung der Shakes erfolgt werden. Einige Berater empfehlen zur schnelleren Gewichtsabnahme ("beugt dem Stillstand beim Abnehmen vor") die Zubereitung z. B. mit Apfelsaft "oder besser noch Trinkwasser". Eine nicht auszureichende Nährstoffversorgung gemäß den gesetzlichen Regelungen für Formula - Diäten und sogar eine Gesundheitsgefährdung ist bei dieser Empfehlung nicht auszuschließen. Man sollte nicht die Rezepte der einzelnen Berater, sondern die Packungsaufschrift beachten und befolgen.
Einige Berater preisen gerne die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Produkte bezüglich der Heilung bestimmter Krankheiten wie Psoriasis, Neurodermitis, aber auch ernsthaftere Erkrankungen wie Diabetes, Gicht, Schlaganfall und Herzinfarkt, welche alle als Folge einer Zell-Unterernährung dargestellt werden. Erste Erfolge sollen sich schon nach wenigen Wochen einstellen, langfristig sei aber eine Dauereinnahme von F1-F4 nötig. Derartige Aussagen sind gesetzlich nicht zulässig. Herbalife Deutschland verwahrt sich auch dagegen und bittet darum, Namen und Adressen von Beratern genannt zu bekommen, die derartige Aussagen treffen. Als Babynahrung ist Herbalife Formula 1 nicht zugelassen.Außerdem sind Formula - Diäten grundsätzlich nicht für die Gewichtsreduktion von Kindern und Jugendlichen geeignet, da dadurch einen altersgemäße Nährstoffzufuhr gefährdet ist.

Optifast, ist dass das optimale

OPTIFAST ist ein Gewichtsreduktionsprogramm, ursprünglich entwickelt von der Fa. Wander, heute Novartis Consumer Health GmbH, die diese in den ersten drei Monaten zu Beginn eingesetzte Formula - Diät produziert. Bei OPTIFAST handelt es sich nicht um eine kurzfristige Diätmaßnahme, sondern um ein ambulantes Programm zur langfristigen Therapie von starkem Übergewicht in 45 Therapiezentren in Deutschland und einem in Österreich, die an Krankenhäuser (Abt. Innere Medizin) angeschlossen sind. Es ist geeignet für erwachsene Adipositas - Patienten mit einem (BMI 30 (starkes Übergewicht), auch bei Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen etc. (wegen der medizinischen Betreuung). Das sogenannte Modifast – Programm gibt es in vielen Therapiezentren für mäßig Übergewichtige (BMI 25-30), hierbei wird die auch freiverkäufliche Formula - Diät "Modifast" eingesetzt. Für Kinder (13-18 Jahre) ist nur das spezielle Optifast Junior-Programm geeignet. Kombination aus Formula - Diät, kohlenhydratflexibler, fettkontrollierter Ernährung (nach der Fastenphase), medizinischer und psychologischer Betreuung sowie Sport 52-Wochen-Programm:
Vorbereitungsphase eine Woche, Fastenphase zwölf Wochen (Formula-Diät OPTIFAST-800 mit 800 kcal/Tag), Umstellungsphase sechs Wochen (incl. Schulungskurs), Fasten- und Umstellphase mit kurzem Arzttermin an jedem Gruppenabend, Stabilisierungsphase 33 Wochen mit wöchentlichem Gruppenabend. Fünf umfangreiche medizinische Untersuchungen sind insgesamt vorgesehen. Während des 52-Wochen Programms werden drei bis vier Mal schriftlich die Krankenkasse und der Hausarzt über die Fortschritte informiert. Langfristige Gewichtsstabilisierung inklusive weiterer Betreuung soll durch den Hausarzt nach Programmabschluss erfolgen.Die Gesamtkosten für das 52-Wochen-Programm betragen ca. 2900 Euro). Die Formula-Diät Optifast-800 ist nur im Rahmen des Programms erhältlich. Einzelne Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten (ohne Formula - Produkte). Es handelt sich um eine Gewichtsabnahme mit multidisziplinärer Betreuung durch Ärzte, Ernährungsfachkräfte, Krankenschwestern, Sport- und Bewegungstherapeuten sowie Psychologen. Die anfangs sehr rasche Gewichtsabnahme birgt gewisse Gefahren wie höhere Rückfallgefahr (wenn die Stabilisationsphase nicht durchgehalten wird) und evtl. gesundheitliche Beschwerden wie Kreislaufstörungen. Kontrolliert und verbessert wird das Programm ständig anhand der amerikanischen Langzeit-Erfolgskriterien.

So hat sich auch die Verlängerung von früher 26 Wochen auf das seit 1999 angebotene 52-Wochen-Programm ergeben, welches zu einer besseren Stabilisierung des neuen Gewichts beitragen dürfte. Aus den früheren Optifast-Programmen (26 Wochen) sind immer wieder Verbraucher/innen bei der Verbraucherzentrale vorstellig geworden. Nach Abschluss des Programms haben sie schnell wieder zugenommen, obwohl sie sehr gut Anfangs abgenommen hatten. Erfahrungsberichte mit dem neuen 52-wöchigen Programm liegen den Verbraucherzentralen bis jetzt noch nicht vor. Somit gilt als Endresultat Optifast als eines der erfolgreichsten Gewichtsreduktionsprogramme für Schwer-Übergewichtige. Die Formula-Diät ist als Einstieg zusehen, um die Motivation zu erhalten und die Abbruchzahlen niedrig zu halten. Ganz wichtig ist das Durchhalten der Therapie in der Stabilisierungsphase, hier kommt es zu den meisten Abbrüchen (68 % aller Abbrüche). Wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt ist das OPTIFAST-Programm recht teuer, gewährleistet durch die multidisziplinäre Betreuung aber eine sehr gute, sichere Gewichtsabnahme.

Was verstehen wir unter Formular - Diät

Es sind verschiedene Arten von Pulver die mit Wasser oder auch mit Milch angerührt werden. Formula – Diät ist somit ein Sammelbegriff und wird als alleinige Kost oder auf mehrere Tagesmahlzeiten eingesetzt. Sie enthalten gesetzlich vorgeschriebene Mengen der wichtigsten Nährstoffe und müssen, sofern alle Mahlzeiten ersetzt werden, den Warnhinweis „Darf ohne ärztlichen Rat nicht länger als drei Wochen verwendet werden" tragen. Meist handelt es sich um sogenannte Shakes in den Geschmacksrichtungen Erdbeere, Vanille, Schoko und Tropic, aber auch cremige Suppen. Beispiele für solche Diäten sind „Slim Fast", „Modifast", „bionorm", „Day-Fit", „Herbalife Formula 1", „Cambridge-Diät" und viele mehr. Unterschiedliche Eiweißquellen, wie zum Beispiel Milch, Soja, Molke und Lupine enthalten die Formula – Diäten. Produkte auf Soja-Basis können aus gentechnisch verändertem Soja hergestellt sein (kennzeichnungspflichtig) oder aber nicht deklarationspflichtige Spuren von Gen-Soja enthalten. Letztere wurden im Rahmen von Öko-Test-Untersuchungen beim Herbalife F1, MegaSlim, Aktivkost Soja-Milch-Honig, Slim Fast und Almased Vitalkost - Energiereiche Diät-Nahrung, gefunden. Die Verbraucherzentralen bewerten diese Gewichtsabnahmen, durch den Einsatz solcher Formula – Diäten, selten von langer Dauer. Nach den vorgeschriebenen Wochen des eintönigen Geschmacks wird oft wieder gegessen wie vor der Diät. Der Körper nimmt schnell wieder zu, weil er immer noch auf Sparflamme arbeitet und wenig Energie verbraucht. Oft erreichen Sie so ein höheres Gewicht als zu Beginn der Diät. Ein Einsatz ist am ehesten sinnvoll, wenn aus medizinischen Gründen schnell abgenommen werden muss, z.B. vor einer Operation. Einige Firmen setzen eine Formula-Diät (z.B. BCM-Diät Start Kost, Optifast) zu Beginn der Gewichtsreduktion für wenige Tage bis einige Wochen mit dem Ziel ein, die Motivation durch anfänglich schnellere Gewichtsabnahme zu steigern. Das wichtige Training beginnt erst hinterher, anschließend das Essverhalten zu ändern. Besonders um die Kunden bemühte Firmen fördern die Abnahme durch ein zusätzliches Bewegungsprogramm. Eine dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und mehr Bewegung, sind wegen dem Jo-Jo-Effekt, ohne durchhaltende Konsequenz dieser Formula – Diäten auf jeden Fall nicht gesundheitsfördernd.

Exotische Schlankmacher mal unter der Lupe

Exotische Lebensmittel, denen insbesondere schlankmachende Wirkung unterstellt wird, haben immer Konjunktur, nur die Lebensmittel wechseln häufiger: Topinambur, Teufelszunge, Tamarindenauszüge, Fruchtextrakte aus Papaya und Ananas, Noni-Saft, Aloe vera oder Weißer Tee, Süßgras, Portulak oder Rucola. Die Schlankmacher sie mit einer unverdaulichen Substanz umhüllt, so das sie vom Körper nicht verwertet werden können, behauptet die Werbung.
Die Früchte sollen prinzipiell sehr gut sein, andere sollen sogar fettverzehrende Wirkstoffe enthalten. Bei exotischen Schlankmachern handelt es sich oft um Produkte, die reich an quellfähigen Ballaststoffen sind, so die Verbraucherzentralen. Es stellt sich schnell ein Sättigungsgefühl ein, wenn dazu viel getrunken wird. Die in den Fruchtextrakten enthaltenen Enzyme, die in der Werbung als fettschmelzend beschrieben werden, führen sogar eher zu einer Gewichtszunahme, da sie für eine bessere Eiweißverdauung sorgen. Die meisten Werbeaussagen bei den Produkten wie Noni und Aloe vera, die durch ihre "wunderbaren" Inhaltsstoffe nicht nur bei der Gewichtsabnahme helfen sollen, würden auch noch alle möglichen Leiden (wie Neurodermitis, Arthrose, Krebs, Aids,…) kurieren, welches aber nie wissenschaftlich belegt worden ist. Besonders aufpassen sollte man bei scheinbar redaktionellen Beiträgen, wie sie gerne in den Fernsehbeilagen von Zeitungen abgedruckt werden. Auch wenn es dort heißt „Produkte mit dem Wirkstoff xy können Sie in der Apotheke kaufen“, gibt es meist nur ein einziges Produkt eines einzelnen Herstellers. Es handelt sich bei solchen Gesundheitsbeiträgen häufig um verborgene Werbung.

Erklärung des BCM - Diät - Programms

Das BCM - Diät- und Ernährungsprogramm der Fa. PreCon, ist ein Gewichtsreduktionsprogramm, das seit 1986 in über 1700 Beratungsstellen in Deutschland und inzwischen auch europaweit angeboten wird. Mit Hilfe einer elektrischen Körperanalyse (Bioimpedanz) wird die Körperzusammensetzung bestimmt (Wasser, Zellmasse, Fett). Ein Computerausdruck gibt den Teilnehmern Auskunft über ihre tatsächliche und wünschenswerte Fettmasse und berechnet gleichzeitig die Dauer für die so festgelegte Fettreduktion. Um den Fettverlust zu erreichen, sollen zwei Tage lang die Mahlzeiten durch die Formula – Diät, die sogenannte "Startkost" ersetzt werden. In den folgenden Wochen werden bis zum Erreichen des Zielgewichts zwei Mahlzeiten durch das Nahrungsergänzungsprodukt "Basiskost", zubereitet mit einem fettarmen Milchprodukt, ersetzt. Als dritte Mahlzeit des Tages ist normale Mischkost (600-800 kcal) vorgesehen. In der ca. acht Wochen dauernden Abnehmphase sind zwei Mischkostmahlzeiten und einmal Basiskost vorgesehen. Dabei wird erlernt, das richtige Ess- und Trinkverhalten in den Alltag zu integrieren. Danach folgt für acht bis zwölf Wochen die Erhalungsphase mit einer kontrollierten Umstellung auf drei normale Mischkostmahlzeiten pro Tag. Ziel der Diät ist die Stabilisierung der Körperzellmasse (BCM = Body Cell Mass) und die Senkung des körpereigenen Fettanteils. Die entsprechenden Werte werden wöchentlich kontrolliert, um einen relevanten Muskelabbau rechtzeitig zu erkennen.

Der monatliche Beitrag für die wöchentlichen Gruppentreffen, bei denen es um das Training des Essverhaltens geht, beträgt ca. 18 Euro. Je nach Gruppe und Station der einzelnen Bundesländer verschieden. Hinzu kommen die Kosten für die Basis-Kost (28 Portionen für 39,50 Euro bzw. ca. 83 Euro pro Monat während der Reduktionsphase). Die Gesamtkosten belaufen sich bei einer gewünschten Gewichtsreduktion von 10 kg (10 Wochen Reduktion, 8 Wochen Integration, 12 Wochen Stabilisierung) auf ca. 400 Euro.

Neben den eigentlichen Produkten zur Gewichtsreduktion werden auch Reserveriegel, Spezial Produkte, ein ballaststoffhaltiges Getränk und eine Vitamin-Spurenelement-Nahrungsergänzung für den kleinen Hunger angeboten. Seit neuestem gibt es zusätzlich ein Bewegungsprogramm. Mittels eines Eingangstests werden Kraft, Koordination und Ausdauer der Teilnehmer sowie mittels Befragung das bisherige Bewegungsverhalten, Wünsche und Gesundheitsprobleme ermittelt und per Computer in individualisierte Sportübungen umgesetzt. Durch die Bewegung wird der Stoffwechsel aktiviert und dem Muskelabbau bei der Gewichtsreduktion entgegengewirkt.

Vorsicht vor Chinesische Schlankheitsmittel

Einige chinesische Schlankheitsmittel, die übers Internet (Auktionen) oder im privaten Kreis angeboten werden, bergen höchste gesundheitliche Risiken durch Wirkstoff Sibutramin - (Lebensgefahr). Aktuell lösen Kapseln große Besorgnis aus, die nach amtlicher Untersuchung neben dem deklarierten „Pulver chinesischer Pflanzen“ auch einen auf der Packung unerwähnten Wirkstoff in sehr hoher Dosis enthalten: das verschreibungspflichtige Sibutramin. Diese Substanz ist in Deutschland nur in einem einzigen rezeptpflichtigen Medikament zugelassen – und das in deutlich geringerer Dosis.
Nur unter ärztlicher Überwachung darf diese Einnahme von Sibutramin in Deutschland erfolgen. Sibutramin kann als Nebenwirkung sowohl Blutdruck als auch Herzfrequenz („Herzrasen“) erheblich erhöhen. Manche Patienten klagen zudem über Mundtrockenheit, Kopfschmerzen und Verstopfung. Bei nicht oder unzureichend eingestelltem Blutdruck, bei Magersucht, oder bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten aus der Gruppe der so genannten MAO-Hemmer und Appetitzüglern, darf auf keinen fall dieser Stoff eingenommen werden.
Weltweit sind mindestens 34 Todesfälle in Verbindung mit Sibutramin bekannt. Außerdem gibt es international eine Reihe von Berichten über Gedächtnisstörungen, beeinträchtigtes Erinnerungsvermögen, sowie Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, Sprach- oder Sehstörungen und des weiteren Migräneattacken. Die Präparate sind in Deutschland nicht verkehrsfähig. Der Handel oder Verkauf mit nicht zugelassenen Arzneimitteln ist ein Straftatbestand. Die Verbraucherzentrale rät daher, auf die folgenden Produkte zu verzichten:
- Evolution Slim & Slender (hergestellt von New Life LiDa b.v., Tilburg)
- LiDa Dai Dai Hua Jiao Nang (hergestellt von Kunming Dali Industry & Trade Co., Ltd.)
- Miaozi In der Vergangenheit hatte bereits die Verbraucherzentralen vor den „rein pflanzlichen“ bezeichneten Kapseln "Shubao - slimming Capsules" gewarnt.
Sie enthalten das auf den Packungen nicht deklarierte leberschädigende Nitroso-Fenfluramin. Dieser gesundheitsgefärdende Wirkstoff findet sich in folgenden chinesischen Schlankheitsmitteln:
Chaso, Keep Fit Lin, Ma zin Dol, Onshido, QIAN ER, QingQing, Qing Zi Su, Quian Er, SB Slimming Capsules, Shuaojiafejiaolang, Slim 10, Xian Zi Su Jian Fei Jiao, Xin Xue Kang Jiao Naing, Yuzhitang Jian Fei Jiao Nang
Es sollte unbedingt kurzfristig mit seinem Hausarzt Rücksprache gehalten werden, wer irgendeines dieser Mittel bereits eingenommen hat.Grundsätzlich rät die Verbraucherzentrale davon ab, angebliche Schlankheitsmittel mit asiatischen Heilkräutern oder besonderer Kräutermischungen unkontrolliert einzunehmen!

Erklärung des „Body – Maß – Index“

Ob eine Gewichtsreduktion wirklich notwendig ist, lässt sich für Erwachsene mittels des Body – Maß - Index (BMI) bestimmen.

Der BMI ergibt sich aus der Division von Gewicht (kg) durch Körpergröße (in m) zum Quadrat.
Leichtes Übergewicht beginnt bei einem Body – Maß - Index von 25, von schwerem Übergewicht spricht man bei einem Wert über 30. Ein BMI-Wert unter 19 gilt als untergewichtig und ist aus gesundheitlichen Gründen nicht erstrebenswert.

Superdünne Laufstegschönheiten

In der Diskussion um Magersucht bei jungen Mädchen hat nun auch die italienische Regierung die Notbremse gezogen. Für Hungerhaken rückt das Karriere Ende näher. Die italienische Regierung in Rom hat einen Feldzug gegen zu dünne Models angekündigt: Giovanna Melandri, Ministerin für Jugendpolitik, hat sich mit den Modeverbänden des Landes auf eine Grundsatzerklärung gegen Magersucht geeinigt. Models, die in Italien an Modeschauen teilnehmen wollen, müssen demnach in Zukunft per ärztlichem Attest nachweisen, dass sie bei guter Gesundheit sind und keine Ess-Störung haben, berichtete die Zeitung "La Stampa". Das Büro von Ministerpräsident Romano Prodi erklärte, künftig sollten häufiger vollschlanke Models von mediterraner Schönheit auf den Laufstegen zu sehen sein. Damit soll verhindert werden, dass superdünne Laufstegschönheiten jungen Mädchen weiterhin als Vorbild dienen.
Wie schon seit kurzem in Brasilien dürfen auch in Italien keine Mädchen unter 16 mehr auf den Catwalk. Zudem haben die Nachrichten berichtet, das Designer in ihre Kollektionen künftig die Konfektionsgrößen 40 und 42 aufnehmen, hieß es weiter. Die Erklärung soll offiziell in Rom unterzeichnet worden sein.
Auch Spanien hatte schon letztes Jahr im September bereits Schritte gegen Magersucht in der Modebranche unternommen und mehreren Models die Teilnahme an einer Modenschau in Madrid verboten, weil sie nicht das vorgeschriebene Mindestgewicht auf die Waage brachten. Die Veranstalter hatten angeordnet, dass alle Mädchen einen Body – Maß - Index von mindestens 18 vorweisen müssen. Ein Index von weniger als 18,5 gilt als untergewichtig.
Erst im November 2006 war ein brasilianisches Model im Alter von 21 Jahren an den Folgen ihrer Magersucht gestorben. Bei einer Größe von 1,74 Metern wog sie am Ende nur noch 40 Kilogramm. Der Präsident einer italienischen Lobbyorganisation der Modefirmen, Stefano Dominella, erklärte, man wolle dafür sorgen, dass die Mode nicht für derartig dramatische Vorfälle verantwortlich gemacht werde.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Wir haben eine Sensation in der Medizingeschichte, denn jedes Jahr wird bei rund 33 500 Frauen in Europa Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, rund 15 000 Frauen sterben daran. Das sind 40 Frauen täglich bzw. fast zwei pro Stunde. Mit einem seit Mitte Oktober erhältlichen Impfstoff ist jetzt Hilfe in Sicht.
Man geht heute davon aus, dass rund 20 Prozent aller Tumoren infektiös bedingt sind. Das bedeutet, dass sich aus dem Kontakt mit Viren oder Bakterien chronische Infektionen entwickeln, die schließlich zu einer Krebserkrankung führen. Zu den größten "Killern" gehören die Warzenviren (fachsprachlich: Humane Papillomviren, kurz HPV). Sie befallen die Schleimhäute im Genital-, Mund- und Analbereich und verursachen kleine Verletzungen, Wucherungen und besonders häufig Gebärmutterhalskrebs. Unter rund 100 verschiedenen Typen sind nur 17 krebserregend und davon zwei besonders gefährlich.
Die Übertragung der Viren im genitalen Bereich erfolgt hauptsächlich über den Geschlechtsverkehr. Besonders gefährdet sind Mädchen, die früh sexuell aktiv sind, denn dann scheint das Gewebe am Gebärmutterhals besonders empfänglich für eine Infektion zu sein. Das Risiko einer Ansteckung steigt zusätzlich, wenn die Sexualpartner (vor allem bei ungeschütztem Verkehr) häufig gewechselt werden.
Je nach Studie kommen zwischen 50 und 80 Prozent aller Menschen im Lauf ihres Lebens mit Papillomviren in Kontakt. Zwar heilt die Infektion in vielen Fällen ohne Beschwerden aus, bei ca. 20 Prozent der Infizierten bleibt das Virus jedoch im Körper und bei ca. fünf Prozent entwickelt sich nach Jahren bis Jahrzehnten Gebärmutterhalskrebs. Die Wissenschaftler feiern die neue Impfung als Meilenstein in der Krebsprävention. Sie hoffen, mit den beiden neuen Impfstoffen die Krankheitserreger gänzlich auszurotten. Doch bis dahin könnte es in Deutschland noch ein langer Weg sein. In den USA ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bereits seit Mitte dieses Jahres zugelassen. Dort hat die zuständige Seuchenkontrolle auch schon Empfehlungen für eine nationale Routine-Impfung von Mädchen im Alter von elf bis zwölf Jahren ausgesprochen. Die Impfung soll die Impflinge vor der sexuellen Aktivität erreichen, wird aber auch noch für ältere Mädchen und Frauen bis 26 Jahre empfohlen.
In Deutschland ist der Impfstoff zwar seit Mitte Oktober in den Apotheken erhältlich, er ist jedoch kostspielig (soll ca. 465 Euro kosten) und somit für breite Bevölkerungsschichten nicht erschwinglich. Verbraucher, die auf eine Übernahme der Kosten durch alle Kassen und ein effektives Impfprogramm hoffen, müssen sich noch gedulden. Denn einige Kassen verweisen derzeit auf das noch ausstehende Urteil der Ständigen Impfkommission. Kassen, die einer Übernahme der Kosten für Mädchen zwischen neun und 17 Jahren bereits zugestimmt haben, sind die AOK, die TK und die DAK.

Mit den von den Krankenkassen bezahlten Früherkennungs-Untersuchungen rückt man der Erkrankung schon lange zu Leibe. Die krankhaften Veränderungen am Gebärmutterhals lassen sich relativ leicht feststellen, indem eine Zellprobe vom Gebärmutterhals entnommen und auf krankhaft veränderte Zellen bzw. deren Vorstufen untersucht wird (Abstrichuntersuchung, so genannter PAP-Test).
Wird diese Erkrankung im Vorstufstadium erkannt und behandelt, besteht eine fast hundertprozentige Heilungschance.
Die Früherkennung hat die Zahl der Neuerkrankungen zwar deutlich reduziert, nach wie vor sterben jährlich in Deutschland aber noch zu viele Frauen. Der Grund: In Deutschland nimmt nur jede zweite Frau über 20 das Angebot der Krebsvorsorge wahr. Nach wie vor ist die Früherkennung ein hoher Kostenfaktor im Gesundheitswesen und für die betroffenen Frauen belastend. Werden erste Wucherungen gefunden, müssen diese ständig medizinisch kontrolliert werden, in schwereren Fällen werden operative Eingriffe und eine intensive Krebstherapie nötig.
Der derzeit erhältliche Impfstoff kann bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 15 Jahren sowie Frauen ab 16 Jahren verabreicht werden. Um vor Gebärmutterhalskrebs und weiteren Erkrankungen, die durch humane Papillomviren (HPV) verursacht werden, zu schützen, richtet sich der Impfstoff gegen die vier Virustypen, diese machen zusammen genommen den größten Teil der genitalen HPV - Erkrankungen aus. Geimpft wird dreimal, idealerweise zu den Zeitpunkten 0, 2 und 6 Monate. Die zweite Impfung kann frühestens einen Monat nach der ersten verabreicht werden, die dritte Impfung frühestens drei Monate nach der zweiten. Alle drei Impfungen müssen in jedem Fall innerhalb von zwölf Monaten erfolgen.

Gefährlicher Geschlechtsverkehr

Aids ist erfolgreich im öffentlichen Bewusstsein verankert, andere sexuell übertragbare Geschwister – Krankheiten von Aids nicht. Doch Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö sind in Deutschland auf dem Vormarsch, warnen Experten. Das wirft auch ein schlechtes Licht auf die Aids-Prävention der Bundesbürger.
Die Zahlen aus Osteuropa klingen alarmierend, denn es gibt mehr Neuinfektionen, es droht eine Aids- Epidemie. Nicht nur, dass auch in Deutschland im vergangenen Jahr die Zahl der Neuinfektion, erneut angestiegen ist. HIV ist bei weitem nicht der einzige Krankheitserreger, der allzu sorglose Bundesbürger beim Geschlechtsverkehr zu infizieren droht. Gerd Gross von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Universität Rostock sagte: "Viele sexuell übertragbare Krankheiten werden heute unterschätzt".
Seit einigen Jahren nehmen die Fälle von Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien und Genitalherpes in Westeuropa stetig zu. Besonders in Großbritannien und Skandinavien werden mehr und mehr Infektionen beobachtet. Seit 2001 hat dieser Trend auch Deutschland erfasst. Aus Sachsen wurde kürzlich ein Anstieg der Syphilis-Fälle um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. "Syphilis ist eine Marker-Erkrankung: Wenn sie sich ausbreitet, gilt das auch für andere Geschlechtskrankheiten", erklärt Martin Hartmann, Mediziner an der Universitätsklinik in Heidelberg.
Wichtige Indizien liefert für solche Trends neuerdings auch ein bundesweites Meldesystem. Arztpraxen, Gesundheitsämter und Fachambulanzen dienen dabei als eine Art Wachtposten, um den Ausbruch einer Geschlechtskrankheit rechtzeitig zu lokalisieren. Über 250 Gesundheitseinrichtungen erfassen Fälle von Neuerkrankungen und übermitteln diese an das Robert-Koch-Institut in Berlin.
Jedes Jahr werden im Meldesystem rund 80.000 Untersuchungen von Patienten gezählt. Bei durchschnittlich 760 von ihnen werden Chlamydien gefunden, 390 leiden an einer Gonorrhö und bei knapp 400 wird die Diagnose Syphilis gestellt.
Bisherigen Resultate weisen darauf hin, dass sexuell übertragbare Erkrankungen in Deutschland häufig vorkommen, heißt es in einem Bericht des Robert-Koch-Institutes. Seit 2004 zeigt das Frühwarnsystem in Aachen einen Ausbruch der Syphilis an, denn vorher trat die Krankheit dort nur sporadisch auf. Auf ein mal wurden in kurzer Zeit 150 Fälle in der Region aufgeführt. Laut Institut begann der Ausbruch auf dem Beschaffungsstrich bei Prostituierten, die Drogen nahmen. Weiterhin hat das Institut dem Gesundheitsamt geraten, die Betroffenen mit Aufklärungskampagnen, Sozialarbeitern und Presseinformationen auf die Gefahr hinzuweisen. Leider blieb der durchschlagender Erfolg bisher aus, es werden weiter Neuerkrankungen gemeldet.
Generell nehmen die Geschlechtskrankheiten in den Großstädten am stärksten zu, aber auch an den Landesgrenzen, wo die angespannte wirtschaftliche Lage die Prostitution begünstige, das wiederum beschleunige die Ausbreitung der Infektionen. Hinzu kommt, dass die Gesundheitsversorgung in diesen Landesteilen häufig äußerst dürftig ist, wenn Sie 200 Kilometer fahren müssen, um in die nächste Klinik zu kommen, ist das ein Problem. In einem EU-Projekt wird deshalb nun auch für vier Grenzregionen zwischen den neuen und alten EU-Mitgliedsstaaten ein Meldesystem aufgebaut.
"Eine Chlamydien-Infektion ist mit Abstand die häufigste Geschlechtskrankheit", betonte Jansen vom Institut. "Sie verläuft aber in zwei Dritteln der Fälle ohne Symptome und bleibt deshalb leider oft unerkannt." Daher dürften die Zahlen im Meldesystem auch nur die Spitze des Eisberges zeigen.
In einer Untersuchung an Berliner Schulen wurden die Bakterien fast bei jedem zehnten Mädchen gefunden, und es wird vermutet, dass sich jährlich 300.000 Menschen hierzulande neu anstecken. Die Erreger können im schlimmsten Fall die Eileiter entzünden. Beim Abheilen entstehen wulstige Narben, die den Kanal unter Umständen so verengen, dass befruchtete Eizellen nicht mehr in die Gebärmutter gelangen. Jede zweite ungewollt kinderlose Frau ist durch eine langjährige Infektion unfruchtbar geworden.
Viele wissen gar nicht, dass Chlamydien, übrigens genauso wie Gonorrhö und Syphilis, Schmierinfektionen sind. Dieses bedeutet, ein Kondom alleine bietet keinen hundertprozentigen Schutz, es kann schon beim Vorspiel passieren. Sollten an den Genitalien Symptome wie Jucken, Brennen oder Rötungen auftreten, müsse sofort der Frauenarzt oder der Urologe aufgesucht werden.
Mit einem Antibiotikum lassen sich Chlamydien, Syphilis und Gonorrhö problemlos bekämpfen. Bei anderen Geschlechtskrankheiten, etwa Genitalherpes oder Warzenviren, können nur die Symptome kuriert werden, nicht aber die Krankheitserreger, die Viren bleiben zeitlebens im Körper. Ganz zu schweigen von den Folgen einer HIV-Infektion.
Deshalb ist es so wichtig, dass man sich vorher überlegt, was man macht, und ich wiederhole einen ebenso wichtigen wie alten Rat: "Safer Sex bietet den größten Schutz vor Geschlechtskrankheiten!"

Gefährliche Geschlechtskrankheit

Anfang dieses Jahres wurde bekannt, das sich die Geschlechtskrankheit wieder ausbreitet, die neu entstandene Klassengesellschaft, rasantes Wirtschaftswachstum und Prostitution tragen dazu bei. Comeback der Krankheit Syphilis in China. In den sechziger Jahren hat die chinesische Gesundheitspolitik die Syphilis zurückgedrängt.
In den vergangenen 500 Jahren brachte die Syphilis in der ganzen Welt Krankheit und Tod. Erst mit der Entdeckung des Penicillins konnte die sexuell übertragbare, bakterielle Erkrankung effektiv bekämpft werden. Auch in China galt sie von 1960 bis 1980, nach einer schweren Epidemie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als ausgerottet. Jetzt kommt sie dort zurück, berichten Forscher um Zhi-Qiang Chen vom Nationalen Zentrum für Geschlechtskrankheiten im chinesischen Nanjing.
Aus den Nachrichten bekannt gab es in den Jahren von 1989 bis 1993 jährlich weniger als zwei Fälle pro einer Million Einwohner, stieg diese Zahl auf 51 Fälle pro einer Million Einwohner in den Jahren 2000 bis 2005. Einen rapiden Anstieg verzeichnen die Forscher zudem bei Babys, die als Ungeborene im Mutterleib oder bei der Geburt infiziert wurden. Die Fallzahl dieser sogenannten Syphilis stieg zwischen den Jahren 1991 bis 2005 um fast 72 Prozent.
Bei ihren Untersuchungen stützt sich Chens Team auf Daten der Gesundheitsbehörden in den 31 chinesischen Provinzen. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Wiederaufleben der Seuche seine Gründe in den Veränderungen der chinesischen Gesellschaft hat. So könnten eine deutliche Zunahme der Prostitution, die neu entstandene Klassengesellschaft, die schlechte Qualität des Gesundheitssystems sowie eine mangelnde Massenimmunität zu der neuerlichen Ausbreitung geführt haben.
In einem begleitenden Kommentar der Nachrichten stellen die Autoren dem Wissenschaftler die Frage, ob China den Kampf gegen die Krankheit erneut gewinnen könne: "Die komplette Rückkehr zu zentralisierten Programmen der Gesundheitsbehörde, die individuelle Rechte und Freiheiten missachten, ist weder wünschenswert noch sehr wahrscheinlich." China könne aber von jenen Ländern lernen, die eine schwierige Balance schaffen zwischen individuellen Rechten des Einzelnen und dem Anspruch der Öffentlichkeit auf Gesundheitskontrolle. "China braucht dringend eine nationale Kampagne, die diese Krankheit aufdeckt, sie behandelt und für eine wirksame Vorbeugung sorgt", fordern sie.
Syphilis, auch Lues oder harter Schanker genannt, ist eine ansteckende Geschlechtskrankheit, die von dem Bakterium Treponema pallidum verursacht wird. Die Erreger werden beim Sex durch Schleimhautkontakt oder im Mutterleib übertragen und können fatale Folgen für den Organismus haben. Dazu gehören unter anderem Geschwüre, Ekzeme sowie Schädigung am Herzen, im Verdauungstrakt und dem zentralen Nervensystem. Laut Gesundheitsbücher.

Warum kann einer singen, aber der andere nicht?

Die Sendung im Fernsehen „Deutschland sucht den Superstar“ ist vorbei. Fängt aber auch schon bald wieder an.
Große Fragen bleiben für viele Menschen.
Wieso kann der eine singen und der andere nicht?
Wieso klingt die schwarze Stimme von einem Sänger anscheinend von Natur aus so professionell und soulig. Und warum kann nicht jeder so singen?
Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen sage: Jeder kann singen. Klar, der eine mehr, der andere weniger gut. Aber jeder Mensch kann seine Stimme entwickeln und deutlich besser singen und auch sprechen.
Die Höhe von Tönen werden durch Muskeln im Stimmapparat geregelt. Trifft jemand keinen Ton, ist das wie wenn man mit dem Auto im ersten Gang fährt, weil man die Sache mit Gangschaltung und Kupplung und so richtig nicht auf die Reihe bekommt. Man kann Singen also im Prinzip lernen wie man Autofahren lernen kann.
Wenn Sie gerne singen würden, und sich Ihre Stimme bisher nicht frei entwickelt hat, dann kann das beispielsweise daran liegen wie genau Sie beim Singen oder Sprechen stehen, atmen und ob Sie sich verkrampfen, weil Sie sich nicht trauen. Außerdem muss man Singen natürlich üben, wie Autofahren.
Natürlich hat nicht jeder irgendwann eine Stimme wie Lionel Richie oder Joe Cocker, bei sehr guten Stimmen spielen neben den anatomische Besonderheiten im Stimmapparat auch noch Talent und eisenhartes Training eine große Rolle. Professioneller Gesangsunterricht allerdings kann bei jedem die unterentwickelten Potentiale der Stimme hervorbringen, wenn er außerdem seine Körperhaltung, Mimik und Gestik verändert. Jeder kann das zu Hause üben. Oft hilft schon eine andere Kopfhaltung, ein Lockerlassen der Gesichtszüge oder eine Verlagerung des Beckens.
Probieren Sie es einmal aus, denn Sie können es mir glauben, jeder kann singen.

Matratzen

Viele meinen, eine gute Matratze wäre eine Anschaffung fürs ganze Leben. Aber da haben Sie falsch gedacht. Aus hygienischen Gründen und zum Wohle der eigenen Gesundheit, sollte man nach ein paar Jahren seine Schlafunterlage wechseln.
Aber warum eigentlich?
Früher hatte man doch auch ein Leben lang auf ein und derselben Matratze geschlafen, weiterhin, nicht selten handelte es sich noch um Erbstücke, bei vielen Schlafunterlagen, auf denen sogar ganze Generationen ihre Nächte verbracht hatten.
Liegt es an den Materialien, sind sie nicht mehr so gut wie früher? Oder liegt es an ein verändertes Schlafverhalten? – Sicher doch wohl nicht.
Von modernen Matratzen die Materialien haben im Prinzip etwa eine 15 bis 20 Jahre lange Lebensdauer, auch die Schlafgewohnheiten haben sich bis heute nicht wirklich geändert. Es hat vielmehr hygienische Gründe, warum man seine Matratze bereits nach etwa fünf Jahren wechseln sollte.
In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde sehr viel Forschung auf dem Gebiet des guten und gesunden Schlafs betrieben, und so hat man auch jede Menge über das Innenleben von Matratzen herausgefunden. Wenn Sie nach etwa 5 Jahren eine gebrauchte Matratze im Labor untersuchen lassen, werden Sie nicht schlecht staunen, was Sie da alles zu sehen bekommen würden. Es würde zu sehen sein zum Beispiel die Hausstaubmilben und deren Kot, Bakterien, Mikromaden, auch Krankheitserreger und die gefürchteten Schimmelpilze. Vom Prinzip ist dieses aber auch kein Wunder, denn im Matratzenkern ist es dunkel, feucht und warm und das ist die bevorzugte Brutstätte für diese Krankheitserreger. Man kann nach 5 Jahren bereits von gesundheitsgefährdend sprechen, weil die Belastung vielfach schon so hoch ist und die Gefahr einer Allergieauslösung besteht. Die Ursache liegt am Besitzer selbst.
Der Mensch scheidet jede Nacht etwa 1 Liter Schweiß aus, das sind 365 Liter im Jahr, in denen natürlich auch jede Menge Bakterien, Krankheitserreger und Schmutz enthalten sind. Ein Teil verdunstet, aber auch ein großer Teil sickert jede Nacht in den Matratzenkern, er bietet einen idealen Nährboden für Milben und anderen ungebetene Gäste.
Sie können den Bakterien aber auch schwer machen, durch häufiges Lüften, keinen Teppichboden oder Teppichen in Ihrem Schlafzimmer. Die Bettwäsche oftmals waschen und natürlich das wechseln der Matratze alle paar Jahre nicht vergessen. Ganz werden Sie das große Krabbeln dennoch nicht verhindern können. Umso mehr ist es wichtig, Matratzen nicht als lebenslangen Begleiter anzusehen, immerhin verbringen wir ein Drittel unseres Lebens im Bett.

Magen – Darm – Virus, was tun

Der hochansteckende Novovirus hat manchmal Hochkonjunktur. Die Ursache liegt, nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts in Berlin, an der raschen Verbreitung in der Entstehung immer neuer Varianten des Virus, auf die sich das Immunsystem noch nicht eingestellt hat. Meistens rechnet das Institut mit bis zu einer Million Erkrankten. Es fordert deshalb alle von Erkrankten, wie Ärzte und Angehörige auf, unbedingt die nötigen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Eigentlich sind sie das ganze Jahr über unterwegs, aber meistens im Winterhalbjahr sind Novoviren besonders aktiv. Die aggressiven Magen-Darm-Viren sorgen regelmäßig für heftige Ausbrüche der unangenehmen Krankheit.
Vor allem in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, verbreiten sich die Viren rasant.
Wenn Erkrankte sich abrupt heftig erbrechen müssen, sind das die ersten Anzeichen, gepaart mit zusätzlich häufig starkem Durchfall. Schnell klagen Betroffene über Schmerzen und Übelkeit, sie fühlen sich kraftlos, matt, kurzum, so richtig krank. Es tritt auch selten Fieber auf. Die Patienten verlieren viel Flüssigkeit und deshalb müssen Sie reichlich zu trinken bekommen. Besonders ältere Menschen und Kinder sind deshalb gefährdet nicht genügend zu trinken. Die Erkrankung durch Novoviren gibt es keine speziellen Medikamente. Wer jemanden pflegt, der an Novoviren erkrankt ist, muss sehr vorsichtig sein, weil die Ausscheidungen, selbst der Speichel, sind extrem ansteckend. Jeder der mit dem Virus in Kontakt kommt, kann innerhalb der nächsten Tage erkranken, auch über kontaminierte Gegenstände ist eine Ansteckung möglich.
Deshalb sollten Sie Hygienemaßnahmen ergreifen:
Im Mittelpunkt steht natürlich die Hygiene. Dazu gehört, dass sich sowohl der Erkrankte als auch die pflegenden Angehörigen regelmäßig sorgfältig die Hände waschen müssen. Außerdem sollten Toiletten, Waschbecken und andere Flächen in der Nähe des Patienten immer wieder desinfiziert werden, auch die Türgriffe. Idealerweise hat der Patient eine eigene Toilette, die für die Dauer der Krankheit niemand sonst benutzt. Bettwäsche, Handtücher und Kleidung sind infektiös und müssen bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um eine Ansteckung zu vermeiden.
Nach frühestens zwölf, spätestens aber nach 48 Stunden ist das Schlimmste überstanden. Doch auch dann ist der Patient noch ansteckend, bis zu 14 Tagen lang heißt es weiterhin akribisch Händewaschen und vorsichtig sein.

Die Bedeutung des ganzheitliche Naturheilverfahren, die Kneipp-Kur

Eine Kneipp-Kur Behandlung hat weit mehr zu bieten als nasse Anwendungen und kalte Füße, wie der Begriff wahrscheinlich bei vielen Menschen Assoziationen von "Wasser treten" und befremdlichen Güssen weckt. Die Kneipp-Kur wurde im 18. Jahrhundert von Sebastian Kneipp entwickelt, der in jungen Jahren an Tuberkulose erkrankte. Er schuf ein ganzheitliches Verfahren, auf dem Weg seine Krankheit zu besiegen, das sowohl geistige als auch körperliche Gesundheit stärken kann. Dieses umfassende Naturheilverfahren besteht aus Wasseranwendungen, Bewegungstherapie, Pflanzenheilkunde, Ernährungstherapie und der Ordnungstherapie.
Verschiedene kalte und warme Anwendungen wie Güsse mit Kräutern, Waschungen, Wickel und Wassertreten sehen die Wasseranwendungen vor. Die kalten Anwendungen dienen ähnlich einem Saunabesuch dem Training des Gefäßsystems und Kreislaufs. Denn nach einem kalten Guss oder Wickel erfolgt stets eine Erwärmung, dadurch erweitern und verengen sich die Blutgefäße im steten Wechsel. Die Wasseranwendungen werden unterstützend mit Heilkräutern kombiniert. Sie finden vor allem in Tees und Salben ihre Anwendung, neben den Badezusätzen.
Sebastian Kneipp verfügte über ein großes Heilpflanzenwissen und so war es ihm möglich, Kräuter gezielt bei Beschwerden wie Fieber, Asthma, zur Belebung von Geist und Körper und zur Entgiftung anzuwenden. Eine weitere wichtige Komponente der Kneipp-Anwendung ist die Bewegung, Denn das aktiviert den Körper und die Selbstheilungskräfte. So wird das Herz-Kreislaufsystem trainiert, die Muskulatur aufgebaut und die Gelenke entlastet.
Besonders geeignet ist Bewegung an der frischen Luft, da der Körper so optimal mit Sauerstoff versorgt wird.
Es werden hier keine Höchstleistungen verlangt, wichtig ist es vielmehr den Körper durch sanfte Sportarten wie zügige Spaziergänge oder Schwimmen anzuregen
In Sachen Ernährung setzte Kneipp auf eine gesunde Vollwertkost. Obst, Gemüse, Getreideprodukte und Milchwaren bilden den Kern der ausgewogenen Ernährung, die den Körper mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt. Fette, Salze und Alkohol sollten gemieden werden.Des weiteren ist noch die Ordnungstherapie, wobei hier eine Lebensführung gelehrt wird, die ein Leben nach den Gesetzmäßigkeiten der Natur ermöglicht.Im Kern der Therapie steht die Annahme, dass jeder Körper einer eigenen naturgegebenen Regelmäßigkeit befolgt. Daher sollten sich, abhängig vom individuellen Rhythmus, Ruhe- und Erholungsphasen abwechseln. Es sorgen Meditationen und Atmungsübungen nach anstrengenden Situationen, für tiefe Entspannungen und mehr Ruhe im Alltag.
Kneipp verdankte der umfassenden Therapie seine vollständige Genesung.

Kamille: Sanfte Hilfe bei Bauchweh, Erkältungen und Hautproblemen

Die Kamille ist ein wahrer Tausendsassa, sie ist seit Jahrhunderten eine der wichtigsten Heilpflanzen Europas. Sie ist beruhigend oder wundheilend, entzündungshemmend und krampfstillend.
Nur in den Kamillenblüten stecken die heilkräftigen Inhaltsstoffe wie ätherische Öle und Flavonoide. Als Heiltees sind allerdings nicht zu empfehlen, die „normalen“ Kamillentees aus dem Supermarkt, weil sie auch mit Stängel und Blätter enthalten angeboten werden. Was den Gehalt an ätherischen Ölen betraf, schnitten bei einem Test von 20 Kamillentees Mitte 2004, die losen Kamillenblütentees am besten ab. Dieser Tee sollte nicht regelmäßig als Getränk oder vorbeugend getrunken werden, auch wenn Kamillentee ein Heiltee ist. Natürlich können Sie Ihrem Kind gelegentlich auch ohne Beschwerden einen Kamillentee anbieten, aber bitte nicht jeden Tag! Kamillenblüten sind bei kühler, trockener und lichtgeschützter Lagerung (etwa in einer dicht schließenden Teedose) maximal 18 Monate haltbar.
Wenn Sie Magen-Darm-Beschwerden und Bauchschmerzen haben, oder für Mundspülungen, dann nehmen Sie am besten ein gehäuften Teelöffel Kamillenblüten auf 250 Milliliter Wasser.
Wenn Sie Umschläge und Wickel machen wollen, dann nehmen Sie zwei Esslöffel Kamillenblüten auf 500 Milliliter Wasser. Kamillenblüten mit der angegebenen Menge kochenden Wassers übergießen und zugedeckt 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.
Bei Kindern mit Bauchschmerzen, geben Sie Ihrem Kind 2- bis 4-mal täglich eine kleine Tasse Kamillentee. Babys erhalten 5 Teelöffel Kamillentee ins Fläschchen bzw. 2 Teelöffel vor jeder Stillmahlzeit.
Wichtig wäre aber zu sagen, bei Augenerkrankungen sollten Sie keinen Kamillentee zum Auswaschen der Augen anwenden. Warum nicht? Weil die feinen Härchen der Kamillenblüten die Augen reizen und allergieauslösend wirken.
Bei Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfungsneigung, Schlafstörungen (auch als Einschlafhilfe) und Nervosität, hilft ein altbewährtes Mittel, schon für Babys, ein Kamillen-Bauchwickel. Wenn aber zusätzlich Fieber, oder könnte eine Blinddarmentzündung dahinterstecken (Schmerzen im rechten Unterbauch), dann sollten Sie keinen Bauchwickel machen, sondern sofort Ihren Arzt verständigen.
Was brauchen Sie alles, um einen Bauchwickel zu machen:
Zum einen Kamillentee, Leinen- oder ein Baumwolltuch in Bauchgröße, für das Innentuch. Ein breiten Wollschal, auch ersatzweise ein Frotteehandtuch.
Und so wird ein Bauchwickel gefertigt:
Das Innentuch tränken Sie mit Kamillentee und winden es sehr gut aus, dann Temperatur überprüfen, denn es darf nicht zu heiß sein. Diese Kamillenkompresse so heiß wie Ihr Angehöriger es verträgt, auf den Bauch legen. Dann den Wollschal, der um den ganzen Körper reichen und das Innentuch oben und unten einige Zentimeter überragen soll, müssen Sie straff darüber wickeln. Sie können von links und rechts je eine warme (nicht heiße!) Wärmflasche gegen den Bauch legen, damit die Kompresse länger warm bleibt. Bei Kindern ab zwei Jahren.
Um eine gute Wirkung zu erzielen, muss der Kamillenwickel 15 bis 20 Minuten liegen bleiben, denn auf dem Bauch darf es nicht kalt werden. Anschließend sollte der Patient noch mindestens 15, besser aber 30 Minuten ruhen. Sie können den Wickel zwei bis vier mal am Tag wiederholen.
Hat Ihr Kind Halsschmerzen oder eine Entzündung von Mundschleimhaut oder Zahnfleisch, geben Sie ihm mehrmals täglich einige Schlucke Kamillentee zum Spülen des Mundes bzw. zum Schlucken (teelöffelweise auch für Babys geeignet). Größere Kinder können bei Halsschmerzen damit gurgeln und dann ausspucken. Bei Schnupfen und Husten hilft Ihrem Kind eine Kamilleninhalation.
Hat Ihr Kind einen wunden Po, eine Entzündung der Vorhaut oder eine Hautreizung (z. B. gerötete Haut bei leichtem Ekzem), können Sie ihm 1- bis 2-mal täglich für 10 Minuten ein Sitzbad bzw. ein Vollbad mit Kamille bereiten, bei Ihrem Baby schon ab der 5. Lebenswoche geeignet. Besser als einen starken Tee ins Badewasser (100 Gramm Kamillenblüten auf 2 Liter Wasser) geben, eignet sich hierzu jedoch eine standardisierte Kamillenlösung aus der Apotheke, z. B. Kamillin, die Sie gemäß der Packungsbeilage dosieren.

Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben stellen eine elastische Verbindung zwischen den Wirbelkörpern dar und verleihen der Wirbelsäule so ihre Beweglichkeit. Um Stöße abzufedern dienen sie gleichzeitig als Polster. Sie sind hohen Belastungen ausgesetzt, denn schon im Stand wirkt auf die Lendenwirbel eine Kraft, die das eigene Körpergewicht übersteigt. Die Belastung vervielfacht sich noch beim Aufrichten aus der gebeugten Haltung oder gar beim Heben von schweren Lasten und beim Springen.
Als Bestandteil der Wirbelsäule liegen die Bandscheiben in unmittelbarer Nachbarschaft der Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelkörpern das Rückenmark verlassen und in Arme und Beine ziehen. Es kann ein Druck auf die betroffenen Nervenwurzeln entstehen, auch reizen, wenn die Bandscheibe nachgibt und sich stark ausdehnt.
Wenn dieses passiert, spricht man von einem Bandscheibenvorfall.
Die Bandscheiben bestehen aus einem gallertartigen Kern, der von einem äußeren Ring aus festen Bindegewebsfasern zusammengehalten wird. Mit zunehmendem Alter verliert der wasserhaltige Kern jedoch seine Elastizität; gleichzeitig werden die Fasern des äußeren Ringes brüchig und verlieren einen Teil ihrer Reißfestigkeit. So können Teile des Bandscheibenkerns durch Risse im äußeren Ring hervorquellen und Druck auf benachbarte Anteile des Rückenmarks oder Nervenwurzeln ausüben.
Die Reizung der Nervenwurzeln führt meist zu starken Schmerzen und, oder Taubheitsgefühlen. Wo diese auftreten, hängt von der Stelle der Wirbelsäule ab, an der der Bandscheibenvorfall auftritt. In der unteren Lendenwirbelsäule sind Bandscheibenvorfälle am häufigsten. Im Volksmund werden die Schmerzen, die bei solchen Bandscheibenvorfällen in das Bein ausstrahlen können, auch als Ischias oder Hexenschuss bezeichnet. Strahlen die Schmerzen oft in den Arm aus, sind es Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule, die aber seltener sind. Es kann auch zu Lähmungserscheinungen in schweren Fällen kommen. Meist sind davon nur einzelne Muskelgruppen an einem Bein oder Arm betroffen; es kann jedoch auch zur Lähmung der Schließmuskeln von Blase und Mastdarm kommen mit der Folge eines unwillkürlichen Harn- und Stuhlabgangs.
Die genaue körperliche Untersuchung, insbesondere der Reflexe und der Berührungsempfindung und Befragung führen meist zur Diagnose. In unklaren Fällen oder zur Vorbereitung einer Operation werden zur Sicherung der Diagnose zusätzlich Bild gebende Verfahren Computertomographie, eingesetzt. Es ist zunächst einmal Geduld gefragt, wenn es trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen zu einem Bandscheibenvorfall kommt. In der akuten Phase ist Ruhigstellung und Schonung oberstes Gebot. Im Stufenbett ist eine optimale Lagerung, aber auf jeden Fall sollte die Unterlage hart genug sein. Zur Schmerzlinderung können Schmerzmittel und Muskel entspannende Substanzen erforderlich sein. Physikalische Maßnahmen, insbesondere lokale Wärme, zum Beispiel mit Fango oder Rotlicht, unterstützen den Heilungsverlauf. Abhängig von Schwere und Verlauf des Krankheitsbildes können wenige Tage bis zu einigen Wochen Bettruhe erforderlich sein.
Nach Abklingen der akuten Beschwerden und heftigen Schmerzen können die Medikamente abgesetzt werden. Die Lockerung und Stärkung der Rückenmuskulatur haben weitere Therapiemaßnahmen zum Ziel, wie zum Beispiel: Bewegungstherapie, Reizstromtherapie, Traktion am Schlingentisch und vor allem Krankengymnastik.
Sie können aber auch viel dafür tun, um Ihre Bandscheibe zu schonen und schmerzhafte Bandscheibenvorfälle zu vermeiden.
Wichtig sind vor allem:
- eine korrekte Haltung (vor allem im Sitzen)
- die Einhaltung gesunder Hebetechniken (in die Knie gehen und mit aufrechtem Rücken heben, schwere Lasten nach Möglichkeit vermeiden).
Manche Krankenkassen, aber auch zum Beispiel Volkshochschulen, bieten
- Rückengymnastik
- und Haltungsschulung an (so genannte Rückenschule).
Schwimmen gilt als bandscheibengesunder Sport. Sportarten, die mit heftigen Drehbewegungen des Rumpfes einhergehen, wie zum Beispiel Tennis, belasten dagegen die Bandscheiben.
Auch zu hohes Körpergewicht schadet den Bandscheiben.

Freitag, 27. Juli 2007

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Einbildung

Wie jedes Jahr gähnt sich halb Deutschland durch den Frühling, fühlt sich schlaff, lustlos und klassisch frühjahrsmüde. Zugegeben, auch mir geht es mitunter so. Wissenschaftlich ist belegt, dass der Saisonwechsel den Organismus so richtig anstrengt. Alle Organe beschleunigen ihre Zellteilung, Gehirn und Schilddrüse arbeiten in Sachen Hormonbildung auf Hochtouren, kein Wunder also, wenn man dann irgendwann erschöpft ist
Programmieren Sie deshalb Ihren Biorhythmus auf die neue Jahreszeit, mit einem 10-Punkte-Programm, das sie eine Woche lang konsequent täglich durchziehen sollten. Und das sind die einzelnen Punkte:
1. Bürstenmassagen: Rubbeln die Winterpatina von der Haut, regen die Durchblutung an, aktivieren Hautregeneration und Kreislauf.
2. Wechselduschen und Saunagänge: Ideale Wachmacher durch den Kalt-Warm-Effekt. Beides trainiert die schlappen Blutgefässe, fördert den Sauerstoff- und Nährstofftransport in alle Gewebe.
3. Farbtherapie leicht: Wintergraue Kleidung mit sonnigen Farben: Orange, Rot, Gelb, aufmischen. Wohnung und Büro mit bunten Frühlingsblumen aufpeppen. Positive Farberlebnisse stimulieren im Gehirn das so genannte Limbische System, das unsere Stimmungslage regelt.
4. Sauerstoff tanken: Spazieren gehen (15 Minuten täglich reicht schon), radeln oder joggen – oder wenigstens am geöffneten Fenster 5 Minuten tief durchatmen. Im Frühling steigert der Organismus die Zellteilung und braucht dazu die Extraportion Sauerstoff.
5 Sonnenstrahlen oder Solarium: Erhellen über Signale an das Limbische System das Gemüt. Stabilisieren das Immunsystem durch Vitamin-D-Bildung.
6. Stressphasen unterbrechen: Die Stresshormone Adrenalin und Cortison drosseln die Zellerneuerung. Deshalb Pausen mit 10 Minuten Joga, autogenem Training oder Stretching einlegen.
7. Genügend Schlaf: Zwischen 7 und 9 Stunden sollten es sein, um den Biorhythmus auf Frühling einzustellen. Wichtig: ein regelmäßiger Schlafrhythmus.
8. Flüssigkeit und „Fitamine“: Zwei bis drei Liter Tee oder Mineralwasser und frisches Obst und Rohkost puschen den Organismus und killen gleichzeitig Winterpfunde.
9. Glückshormone produzieren: Reichlich Endorphine werden beim Sex, einem Flirt, aber auch beim Lachen ausgeschüttet.
10. Spontanurlaub in der Sonne: ein Last-Minute-Trip als Kontrast-Programm zur Frühjahrsmüdigkeit. Punkt 1 bis 9 lassen sich im Urlaub mit Leichtigkeit realisieren.
Wenn alle Wachmacher-Tipps nicht wirken, kann sich hinter der Müdigkeit eine ernsthafte Erkrankung verbergen, das so genannte Chronique Fatigue Syndrom (CFS). In Deutschland leiden etwa 300.000 Menschen unter dieser rätselhaften Krankheit.
Anzeichen für diese Erkrankung: Wenn Müdigkeit, geistige, seelische und körperliche Erschöpfung länger als sechs Monate andauern. Begleitet wird CFS häufig von Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Halsschmerzen, Fieber, Depression, Herzbeschwerden und Infektionsanfälligkeit.
Rat finden Sie auch bei Selbsthilfegruppen
Da diese Symptome aber zu vielen Krankheitsbildern passen, irren Patienten oft jahrelang von Arzt zu Arzt, bis CFS diagnostiziert wird. In Deutschland ist das Krankheitsbild CFS unter Ärzten wenig bekannt. Selbsthilfegruppen können seriöse Anlaufstellen sein. Neben Verständnis und Erfahrungsaustausch bieten sie oft gute medizinische Fachinformationen an, die dem Hausarzt wichtige Hinweise zum Krankheitsbild liefern.

Frühjahrsmüdigkeit

Das Wetter ist herrlich, die Sonne scheint und dennoch möchten Sie am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben? Dann sind Sie nicht alleine, zwischen den Monaten März und Mai fühlt sich mehr als die Hälfte der Menschen müde, unkonzentriert und schlapp – morgens beim Aufstehen, untertags in der Arbeit und nachmittags sowieso. Viele klagen zu dieser Jahreszeit auch über Kreislaufbeschwerden, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen. Die schlechte Nachricht: Dieser Zustand kann bei vielen Betroffenen mehrere Wochen andauern. Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun.Woran liegt es, dass wir uns gerade dann, wenn die Sonne wieder länger scheint, am liebsten Schlafen legen wollen? Vor allem zwei Gründe sind es, die uns im Frühling zu Murmeltieren werden lassen: die Hormone und der Stoffwechsel.

Das Hormon Melatonin, das uns erholsamen und guten Schlaf beschert, wird während der kurzen Wintertage vermehrt gebildet. Zu viel Melatonin im Blut hat jedoch die Folge, dass wir uns tagsüber müde und unausgeschlafen fühlen. Erst wenn die Tage wieder länger werden, produziert unser Körper das Glückshormon Serotonin, das uns fit macht. Da diese Vorgänge im Frühling nicht geregelt ablaufen, gerät unser Körper völlig durcheinander und wir werden genau dann müde und schlapp, wenn wir eigentlich ausgeholt und fit sein wollen. Der vielen bekannte Winterspeck, durch fettes Essen und Weihnachtskekse beispielsweise, trägt ebenfalls dazu bei, dass wir uns bei der Umstellung von der dunklen zur hellen Jahreszeit am liebsten im Bett verkriechen möchten. Die überflüssigen Fettreserven, die sich in den vergangenen Monaten angehäuft haben und die wir in der warmen Jahreszeit nicht mehr benötigen, lassen uns schnell ermüden.
Gesunde Ernährung, viel Bewegung und viel Licht: Das ist wohl das beste Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Bei der Ernährung sollte man vor allem darauf achten, viel Obst und Gemüse zu essen. Aber auch Getreide und Getreideprodukte aus Vollkorn sind ein gutes Mittel im Kampf gegen den ungewollten Schlaf im Frühjahr. Fettes Essen sollte etwas eingeschränkt werden. Ein langer Spaziergang an der frischen Luft oder statt dem Auto auch mal das Fahrrad zu benützen ist der richtige Weg, der Frühjahrsmüdigkeit im wahrsten Sinne des Wortes davonzulaufen. Wer sich in der Früh dennoch schlapp und unausgeschlafen fühlt, dem sei als schnelles Mittel gegen die morgendliche Müdigkeit eine kühle Dusche empfohlen.

So behalten Sie Ihr Gedächtnis fitt

Erfahrungsgemäß lässt die Gedächtnisleistung mit zunehmendem Alter nach. Den damit verbundenen Schwierigkeiten kann man außer mit Arzneimitteln auch mit einfachen Strategien begegnen. Oft ist die Kombination beider Vorgehensweise besonders effektiv. Im folgenden finden Sie einige bewährte Tipps.
Konzentrieren Sie sich auf Informationen, die für Sie persönlich bedeutsam sind. Wichtiges merkt man sich besser. Beschränken Sie sich auf Neues („Überraschendes“) und nicht auf Dinge, die Ihnen sowieso vertraut sind.
Pausieren Sie nach neuen Informationen und denken Sie über das neu Erfahrene nach. Jede Form intensiverer „Informationsverarbeitung“ erleichtert es Ihnen, sich die entsprechenden Inhalte zu merken. Bei einem Gespräch können Rück- und Nachfragen diesen Prozess unterstützen. Beim Lesen empfiehlt es sich, zwischendurch häufiger vor- oder zurückzublättern oder in einem Lexikon nachzuschlagen.
Nehmen Sie sich für die Verarbeitung neuer Informationen genügend Zeit und Ruhe. Denn Lernen unter Druck („Stress“) fällt im Alter schwerer. Wenn Sie Informationen "wie geschmiert" aufnehmen, haben diese meistens keinen besonderen Informationswert.
Setzen Sie möglichst mehrere Sinne ein, wenn Sie sich eine Information merken wollen. Oft erinnert man sich besser an Dinge, die man gleichzeitig gelesen, gesehen, gehört, gefühlt oder gerochen hat. Auch was man selbst „gemacht“ hat, lässt sich meist leichter merken. Prägen Sie sich also nicht nur Worte, sondern möglichst auch dazu passende Bilder ein.
Scheuen Sie sich nicht, etwas oft zu wiederholen", um es sich besser einzuprägen. Verzichten Sie auf stures Auswendiglernen. Versuchen Sie lieber, den Sinn einer Sache zu erfassen. Das ist oft ergiebiger.
Ordnen Sie „Informationsberge“, beispielsweise wenn Sie Besorgungen machen müssen. Merken Sie sich die zu erledigenden Dinge in der Reihenfolge, die sich durch die Wegstrecke ergibt, die Sie bei der Erledigung zurücklegen müssen. Alternativ können sie die Besorgungen nach Sachgruppen ordnen (Lebensmittel, Geschenke, Behördengänge).
Nutzen Sie „Eselsbrücken“, wie etwa die verbreiteten Tricks, sich Namen zu merken. Auch die Bildung von Merksätzen unterstützt das Gedächtnis. So kann man sich die Noten der Gitarren-Saiten (E, A, D, G, H, E) mit Hilfe des Satzes "Ein Anfänger der Gitarre hat Eifer" merken.
Prägen Sie sich nicht nur die Ziffern, sondern auch weitere Informationen ein, wenn Sie ein wichtiges Datum im Gedächtnis behalten wollen (etwa "10 Tage nach dem Geburtstag von..."). So erinnern Sie sich anschließend leichter.
Zuverlässiger als jedes Gedächtnis ist ein Merkzettel (vorausgesetzt Sie finden ihn und vergessen nicht, ihn zu lesen). Notieren Sie also immer konsequent alle wichtigen Dinge. Bewahren Sie die Notizen stets am gleichen Ort auf und machen Sie es sich zur Routine, diese zu festgelegten Zeiten zu lesen (zum Beispiel immer morgens, mittags oder abends). Versuchen Sie, sich an den Inhalt Ihrer Aufzeichnungen zu erinnern, bevor Sie den jeweiligen Zettel lesen. Damit trainieren Sie Ihr Gedächtnis.
Legen Sie wichtige Dinge möglichst immer am gleichen Ort ab (Brille, Schlüssel, Portemonnaie usw.). Sie entlasten damit Ihr Gedächtnis und ersparen sich nervenaufreibendes Suchen.
Geraten Sie nicht in Panik, wenn Ihnen nicht mehr einfällt, wo Sie eine Sache abgelegt haben. Nehmen Sie lieber in einem Sessel Platz und versuchen Sie in Ruhe, sich daran zu erinnern, was Sie beim Ablegen des Gegenstandes sonst noch gemacht haben.

Wellness für Hände, Beine und Füße

Ob Sie Ihre Füße in hochhackige Pumps quetschen, Ihre Hände bei der Küchenarbeit schinden oder Ihre Beine durch stundenlanges Sitzen am Bürotisch unterfordern: Körperteile wie Hände, Füße und Beine haben es in der modernen Zivilisation alles andere als leicht.
Also ist es ist höchste Zeit, ihnen einmal mehr Aufmerksamkeit zu gönnen. Wenn Sie die folgenden Tipps ausprobieren, werden Sie sich wundern, warum Sie nicht schon viel früher damit angefangen haben: Wenn Sie Hände, Beine und Füße verwöhnen, ist das wie ein kleiner Wellness - Urlaub im Alltagsgetümmel.
Es gibt so vieles, was Ihren Händen zu schaffen macht: aggressive Putzmittel, Wind und Wetter, trockene Luft, UV-Licht und nicht zu vergessen das Hantieren mit Wasser. All das trocknet Hände aus und macht sie rau und spröde.
Mit diesen Tipps bleiben Ihre Hände schön:
1. Ziehen Sie beim Putzen und Abwaschen Gummihandschuhe an.
2. Verwenden Sie milde Reinigungsmittel und zum Händewaschen eine rückfettende Waschlotion.
3. Tragen Sie oft eine Handcreme auf.
4. Reiben Sie Ihre Hände ab und zu mit Zitronensaft ab. Das wirkt wie ein sanftes Peeling.
5. Wärmen Sie zwei Esslöffel Öl im Wasserbad und streichen Sie das warme Öl auf die Hände. Ziehen Sie darüber Einmal-Handschuhe aus Baumwolle an und lassen Sie diese "Hand-Maske" über Nacht einwirken.

Ihre Beine bleiben durch viel Bewegung straff. Nehmen Sie also öfter mal die Treppe statt den Aufzug und setzen Sie sich für ein paar hundert Meter Wegstrecke nicht immer gleich ins Auto. Die oft trockene und schuppige Haut an den Beinen bekommen Sie durch regelmäßige Pflege schön.
Ihre perfekte Bein-Pflege:
1. Massieren Sie Ihre Beine unter der Dusche oder nach dem Baden mit einem Luffa - Handschuh von den Füßen aus nach oben. Das belebt und peelt gleichzeitig.
2. Wenn Sie nach dem Peeling kalte Beingüsse machen, wird die Haut ganz rosig.
3. Lästige Beinhaare sollten Sie einfach wegrasieren. Nach dem Rasieren aber die Beine immer gut eincremen!
4. Einmal in der Woche sollten Sie Ihren Beinen eine Zusatzpflege gönnen. Eine Algenpackung zum Beispiel festigt das Bindegewebe und versorgt die Haut mit wertvollen Mineralien. Rühren Sie ein Algenpräparat aus der Apotheke mit Mineralwasser an und streichen Sie die Paste auf die Beine. Wickeln Sie dann Plastikfolie um die Beine. Lassen Sie die Packung etwa 15-20 Minuten einwirken und massieren Sie nach dem Abwaschen der Algenpackung hautberuhigendes Jojoba - Öl ein.
Zeigt her Eure Füße: Verwöhnen Sie wieder einmal diejenigen, auf denen Sie Tag für Tag stundenlang herumtreten. Zwar sind die Füße nicht so vielen Umwelteinflüssen wie die Hände ausgesetzt, aber brauchen besondere Pflege: sie kommen schließlich kaum an die Luft, weil sie den ganzen Tag "eingesperrt" sind.
Ei paar Tipps für die Wohltat für Ihre Füße:
1. Reiben Sie regelmäßig die Hornhaut an Fersen, Ballen und Zehen mit einer Raspel oder einer Bimssteinfeile sanft weg. Massieren Sie danach die Füße mit Jojoba-Öl, das Sie im Wasserbad erwärmt haben.
2. Kürzen Sie Fußnägel mit einem Knipser gerade, von außen zur Mitte. Optimal ist die Länge der Nägel, wenn sie genau mit dem Ende der Zehen abschließen. Runden Sie die Ecken mit einer Feile noch etwas ab: So vermeiden Sie, dass die Fußnägel einwachsen.
3. Geben Sie zehn Tropfen Teebaumöl in warmes Wasser und baden Sie Ihre Füße darin zehn Minuten. Teebaumöl belebt und hilft auch bei kleineren Verletzungen. Brennen Ihre Füße oder sind sie geschwollenen, fügen Sie Rosmarin-, Ringelblumen-, Eukalyptus- oder Minzeextrakte in das Fußbad, je nach dem, welcher Duft Ihnen am besten zusagt. Die Extrakte und das Teebaumöl bekommen Sie in der Apotheke oder im Drogeriemarkt.
4. Pflegend und entspannend ist auch ein Fußbad mit Rosenöl (5 Tropfen) und Rosenblütenblättern.
Probieren Sie ein paar Vorschläge ein mal aus, an Hände, Beine und Füßen, dann werden Sie merken wie Ihnen die Extrapflege gut bekommen wird.

Ratgeber: So sag ich es meiner Katze

Katzen können so zärtlich sein, und so eifersüchtig, wenn Frauchen oder Herrchen mit einer neuen Liebe auf Wolke sieben schwebt. Verschmuste Samtpfoten mutieren zu fauchenden, schmollenden Kratzbürsten, um dem oder der „Neuen“ klarzumachen: „Mein Mensch gehört mir.“
Die Verhaltensforscher meinen, das muss aber nicht zum Drama werden. Sie plädieren für Verständnis, schließlich ist die Situation nicht nur für die Zweibeiner gewöhnungsbedürftig, sondern auch für die Katze, die bislang Liebling Nr.1 war. „Für sie ist die neue Liebe ein Eindringling im Revier, ein Rivale, der ihr etwas wegnehmen könnte: Zuwendung, Futter, den Lieblingsplatz....“ Ein Großteil der Spannungen lässt sich abbauen, indem man der Katze die geliebte Tagesroutine erhält: Futter gibt´s immer noch zur gleichen Zeit und die Spiel- und Schmusestunden sind nicht abgeschafft. Auch der vermeintliche Rivale kann viel zur neuen „Harmonie zu dritt“ beitragen: Nicht aktiv auf die Katze zugehen, sondern abwarten, bis sie von selbst kommt. Je ruhiger und scheinbar desinteressierter der Mensch sich gibt, desto eher siegt ihre Neugier.
Kontakt aufnehmen nach Katzenart: Nicht ins Gesicht schauen, sondern den Blickkontakt häufig durch Blinzeln unterbrechen. In Katzenkreisen heißt das soviel wie: „Du hast von mir nichts zu befürchten, ich mag dich.“ Zum Spielen auffordern und die Katze gewinnen lassen. Auch öfter mal ein neues Spielzeug mitbringen: Wer „Beute“ anschleppt, wird schneller als Clan-Mitglied akzeptiert.
Öfter die Alltagspflichten des Katzenhalters übernehmen: füttern, Kiste saubermachen, Leckerchen verteilen: Die schnurrigen Herrschaften mögen ihren Rivalen zwar kratzbürstig begegnen – ihr „Personal“ jedoch lieben sie.
Grundregel lautet: Mit der Samtpfote genauso liebevoll und fürsorglich umgehen wie bisher.

Wie könnt Ihr am besten Benzin sparen, wo es jetzt so teuer ist!

Reifendruck regelmäßig prüfen:0,5 bar zu wenig kosten auf 100 Kilometern einen halben Liter Sprit.

Im Stand Motor aus!Den Motor ausschalten lohnt sich schon ab 15 Sekunden Wartezeit. Das erneute Starten schadet der Technik nicht.

Gewicht sparen!100 Kilo unnötiges Gepäck wie z.B. Getränkekisten oder diverse Freizeitutensilien verschwenden bis zu 0,3 Liter Kraftstoff.

Luftwiderstand senken!Basisträger auf dem Dach kosten ohne Gepäck bis zu 0,7 Liter je 100 Kilometer extra. Eine Skibox verursacht rund 1,5 Liter mehr Verbrauch und Fahrräder sogar bis zu zwei bis vier Litern.

Bei niedriger Drehzahl fahren:Möglichst schon bei 2000 Umdrehungen in den nächsten Gang schalten. Der Verbrauch bei 60 km/h im 5. Gang beträgt 5,7 Liter, bei gleichem Tempo im 4. Gang 8,2 und im 3. Gang 12(!) Liter.

Nicht rasen!Wer statt 150 km/h nur 130 km/h fährt, spart zwei Liter auf 100 Kilometern. Bei Tempo 100 kommt man sogar mit vier Litern weniger aus.

Nicht mit dem Auto zum Bäcker!Ein kalter Motor verbraucht auf den ersten ein, zwei Kilometern rund 30 Liter pro 100 Kilometer. Erst nach vier Kilometern ist der Motor warm und der Verbrauch “normal“.

Vorausschauend fahren und “mitschwimmen“Vor roter Ampel, Stauende etc. das Auto ausrollen lassen. Wer sich dem Verkehrsfluss anpasst, spart unnötiges Bremsen, Anfahren und Schalten.

Mit Verbrauchsanzeige fahren:So hat man eine ständige Kontrolle und kann sein Fahrverhalten dem Verbrauch anpassen.

Nicht die Höchstgeschwindigkeit nutzen:Das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten bringt wenig - der Wagen fährt nur unwesentlich schneller, der Tank ist aber schnell leer.

Winterreifen nur im Winter!Der höhere Rollwiderstand steigert den Verbrauch um rund zehn Prozent.

Strom sparen!Auch elektrische Geräte schlucken Sprit: Die Klimaanlage kann 1,8 Liter pro 100 Kilometer kosten. Eine Standheizung verbraucht 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde.

Günstige Abfahrtzeiten wählen!Machen Sie sich vor der Abfahrt schlau, wo es Baustellen bzw. Staus gibt (z.B. in der Stauprognose oder über Verkehrsfunk im Radio).

Bagatellschaden am Wagen

Auch aus dem kleinsten Kratzer im Lack kann ein teurer Spaß werden, wenn die Unfallmeldung Lücken hat. Eine Checkliste hilft Autofahrern, Kosten und Ärger zu sparen.
Nur eine Sekunde unvorsichtig, schon ist das Malheur passiert: ein Auffahrunfall auf der Abbiegespur, ein kleinerer Zusammenstoß beim Ausparken, Schrammen im Lack, die Scheinwerfer zersplittert – geringe Sachschäden, die im Straßenverkehr täglich dutzendfach verursacht werden.
Haben Sie den Schaden verursacht und sind der oder die Geschädigten nicht anwesend, gilt die Faustregel: 15 Minuten Wartezeit bei Schäden bis schätzungsweise ca. 200 Euro, bei höheren Schäden sollten Sie 30 bis 60 Minuten warten. Sie können die Wartezeit dadurch abkürzen, indem Sie die Polizei verständigen - damit sind Sie auf der sicheren Seite. Ein Zettel an der Windschutzscheibe ohne Wartezeit reicht in keinem Fall. Wer das tut, riskiert seinen Führerschein, wenn er sich nicht binnen 24 Stunden bei Polizei bzw. Versicherung meldet. Auch wenn beide Unfallbeteiligte vor Ort sind, empfiehlt es sich, 110 zu wählen, selbst wenn die Polizei bei Bagatellschäden oft nur die Personalien aufnimmt. Kommt es im Nachhinein doch noch zum Streit, kann man die Ordnungshüter als Zeugen benennen.
In einigen Fällen geht es jedoch gar nicht ohne Polizei:
Immer wenn ...
... es Verletzte gibt.
... der Sachschaden erheblich erscheint (über ca. 1.000 Euro).
... ein Unfallbeteiligter die Pflichtangaben (Personalien, Versicherung) verweigert.
... Alkohol oder Drogen im Spiel sind.
... der Unfallgegner Fahrerflucht begeht.
... Fahrzeuge mit ausländischer Zulassung beteiligt sind.
... Öl oder Treibstoff auslaufen.
... Fahrzeuge geräumt werden müssen.
... eine Unfallstelle nur mit hohem Aufwand abgesichert werden kann.
Für die Unfallmeldung sind Sie bei einem Bagatellschaden meist auf sich allein gestellt. Den Versicherern reicht das Kurzprotokoll der Freunde und Helfer für die Schadenregulierung in der Regel nicht aus.
Also Professionelle Unfallmeldung erstellen.
"Bewahren Sie Ruhe und geben Sie niemals ein Schuldanerkenntnis ab. Fangen Sie sofort an, Beweise zu sammeln und sich Notizen zu machen. Dabei sollten Sie nach einer Checkliste vorgehen, die sie zusammen mit Stift und Digitalkamera im Handschuhfach parat haben sollten.

Die Checkliste für Ihr Handschuhfach sieht so aus:
Das will die Versicherung wissen:
Ort, Zeit, Straßenzustand
Personalien der Beteiligten
Fahrzeugtypen, Kennzeichen
Kurze Beschreibung, was passiert ist
Damit sammeln Sie zusätzliche Pluspunkte:
Skizze oder - noch besser - Fotos vom "Tatort". Mindestens ein Bild sollte das Kennzeichen des gegnerischen Fahrzeugs zeigen.
Namen und Adressen von Zeugen
Von allen Beteiligten unterschriebenes offizielles Unfallprotokoll (erhält man kostenlos beim Versicherer oder Automobilclubs).

Tipp: Sind die Versicherungspapiere nicht zur Hand oder haben Sie als Geschädigter eventuell in der Aufregung vergessen, den Unfallgegner nach seiner Kfz-Versicherung zu fragen, genügt ein Anruf beim Zentralruf der Autoversicherer. Der Service ist unter 0180 / 25 0 26 rund um die Uhr und an jedem Tag erreichbar. Versäumt man es, eine Unfallmeldung zu erstellen oder fehlen wichtige Angaben, kann es passieren, dass die Schuldfrage nicht zu klären ist. Wenn der Unfallgegner im Nachhinein alles auf Sie abwälzt und die gegnerische Versicherung nicht zahlt, wird der Fall womöglich vor dem Verkehrsrichter entschieden.
In solchen Fällen entscheiden die Gerichte oftmals dann nach dem 50:50-Prinzip: Ist der Fall strittig, müssen eben auch beide gleich viel zahlen. Das heißt: jeder bekommt nur die Hälfte seines Schadens ersetzt, bei beiden steigen die Kosten für die Versicherung. Ein teurer Spaß vor allem für den, der eigentlich im Recht ist.
Vorsicht vor Rückstufung
Wer denkt: Glück im Unglück, der Schaden, den ich angerichtet habe, ist nur minimal, wird Augen machen, wenn die Quittung des Autoversicherers in der Post liegt. Für die Versicherung ist es nämlich völlig unerheblich, ob es sich um einen Totalschaden oder Mini-Kratzer handelt - alles wird in einen Topf geworfen und gleich behandelt, der Versicherte wird in eine höhere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. In den meisten Fällen macht es da Sinn, in den sauren Apfel zu beißen und die Reparatur aus eigener Tasche zu bezahlen. Oder aber, Sie nutzen die Gunst der Stunde und wechseln zu einem günstigeren Anbieter. Bis vier Wochen vor Ende der Vertragslaufzeit (meist Ende des Jahres) haben Sie dafür Zeit. Wie stark sich eine Rückstufung auswirkt, hängt u.a. von der Höhe des Jahresbetrags und der erreichten Schadenfreiheitsklasse ab. Stiftung Warentest bietet dafür einen so genannten Grenzwert-Rechner an, zu sehen bei (www.finanztest.de/grenzwertrechner), mit dem Sie ausrechnen können, wie viel Sie nach einem Schaden bei Ihrem Versicherer zahlen müssen. Mein Rat: Sind Sie 25 Jahre schadenfrei gefahren, sollte der neue Tarif einen Rabattretter enthalten. Dann gilt: Einmal ist keinmal. Erst beim zweiten Schaden, den Sie verursachen, werden Sie zurückgestuft.

Herzinfarkt

Herzinfarkt ist keine typische Managerkrankheit mehr, Arbeiter lösen Manager als Hochrisikogruppe ab. Heute liegt vielmehr das Infarktrisiko in sozial benachteiligten Schichten, deutlich über dem der übrigen Bevölkerung. Dieses weit verbreitete Vorurteil ist nach den Erkenntnissen einer Forschergruppe an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf nicht länger haltbar. Die Ursachen dafür sind in der Stressbelastung, erklärte Prof. Johannes Siegrist, Leiter des Instituts für Medizinische Soziologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und nicht in erster Linie die Begleitumstände wie Lärm, Schmutz oder zu langem Stehen am Arbeitsplatz. Er steht seit mehreren Jahren dem Forschungsnetzwerk „Soziale Ungleichheit von Gesundheit und Krankheit in Europa" vor und leitet eine seit sechs Jahren laufende Studie zum Gesundheitszustand von 4.800 Erwachsenen. Unter Stressbelastung ist zum Beispiel eine langfristig starke Arbeitsbelastung unter unsicheren Rahmenbedingungen zu verstehen, nicht ein bisweilen hektischer Alltag. Ebenso beeinflussten begrenzte Aufstiegschancen oder fehlende Anerkennung das Stressempfinden und damit das Infarktrisiko. Ergebnisse der Düsseldorfer Sozialmediziner sind Menschen mit einem deutlichen hohen Arbeitsstress, verdoppelt sich das Risiko für einen Herzinfarkt.In Zahlen ausgedrückt: Es erkranken oder versterben innerhalb von zehn Jahren etwa sechs Prozent der Männer aus unteren sozialen Schichten im Alter zwischen 40 und 65 Jahren an einem Herzinfarkt, hingegen nur drei Prozent ihrer Altersgenossen in Führungspositionen. Die Vorstellung vom Herzinfarkt als typischer Managerkrankheit habe vor 30 oder 40 Jahren durchaus Gültigkeit gehabt. Aufgrund der gestiegenen Arbeitsplatzunsicherheit, verbunden mit einem wenig gesundheitsbewussten Lebensstil, sei mittlerweile aber das Infarktrisiko der Arbeiter drastisch gestiegen.
Die Bedeutung des Infarktes stellt eine dramatische Situation für das Herz dar, denn die Versorgung des Herzmuskels über die Herzkranzgefäße (Koronargefäße) wird unterbrochen, dadurch stirbt Herzmuskelgewebe ab.
Ein eigenes Versorgungssystem benötigt der Herzmuskel für seine Arbeitsleistung, welches ihm ständig und kontinuierlich Nährstoffe und Sauerstoff zuführt. Ein Geflecht von Arterien breitet sich netzförmig um das Herz aus, beginnend direkt an der Grenze zwischen Herz und Aorta, übergehend in ein feines Kapillarnetz und schließlich in ein Venengeflecht. Fünf bis 20 Prozent der vom gesamten Organismus benötigten Sauerstoffmenge braucht, je nach körperliche Aktivität, der unermüdlich arbeitende Herzmuskel. Kommt es durch Arteriosklerose oder aufgrund anderer Mechanismen (Krampf von Gefäßmuskeln) zu einer Enge innerhalb eines Gefäßes, fließt vermindert Blut in das nachgeschaltete Versorgungsgebiet des Herzmuskels. Das Herz reagiert mit einem Angina-pectoris-Anfall, wenn das Angebot von Sauerstoff schließlich unter eine kritische Grenze fällt. Ist die Durchblutung des Gefäßes und damit die Nährstoffversorgung eines Herzmuskelbereiches über längere Zeit ganz aufgehoben, führt dies unweigerlich zum Herzinfarkt.
Wie bei der Angina pectoris kündigt sich der Infarkt durch plötzlich einsetzende starke Schmerzen (der sogenannte Vernichtungsschmerz) in der Herzgegend an, die bis in den linken Arm ausstrahlen können. Das dramatische Ereignis wird häufig begleitet durch Übelkeit, Schweißausbruch oder Erstickungsgefühl, dieses macht die Betroffenen sehr große Angst, und reagieren mit Schwäche oder sogar Ohnmacht. Bei älteren Menschen verläuft diese Situation aber manchmal auch nicht ganz so dramatisch, und in Ausnahmefällen werden sie vom Betroffenen nicht einmal wahrgenommen. Wenn ihm später ein Arzt mitteilt, er habe einen stummen Infarkt erlitten, wird er sich möglicherweise nicht an ein entsprechendes Ereignis erinnern können. Eine prädestinierte Patientengruppe für den stummen Infarkt ist die der Diabetiker.
Als Diagnose wird das EKG als Protokolant der Krise genommen. Das Elektrokardiogramm zeichnet die elektrische Erregung des Herzens auf. Seine Achse nimmt den Verlauf einer gedachten Linie vom rechten Ohr in Richtung des linken, nach vorne schreitenden Fußes. Aus diesem Grund erhält das von mehreren Elektroden aufgenommene Signal ebenfalls eine Ausrichtung, die auf einem Papier oder Computer eine spezielle Kurve erfährt. Das Zusammenwirken von Daten mehrerer Ableitelektroden schließlich lässt das Bild der elektrischen Arbeitsweise des Herzens entstehen, denn dafür existieren feste Richtlinien.
Der Arzt diagnostiziert eine Anomalie oder Störung, jede Abweichung von der Norm ist auffällig, und leitet die erforderliche Therapie ein. Wenn Körperzellen zerstört werden, setzen sie ihre Inhaltsstoffe frei, so können Labortests als Gradmesser des Infarkts genommen werden. Mittlerweile kennt die Medizin zahlreiche Verbindungen, vor allem sind dies Enzyme, die nur in den Zellen bestimmter Organe gespeichert werden. Dies gilt auch für das Herzmuskelgewebe. Bei einem Infarkt mit Zelltod ist daher bereits wenige Stunden nach dem Ereignis eine Erhöhung der Creatinin-Kinase (CK) vom Typ Herzmuskel nachweisbar. Ihre genaue Bezeichnung: CK-MB. Sein Maximum erreicht der Enzymanstieg bereits nach zwölf bis 14 Stunden, dann sinkt er wieder ab. Die Verlaufskontrolle ist wichtig, auch um einen erneuten Anstieg (neuer Infarkt) frühzeitig zu erkennen.
Schnell einen Arzt herbeirufen und den Betroffenen möglichst von aller Hektik abschirmen und beruhigen, denn beim Herzinfarkt zählt jede Minute!Der Notarzt wird zunächst überprüfen, ob es sich tatsächlich bereits um einen Herzinfarkt handelt oder um eine schwere Form einer Angina pectoris. Hierzu verabreicht er Nitroglyzerin-Spray. Wenn dies nicht wirkt, liegt vermutlich ein Herzinfarkt vor: Im Gegensatz zum Angina-pectoris-Anfall sprechen die Beschwerden beim Herzinfarkt nicht auf Nitro-Spray oder Nitro-Kapseln an.Bereits während des Transports in ein Krankenhaus wird ein Medikament in die Blutbahn verabreicht, das Gerinnsel auflösen kann. Außerdem wird ein Medikament gegen die Schmerzen verabreicht und über eine Nasensonde Sauerstoff zugefächelt.
Wenn Engstellen in den Herzkranzgefäßen festgestellt werden, die in der Regel durch Arteriosklerose entstanden sind, lassen sich diese operativ entfernen. Bei kleinen Stenosen (enge Stelle) gelingt dies durch einen Herzkatheter PTCA, der über die Leistenvene bis in die geschädigte Herzkranzarterie vorgeschoben wird. Dieser Katheter trägt an seiner Spitze einen Ballon, der in der Mitte der Enge aufgebläht wird und diese so zum Weiten bringt. Ich spreche hierbei aus Erfahrung, denn bei mir wurde dieses Verfahren auch angewendet. An der Stelle wo das Blutgerinnsel saß, wurde dann ein sogenannter Stent implantiert, der auch für immer sitzen bleibt.Bei größeren oder langstreckigen oder mehreren Stenosen ist eine Bypass-Operation notwendig, bei der ein Ersatzgefäß (körpereigene Vene, Arterie oder synthetisches Material) die kritische Stelle überbrückt. Dazu wird meist eine kleine Beinvene des Patienten, eine Unterarmarterie oder eine künstliche Gefäßprothese verwendet. Durch die künstliche Umgehung der Engstelle wird eine ausreichende Durchblutung der zuvor unterversorgten Herzmuskelregionen gewährleistet. Die Patienten müssen nach der Operation gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, damit der Bypass sich nicht durch Blutgerinnsel verschließt. Bei jeder von diesen Methoden sind Rückfälle jedoch nicht ausgeschlossen.
Niemand kann sich vor einem Herzinfarkt sicher schützen. Es gibt jedoch Faktoren, die einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung einer Herzerkrankung besitzen. Menschen, die mit einem oder mehreren dieser Faktoren belastet sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko. Übertragen auf einen Herzinfarkt-Patienten bedeutet dies: Überdenken Sie Ihre bisherigen Lebensgewohnheiten und ändern Sie diese konsequent. Rauchen und falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung sind nachgewiesenermaßen Feinde nicht nur des Infarktgeschädigten! Fazit: Man kann selbst viel dazu beitragen, trotz eines abgelaufenen Herzinfarkts sein Leben wieder genießen zu können.

Vitamine

Vitamine halten uns fit und gesund. Die zündenden Fitmacher sind lebensnotwendige Nährstoffe und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Vitamine liefern keine Energie, sind aber für zahlreiche Körperfunktionen zuständig. Sie werden unterteilt in fettlösliche (Vitamin A, D, E und K) und wasserlösliche (Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Vitamin C). Um den täglichen Vitamin-Bedarf zu decken, wäre es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. Bevorzugen Sie frisches Obst, Gemüse, Getreide, Milch und Milchprodukte, wenig Fett und etwa zweimal wöchentlich mageres Fleisch und auch Fisch. Da die wasserlöslichen Vitamine sehr empfindlich sind, sollten Sie die Lebensmittel möglichst frisch verzehren, nur kurz waschen und in wenig Flüssigkeit garen. So bleiben die Vitamine am besten erhalten! Das sollten Sie wissen Vitamin A, B1, B2, B6 und B12 Vitamin A, Beta - Carotin wird für die tägliche Zufuhr bei Erwachsenen empfohlen, 0,8-1,0 mg Vitamin A bis 12 mg Beta - Carotin. Unser Körper braucht sie für das Sehvermögen, Aufbau der Haut und der Schleimhäute, Abwehr von Sauerstoffradikal (Zellschutz) Mangelerscheinungen sind: Lichtempfindlichkeit, Nachtblindheit, Haut- und Schleimhautschäden, Infektionsanfälligkeit Gefährdete Gruppen Menschen sind: Raucher(innen), Menschen mit chronischem Alkoholmissbrauch Diese Vitamine kommen vor in: Vitamin A: Lebeer, Butter, Margarine Eigelb, Milch Beta-Carotin: grüne, rote und gelbe Gemüse- und Obstsorten, Möhren, Grünkohl, Brokkoli, Melonen, Aprikosen Vitamin B1: wird empfohlen für einen Erwachsenen täglich 1,1-1,3 mg. Der Körper braucht sie für Kohlenhydratstoffwechsel, Nerventätigkeit. Mangelerscheinungen können auftreten, und zwar: Störung des Nervensystems, Herzbeschwerden, Konzentrationsschwäche, Infektionsanfälligkeit. Menschen mit chronischem Alkoholmissbrauch Schilddrüsenüberfunktion sind besonders gefährdet. Die Vitamine kommen vor in Vollkornprodukte, mageres Schweinefleisch, Hähnchenbrust, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Wirsing, Orangen Vitamin B2 1,5-1,7 mg sollte der Erwachsene Körper zu sich nehmen täglich. Der Körper braucht sie für Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel, Energiegewinnung, Haut, Schleimhäute Mangelerscheinungen kann man auch hier erkennen durch Hautveränderungen, Wachstumsstörungen Die Raucher/innen sind auch bei diesen Vitaminmangel gefährdet. Das Vitamin kommt hauptsächlich in Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch, Fisch, Leber vor. Vitamin B6 Ein Erwachsener braucht täglich 1,6-1 ,8 mg, notwendig für die Verarbeitung von Eiweiß, Blutbildung. Mangelerscheinungen: Hautveränderungen, Krämpfe, Blutarmut (Anämie) Auch hier sind die Gefährdete Gruppen Raucher(innen), Menschen mit chronischem Alkoholmissbrauch. In Vollkornprodukte, Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Bananen kommt dieses Vitamin vor. Vitamin B12 3 Mikrogramm braucht der Körper für die Blutbildung. Mangelerscheinungen wären Blutarmut, Nervenschäden. Strenge Vegetarier (Veganer), Personen nach Magenoperatjonen, alte Menschen sind Gefährdete Gruppen. In Fleisch, Fisch, Eier, Milch ist Vitamin B12 drin enthalten. Vitamin C, D, E, K und Folsäure Vitamin C Für einen Erwachsenen braucht der Körper 75 mg. Für den Aufbau von Bindegewebe, Haut, Knorpel, Knochen, Zähnen, Immunsystem, Entgiftungsarbeit, Eisenverwertung wird es benötigt. Mangelerscheinungen sind Schwäche, Müdigkeit, Infektionsanfälligkeit, Störung des Bindegewebsstoffwechsels und der Wundheilung. Raucher(innen), ältere Menschen sind besonders gefährdet. In schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte, Paprika, Kartoffeln und Leber kommt es vor. Vitamin D Empfohlene tägliche Zufuhr für Erwachsene, 5 Mikrogramm für die Knochenbildung, Kalzium- und Phosphatstoffwechsel. Mangelerscheinungen sind Entkalkung der Knochen, Rachitis bei Kindern. Säuglinge, Personen, die sich wenig im Freien aufhalten sind besonders Gefährdete Gruppen Es kommt vor in Hering, Makrele, Eigelb, Milch und Milchprodukte, Butter, Margarine. Vitamin D wird bei ausreichend Sonnenlicht auch in der Haut gebildet Vitamin E 12 mg brauchen wir täglich zum Schutz der Nahrungs- und Körperfette vor Zerstörung durch Sauerstoff. Mangelerscheinungen sind äußerst selten. Je höher die Zufuhr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, desto höher der Vitamin E – Bedarf. Keimöl (Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl), Pflanzensamen (Sonnenblumenkerne, Nüsse etc.), Vollkornprodukte, Eier und Fisch ist es enthalten. Vitamin K 60-80 Mikrogramm werden Empfohlen für die tägliche Zufuhr, für Erwachsene. Unser Körper braucht sie für die Blutgerinnung. Mangelerscheinungen sind äußerst selten, Neigung zu Blutungen, gestörte Wundheilung. Frühgeborene, chronisch Erkrankte sind Gefährdete Gruppen. In Grüngemüse, Kohlgemüse; Eigensynthese durch Darmbakterien ist es enthalten. Folsäure Braucht unser erwachsene Körper 300 Mikrogramm. Für Eiweißstoffwechsel, Blutbildung, Zellneubildung, Schleimhäute, Steigerung der Abwehrkräfte, ist es zuständig. Blutarmut, Schwangerschaftskomplikationen sind Mangelerscheinungen. Gefährdete Gruppen sind Raucher(innen), auch Menschen mit chronischem Alkoholmissbrauch. Im grünen Blattgemüse, Leber, Eier, Vollkornprodukte, Sojabohnen, rote Bete und auch in Nüsse ist Folsäure enthalten.

Wann wird Cholesterin im Blut zum Risiko?

Hohe Cholesterinwerte im Blut können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vergrößern. Doch was ist "zu hoch" und was ist "normal"? Inzwischen sind sich die Fachleute einig, dass es einen Normalwert für die Bewertung der Gefahr nicht gibt. Denn neben dem Cholesterin im Blut gibt es eine Reihe weiterer Risikofaktoren wie Übergewicht, Zigaretten rauchen, Bewegungsmangel, Stress, Diabetes mellitus. Es gilt die Regel: Je mehr Risikofaktoren, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung.
Warum steigt der Cholesterinspiegel? Zum einen kann die Ursache erblich bedingt sein, zum anderen kann der Cholesterinspiegel im Blut als Folge einer anderen Krankheit erhöht sein. In den meisten Fällen ist der Hauptübeltäter eine falsche Ernährung: Zu viel Fett und Cholesterin in der Nahrung lassen den Cholesterinspiegel steigen.

Wie ernährt man sich cholesterinbewusst?
Wenn der Arzt zur Senkung des hohen Cholesterinspiegels eine Ernährungsumstellung verschrieben hat, dann heißt das:
Abnehmen! Wenn es gelingt, das Körpergewicht wieder zu normalisieren, sinkt meistens auch der Gehalt an schädlichem Cholesterin im Blut.
Weniger Fleisch, Wurst und Milchprodukte! Mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte! Auf Eigelb und andere cholesterinreiche Lebensmittel wie Innereien, Butter und Schalentiere verzichten! Eiweiß ist cholesterinfrei und kann daher ohne Bedenken zum Backen und Kochen verwendet werden.
Zum Thema Fettstoffwechselstörungen gibt es unzählige "Diät-Tipps". Oft werden dabei einzelne Lebensmittel als Cholesterinbomben abgestempelt. Statt Schweinefleisch wird nur noch Kalb- und Geflügelfleisch gegessen. Leider ist die Cholesterineinsparung damit meist gleich Null. Doch wie kann man gegensteuern? Bewegung, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung, weniger Fleisch.

Cholesterin ist eine lebensnotwendige, fettähnliche Substanz, die im Körper von Menschen und Tieren vorkommt. Es dient als Baustoff für Körperzellen, ist notwendig für die Bereitstellung verschiedener Hormone und Ausgangssubstanz für die Bildung von Gallensäuren in der Leber, welche für die Fettverdauung sehr wichtig sind. Da Cholesterin in ausreichender Menge vom Körper hergestellt wird, ist eine zusätzliche Aufnahme durch Lebensmittel nicht nötig. Da aber viele Lebensmittel cholesterinhaltig sind, kann es bei Veranlagung, oder durch übermäßigen Verzehr entsprechender Lebensmittel zum Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut kommen. Erhöht ist der Cholesterinspiegel bei Werten über 190 Milligramm/dl Blut. Beim Untersuchungsergebnis wird der Wert in zwei Untergruppen eingeteilt: den LDL-Wert für das so genannte "schlechte" und den HDL-Wert für das so genannte "gute" Cholesterin.
Das so genannte LDL bringt Cholesterin zu Organen und Zellen des Körpers und fördert so die Arteriosklerose, deshalb wird es "schlechtes Cholesterin" genannt. Das LDL -Cholesterin sollte 115 Milligramm/dl Blut nicht überschreiten.Das HDL -Cholesterin dagegen sorgt dafür, dass Cholesterin zur Leber transportiert, und von dort ausgeschieden wird, deshalb wird es auch als "gutes Cholesterin" bezeichnet. Beim HDL -Wert gilt: Je höher, desto besser. Mindestens 35 bis 40 Milligramm/dl Blut sollten aus HDL -Cholesterin bestehen. Ein hoher HDL -Spiegel mindert zudem das Risiko einer Arteriosklerose.
Gesättigte- und Trans-Fettsäuren, beispielsweise in Fertiggerichten, Blätterteig, Eiern, Fleisch, Wurst oder Butter erhöhen den Blutfettspiegel. Mehrfach- und einfach ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen und guter Margarine tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels bei. Folgende Verhaltensregeln helfen, den Cholesterinspiegel zu senken:

Meiden Sie besonders cholesterinreiche Lebensmittel wie Eigelb, Speisen, die mit vielen Eiern hergestellt werden, und Innereien.
Es ist günstig, wenn weniger tierische Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen. Fast alle tierischen Lebensmittel, wie Fleisch, Wurst, Geflügel, Wild, fettreiche Milch und Milchprodukte, Butter und Käse enthalten besonders viel Cholesterin.
Essen Sie ausreichend vitaminreiche Lebensmittel, diese haben einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Eine abwechslungsreiche Kost, die viel Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Salat, Kartoffeln, fettarme Milch und Milchprodukte sowie hochwertige pflanzliche Fette und wenig Fleisch und Wurst enthält, hilft Ihnen den erhöhten Cholesterinspiegel in den Griff zu bekommen.
Regelmäßige Bewegung und eine Reduzierung vorhandenen Übergewichts sind hilfreiche Mittel, zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut.
Ist Margarine wirklich gesünder?
Der Streit, ob Butter oder Margarine gesünder ist, geht nun schon ins dritte Jahrzehnt. Zunächst war man gegen Butter, weil sie Herzerkrankungen fördere. Vor allem dem Cholesterin und den gesättigten Fettsäuren wurde eine schädliche Wirkung nachgesagt. Doch ist Margarine so viel besser? - Nicht alle Sorten, sagen Experten.
Margarine galt als gesünder, weil sie jede Menge mehrfach ungesättigter Fettsäuren enthält, die den Cholesterinspiegel niedrig halten und vor Arterienverkalkung schützen sollen. Heute weiß man, dass Margarine keineswegs immer gesund ist. In manchen Sorten stecken so genannte Trans -Fettsäuren. Die sind schädlicher als die gesättigten Fettsäuren der Butter.
Trans - Fettsäuren erhöhen das Cholesterin
Trans - Fettsäuren entstehen im Verfestigungsprozess von Margarine. Damit beispielsweise Sonnenblumen-Margarine nicht vom Brot fließt, muss ein Teil des Pflanzenöls gehärtet und mit flüssigem Öl gemischt werden. Dabei verwandeln sich ungesättigte Fettsäuren zunächst in Trans - Fettsäuren. Wenn man das Öl ganz durchhärtet, bleiben nur noch gesättigte Fettsäuren übrig. Und das wollte der Verbraucher ja eigentlich nicht.Trans -Fettsäuren erhöhen das "böse" LDL - Cholesterin, das als Risikofaktor für Arterienverkalkung gilt. Gleichzeitig senken sie das "gute" HDL - Cholesterin. HDL kann Ablagerungen, die bereits in den Adern gespeichert sind, aufnehmen und in die Leber transportieren. Dort werden sie dann abgebaut.Wer zu viele Trans - Fettsäuren isst, nimmt zu wenig von den lebensnotwendigen ungesättigten Fettsäuren zu sich. Generell gilt natürlich, so wenig wie möglich Fett pro Tag zu sich zu nehmen, mehr als drei bis vier Gramm Trans - Fettsäuren sollten am Tag nicht verzehrt werden.
In Pflanzenölen, Reform- und Diätmargarine sind kaum Trans - Fettsäuren zu erwarten
Zum Braten eignen sich Rapsöl und Olivenöl. Für Salate sind kaltgepresste Pflanzenöle ideal.

Tipps für eine cholesterinarme Ernährung:
Auch Menschen ohne hohe Cholesterinwerte können mit cholesterinarmer Ernährung einiges zum Schutz ihrer Gefäße und Organe tun. Eskimos machen's richtig: Sie essen viel Fisch und leiden dadurch kaum unter Herzproblemen.
Es gibt Hinweise darauf, dass unverarbeiteter Stress den Cholesterinspiegel hebt. Für Stress-Geplagte lohnt sich also eine Ernährungsweise, die möglichst wenig Cholesterin enthält. Cholesterin ist zwar eine wichtige Grundsubstanz für den Aufbau der Körperzellen, es wird jedoch ausreichend im Körper gebildet und muss nicht durch die Nahrung aufgenommen werden.
Low Density Lipoprotein (LDL) heißt die schädliche Form des Cholesterins. Der Name bezeichnet die Eiweißgruppe mit der geringsten Dichte.LDL lagert sich an den Gefäßwänden ab, bildet dadurch sogenannte Plaques und führt somit zur "Verkalkung". Ist diese Verkalkung stark ausgeprägt, kann es zu Bluthochdruck oder den gefürchteten Angina Pectoris-Attacken führen.
Die zweite Art des Cholesterins wird aufgrund ihrer hohen Dichte und ihres Gewichtes High Density Lipoprotein, also HDL, genannt. Bekannt ist es auch als das "gute Cholesterin". Zahlreiche Studien bestätigen, dass HDL gesund für das Herz ist.
Bei den Eskimos abgeschaut...
Besonders Fisch aus kalten Gewässern enthält viele Substanzen, die das gesunde HDL im Blut erhöhen. HDL hilft die schädlichen Gefäßablagerungen zu verhindern. Eskimos essen reichlich Fisch, was Wissenschaftlern zufolge vor Herzinfarkten schützt: Tatsächlich erkrankt nur etwa ein Prozent der Eskimo-Bevölkerung am Herzen.

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